In der aufregenden Welt der Virtual Reality bin ich ständig auf der Suche nach dem nächsten Sprung, der mich noch tiefer in digitale Welten eintauchen lässt. Als PCVR-Enthusiast ist mein Herz natürlich an Brillen gebunden, die technisch anspruchsvoll sind und ein kompromissloses Erlebnis versprechen. Die Pimax Dream Air hat in dieser Hinsicht bereits eine neue Messlatte gesetzt und ist für mich persönlich der absolute Goldstandard.
Doch was passiert, wenn man diese High-End-Erfahrung zu einem deutlich zugänglicheren Preis anbieten möchte? Hier kommt die Pimax Dream Air SE ins Spiel. Eine abgespeckte Version, die ganze 1000 Euro günstiger ist als ihr großer Bruder. Die Frage, die mich sofort umtrieb und die ich in den letzten Wochen intensiv erkundet habe, ist: Sind die Einsparungen hier klug gemachte Kompromisse, oder trüben sie das immersive Erlebnis zu stark? Für wen lohnt sich diese Brille überhaupt? Begleitet mich auf eine Reise durch meine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen mit diesem spannenden Neuzugang im PCVR-Headset-Segment.
Ein Blick auf die Pimax Dream Air SE: Erste Eindrücke und Design
Schon beim Auspacken der Pimax Dream Air SE in meiner SLAM Version – also komplett mit Controllern und ohne die Notwendigkeit von Lighthouse-Basisstationen – spürte ich die vertraute Pimax-Qualität. Das Gerät in meiner Hand ist die finale Produktionsversion, auch wenn Pimax noch leichte Änderungen am Facial Interface plant. Dieser kleine, aber feine Unterschied kann, wie ich später noch ausführlicher berichten werde, entscheidend sein.
Der Komfort ist für mich ein absolutes Highlight und steht dem der teureren Dream Air in nichts nach. Mit nur 263 Gramm inklusive Kopfhalterung ist die Dream Air SE federleicht; man spürt sie kaum beim Spielen. Das ist ein Segen für lange VR-Sessions, bei denen jedes Gramm zählt. Die Balance ist ebenfalls hervorragend, was nicht zuletzt am Kabeldesign liegt: Das 4,5 Meter lange Kabel splittet sich am Hinterkopf auf beide Seiten des Headsets auf und sorgt so für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung. Allerdings ist das Kabel für meine Bedürfnisse etwas zu kurz geraten – ich hätte mir definitiv 6 Meter gewünscht. Und leider empfinde ich es auch als recht steif und wenig biegsam. Bei schnellen Drehungen oder ausladenden Bewegungen im Roomscale kann das Kabel schnell zur Nervensäge werden und mich aus der Immersion reißen. Das ist ein Punkt, den ich mir für zukünftige Iterationen unbedingt flexibler wünschen würde.
Die inneren Werte: Display und Linsen im Detail
Der wohl gravierendste Unterschied zur Pimax Dream Air und der Hauptgrund für den erheblichen Preisunterschied liegt im Display. Während die Dream Air mit einem Sony micro-OLED mit beeindruckenden 3840×3552 Pixeln pro Auge bei nativen 90 Hz glänzt, muss sich die Dream Air SE mit einem micro-OLED zufriedengeben, das eine native Auflösung von 2560×2560 Pixeln pro Auge bietet und bei 90 Hz sogar nur von 1920×1920 hochskaliert. Dieser Unterschied ist nicht nur eine Zahl auf dem Datenblatt, sondern ein spürbarer Faktor, der das visuelle Erlebnis beeinflusst.
