Die neue Early-Access-Anwendung 'Retro3D' zeigt einen ungewöhnlichen Einsatzzweck für moderne Mixed-Reality-Hardware. Anstatt auf hochentwickelte volumetrische Medien zu setzen, nutzt die App die Farb-Passthrough-Kameras der Meta Quest 3 und Quest 3S, um die Funktionsweise klassischer, analoger 3D-Brillen (rot-cyan) zu simulieren.
Die Funktionsweise ist simpel, aber effektiv: Die App legt digital einen Rotfilter über das eine Auge und einen Cyanfilter über das andere. Wenn Nutzer nun anaglyphe 3D-Bilder oder -Videos betrachten, decodiert das Headset den stereoskopischen Effekt. Da 'Retro3D' in der aktuellen Version keine eigenen Inhalte mitliefert, müssen Nutzer entsprechende Medien auf externen Bildschirmen wie Fernsehern, PCs oder Tablets abspielen. Auch ausgedruckte Bilder funktionieren.
Der Entwickler hat bereits angekündigt, an einem integrierten Browser-Prototyp zu arbeiten, um externe Bildschirme künftig optional zu machen. Zudem stehen weitere historische 3D-Techniken wie der Pulfrich-Effekt auf der Roadmap, bei dem durch Abdunklung eines Auges Tiefenwirkung bei seitlichen Bewegungen erzeugt wird. Die Steuerung erfolgt wahlweise über Controller oder Handtracking.
Würdet ihr solche Retro-Inhalte mit eurer VR-Brille ausprobieren?
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