Auch die Pancake-Linsen sind leicht unterschiedlich. Die Linsen der Dream Air sind für mich nochmals auf einem anderen Level, bieten ein Hauch mehr Klarheit und Brillanz. Bei der Dream Air SE sind die konkaven Elemente nicht von außen sichtbar, sondern bilden den inneren Bereich der dreifach geschichteten Linsen. Insgesamt wirken die Linsen der SE-Version auch kleiner. Trotz dieser Unterschiede bieten die Pancake-Linsen der Dream Air SE einen guten Sweet Spot; ich hatte keinerlei Probleme, das gesamte Bild scharf zu bekommen. Auch die Edge-to-Edge Clarity ist unproblematisch – ein wichtiger Punkt für eine gute Immersion, bei dem ich selten Abstriche dulde. Es ist jedoch essenziell zu erwähnen, dass solche Empfindungen sehr individuell sind und stark von der Augen- und Kopfform sowie dem Abstand der Augen zu den Linsen abhängen. Ich habe an den Rändern leichte chromatische Aberrationen, also jene subtilen Regenbogenfarben, wahrgenommen. Diese waren jedoch so minimal, dass sie überhaupt nicht störend wirkten und sich in etwa auf dem Niveau der Dream Air bewegten. Verzerrungen (Distortion) sind mir ebenfalls nicht negativ aufgefallen; alles wirkte klar und ebenmäßig. Der binokulare Überlappungsbereich, also der Teil, den man mit beiden Augen gleichzeitig sieht, war für mich definitiv groß genug, auch wenn dies wiederum sehr individuell wahrgenommen wird.
Ein Punkt, der mich allerdings gestört hat, sind die God-Ray- oder Glare-Effekte. Diese fielen mir leider sofort auf. Zwar sind sie nicht so stark ausgeprägt wie bei der alten Valve Index, aber die Linsen der Dream Air sind hier um Welten überlegen. Für den ein oder anderen kann dies sicherlich ein störender Faktor sein, insbesondere in Szenen mit starken Kontrasten oder hellen Lichtquellen vor dunklem Hintergrund.
Die Einstellung des Augenabstands (IPD) erfolgt bei der Dream Air SE manuell in der Software und lässt sich zwischen 58 und 72 mm variieren, was für die meisten Nutzer ausreichend sein sollte. Pimax plant jedoch, dies später auch via Eye-Tracking automatisch einzustellen, was derzeit noch deaktiviert ist. Hier muss ich eine kleine Anekdote teilen: Bei meiner ersten Dream Air SE war der IPD-Motor zunächst defekt, begann aber nach einiger Zeit wie von Geisterhand zu funktionieren. Pimax hat mir jedoch parallel ein Ersatzgerät geschickt, das sofort einwandfrei funktionierte – ein guter Service, wie ich finde.
Software und Einrichtung: PimaxPlay auf dem Prüfstand
Das Setup der Pimax Dream Air SE erfolgt, Pimax-typisch, über die PimaxPlay Software. Im Vergleich zu den frühen Jahren hat sich die Software mittlerweile erheblich verbessert und ist wesentlich stabiler geworden. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, in denen die Einrichtung einer Pimax-Brille ein echtes Abenteuer war. Dennoch hat auch die aktuelle Version noch ihre kleinen Macken. Es kam hin und wieder vor, dass ich USB oder DisplayPort neu einstecken oder den PC neu starten musste, damit die Brille erkannt wurde. Das ist kein Weltuntergang, kann aber auf Dauer etwas nervig sein, besonders wenn man schnell in die VR eintauchen möchte. Trotz dieser kleinen Stolpersteine bietet die Software eine Fülle an Einstellungsmöglichkeiten – ein wahres Fest für Bastler und Tüftler, die gerne alles bis ins Detail optimieren. Man kann aber auch alles so lassen, wie es ist, und die Brille funktioniert auch ohne tiefere Eingriffe problemlos. Für diejenigen, die gerne tiefer in die Materie eintauchen, habe ich aber auch ein separates Video zu den Funktionen der Pimax Software erstellt, das viele nützliche Tipps bereithält.
Immersion und Performance: Mein Erlebnis in der virtuellen Welt
Displayqualität und Farben
Das micro-OLED Display der Dream Air SE leistet wirklich gute Arbeit. Wir bekommen sehr gute Schwarzwerte geliefert, die Texte sind gut erkennbar, Ghosting ist mir nicht negativ aufgefallen, und auch bei schnellen Bewegungen bleibt das Bild stabil und klar. Das ist die Basis für eine überzeugende Immersion. Allerdings wirken die Farben etwas schwächer beziehungsweise weniger gesättigt als bei der Dream Air. Pimax hat hierzu geäußert, dass sie dies noch beheben wollen, was ich mir sehnlichst wünsche. Ähnlich verhält es sich mit der Helligkeit: Man merkt, dass die Dream Air SE hier etwas schwächer ist als die Dream Air. Für meine persönlichen Präferenzen reicht es jedoch noch aus, auch wenn ich mir gerade in hellen Spielumgebungen etwas mehr Leuchtkraft wünschen würde. Der Unterschied zum großen Bruder ist hier tatsächlich sichtbar: Die Dream Air liefert aufgrund der deutlich höheren Auflösung ein sichtbar schärferes und klareres Bild. Bei 90 Hz liegt dies bei der Dream Air SE, wie bereits erwähnt, auch daran, dass das Bild nur hochskaliert wird, was natürlich eine leichte Unschärfe mit sich bringen kann. Einen direkten Vergleich durch die Linsen via Kamera habe ich bewusst vermieden, da man den Unterschied auf diesem Weg schlichtweg nicht ausreichend darstellen könnte, und es dem realen Seherlebnis nicht gerecht werden würde.
Sichtfeld: Mein persönlicher Knackpunkt
Kommen wir zu einem Thema, das für mich persönlich von immenser Bedeutung ist: das Sichtfeld (Field-of-View). Hier ist es besonders wichtig zu betonen, dass die Werte bei jedem Kopf und jeder Augenform komplett unterschiedlich ausfallen können – hier hilft leider nur das eigene Ausprobieren. Und an diesem Punkt muss ich leider von einem persönlichen Negativrekord berichten, den ich mit dem zunächst mitgelieferten Gesichtseinsatz erlebt habe. Ich hatte ein horizontales Sichtfeld von lediglich 70 Grad und ein vertikales Sichtfeld von 82 Grad. Das ist für mich, der an großzügigere Sichtfelder gewöhnt ist, ein echtes Problem und riss mich immer wieder aus der Immersion. Auch ein Gesichtseinsatz, den Pimax mir später nachlieferte, war nicht wirklich besser. Zwar erreichte ich damit horizontal 74 und vertikal 86 Grad – also eine leichte Verbesserung – doch dafür war er extrem unbequem. Ich möchte hier nochmals betonen, dass die meisten Leute üblicherweise höhere Werte erreichen als ich, aber selbst für meine Verhältnisse war dieser Wert schon sehr, sehr auffällig und störend. Die Hoffnung stirbt zuletzt: Ich betone nochmals, dass dies nicht die finale Version des Gesichtseinsatzes ist, und ich hoffe extrem, dass Pimax hier noch irgendwie eine Verbesserung nachliefern kann. Ohne diesen Gesichtseinsatz, direkt an den Linsen, erreichte ich horizontal 102 und vertikal 108 Grad – Werte, die schon deutlich besser sind und zeigen, wie immens das Sichtfeld vom Facial Interface abhängt.
Hardware-Anforderungen und Foveated Rendering
Die Performance in Virtual Reality ist natürlich stark abhängig von der verbauten Hardware eures Rechners. Ich selbst nutze einen Intel 14900K CPU zusammen mit einer RTX 4090 – eine Kombination, die selbst die anspruchsvollsten VR-Titel mühelos schultert. Mit dieser Hardware hatte ich durchweg keine Performance-Probleme. Lediglich bei extrem hardwarehungrigen Simulationen wie dem Microsoft Flight Simulator 2024 musste ich die Einstellungen etwas herunterregeln, um eine absolut flüssige Bildrate zu gewährleisten. Pimax selbst empfiehlt als Minimum eine RTX 2070, einen i5 der 14. Generation und 16 GB RAM. Ohne es selbst mit dieser Hardware getestet zu haben, würde ich persönlich jedoch davon abraten, eine solche High-End-Brille mit einem so schwachen Rechner zu kombinieren. Zwar ist die Dream Air SE durch ihre geringere Auflösung und etwa der halben Pixelanzahl pro Auge im Vergleich zur Dream Air deutlich weniger anspruchsvoll, und es reicht tatsächlich ein wesentlich schwächerer Rechner. Der Performance-Unterschied zwischen den beiden Brillen ist in dieser Hinsicht spürbar und ein klarer Vorteil für die SE-Version, wenn man nicht über die allerneueste und stärkste Grafikkarte verfügt.
Ein weiterer entscheidender Faktor für die Performance ist das integrierte Tobi-Eye-Tracking mit 120 Hz. Derzeit funktioniert das Eye-Tracking vor allem für das Dynamic Foveated Rendering (DFR). Dadurch wird nur der Bereich, den ihr gerade betrachtet, mit voller Auflösung gerendert, während die Peripherie etwas heruntergeregelt wird. Dies lässt sich sogar in der Größe und Intensität in der Pimax Play Software einstellen und funktioniert absolut problemlos. Dadurch erhält man je nach Spiel einen gewaltigen Performance-Boost, der es ermöglicht, auch mit etwas schwächerer Hardware noch eine flüssige Erfahrung zu erzielen oder aber die Grafikdetails höher zu schrauben. Später soll das Eye-Tracking übrigens auch für die automatische Einstellung des Augenabstands genutzt werden, was die Handhabung noch komfortabler machen würde.
Controller, Tracking und Zusatzfunktionen
SLAM Controller: Eine Frage der Zeit?
Da ich die SLAM Version der Dream Air SE erhalten habe, waren auch die beiden Controller dabei. Diese wirken im Vergleich zu den Controllern einer Quest 3 oder der Steam Knuckles allerdings mit ihrem immer noch vorhandenen Ring sehr altmodisch. Sie funktionieren, sie werden auch gut getrackt – daran gibt es nichts auszusetzen. Aber sie sind einfach aus der Mode gekommen, um es mal so auszudrücken. Es ist gut zu hören, dass Pimax hier bald ein Update plant; die neuen ringlosen Controller werden derzeit dort getestet. Das Tracking der Brille und der Controller funktioniert jedenfalls problemlos und zuverlässig.
Passthrough und Ergonomie-Details
Der Schwarz/Weiß-Passthrough, also die Ansicht der realen Umgebung durch die Brille, ist absolut nicht der Rede wert und völlig ungeeignet für jegliche Mixed-Reality-Anwendungen. Er dient lediglich dazu, das Raum-Setup oder eure Spielfläche einzurichten – mehr nicht. Wer auf Mixed Reality setzt, wird hier enttäuscht sein.
Die Dream Air SE wird im laufenden Betrieb etwas mehr als handwarm, was für den kleinen Formfaktor und die verbaute Technik absolut in Ordnung ist. Auch den Lüfter habe ich nicht als störend wahrgenommen, er verrichtet seine Arbeit unauffällig im Hintergrund. Ein praktisches Detail ist, dass sich die beiden Seitenarme komplett entfernen lassen, ebenso wie der magnetisch befestigte Gesichtseinsatz. So lässt sich alles gut reinigen, und es bietet auch Potenzial für Zubehör von Drittanbietern, was die Anpassungsmöglichkeiten erweitert.
Durch den sehr kleinen Formfaktor lassen sich so gut wie keine Brillen unter der Dream Air SE tragen – ein wichtiger Hinweis für Brillenträger. Allerdings kann man sich natürlich Sehstärkenlinsen von Drittanbietern bestellen. Laut Pimax sollen diese bald auch im offiziellen Store verfügbar sein, was eine sehr gute Lösung für dieses Problem darstellt. Anschließen kann man an die Brille lediglich die Controller via Bluetooth; zusätzliche Slots für anderes Zubehör gibt es nicht. Allerdings hat Pimax das Design für custom 3D-Druck freigegeben, sodass hier in Zukunft sicherlich noch einiges an kreativen Lösungen aus der Community entstehen wird.
Sound und Mikrofon: Reicht es für die Immersion?
Der Sound kommt aus den kleinen Slots, die in beiden Armen der Brille untergebracht sind. Wie man sich vorstellen kann, kommt da natürlich kein wirklich druckvoller Klang heraus. Dennoch ist der Sound für das normale Spielen absolut ausreichend. Für tiefere Immersion greife ich jedoch lieber zu meinen eigenen Kopfhörern. Die beiden verbauten Mikrofone habe ich ebenfalls getestet. Die Qualität ist absolut in Ordnung und für Multiplayer-Partien oder Voice-Chats vollkommen ausreichend. Man wird klar und deutlich verstanden, was das Wichtigste ist. Übrigens hat Pimax auch einen DMAS-Audio-Strap sowie einen Halo-Strap angekündigt, die ich dann hoffentlich auch bald testen kann, um das Audioerlebnis weiter zu verbessern.
Das Preis-Leistungs-Verhältnis: Lohnt sich der Sprung in die SE-Welt?
Reden wir über den Preis, der für viele Enthusiasten natürlich eine entscheidende Rolle spielt. Die Pimax Dream Air SE kostet in der Lighthouse-Version ohne Controller $899 beziehungsweise 802€, und in der SLAM-Version inklusive Controller $1199 beziehungsweise 1070€, jeweils zuzüglich Steuern und Versand. Damit ist sie circa 1000€ oder $1000 günstiger als die reguläre Dream Air. Dieser Preisunterschied ist immens und positioniert die SE-Version als eine deutlich zugänglichere Option im High-End VR-Segment.
Für mich ist der Preis für ein solches High-End-Gerät mit diesem kleinen Formfaktor und dem Micro-OLED-Display absolut in Ordnung. Man bekommt hier viel Technologie für sein Geld, auch wenn man natürlich ein paar Abstriche im Vergleich zum Spitzenmodell machen muss. Es ist eine bewusste Abwägung zwischen dem absoluten Maximum und einem exzellenten Kompromiss.
Mein Fazit: Für wen ist die Pimax Dream Air SE die richtige Wahl?
Fassen wir meine Erfahrungen mit der Pimax Dream Air SE noch einmal zusammen. Auf der Habenseite sehe ich ganz klar den hervorragenden Komfort, das geringe Gewicht und die ausgewogene Balance. Auch der Preis ist, gemessen an der gebotenen Technologie und dem kleinen Formfaktor mit Micro-OLED, aus meiner Sicht völlig gerechtfertigt. Das integrierte Eye-Tracking für Dynamic Foveated Rendering ist eine wirklich nette Beigabe und ein echter Performance-Booster, der zukünftig auch für die automatische IPD-Einstellung genutzt werden soll.
Auf die negative Seite kommt für mich definitiv das Sichtfeld, das in meinem Test leider nicht ausreichend war und mich aus der Immersion riss. Hier muss Pimax wirklich ein neues Facial Interface nachliefern, um das volle Potenzial der Brille zu entfalten. Negativ aufgefallen sind mir auch die Glare-Effekte der Linsen – zwar nicht extrem, aber doch merklich. Die Controller der SLAM-Version würde ich ebenfalls eher auf die negative Seite setzen: Sie funktionieren zwar tadellos, sind aber einfach nicht mehr zeitgemäß im Design und der Haptik. Für viele wird es kein Problem sein, aber der Passthrough ist natürlich absolut nicht für Mixed Reality zu gebrauchen, was durchaus schade ist, falls man sich für solche Anwendungen interessiert. Das Kabel ist leider sehr unflexibel, zu kurz und störend, wenn man Spiele in Roomscale erleben will; für Simulationen im Sitzen ist dies natürlich nicht relevant. In Klammern setze ich die Pimax Play Software: Obwohl sie wesentlich besser ist als vor einigen Jahren, hat sie dennoch hin und wieder ihre kleinen Aussetzer, die den Workflow unterbrechen können.
Wer sollte sich nun also die Pimax Dream Air SE kaufen? Ganz klar richtet sich diese Brille an alle, die sich für den High-End PCVR-Bereich interessieren, aber dabei aufs Budget achten wollen oder müssen. Sie bietet eine exzellente Einführung in das Pimax-Ökosystem und die Vorteile von Micro-OLED, ohne gleich das Portemonnaie bis aufs Letzte zu strapazieren. Man muss aber auch ganz klar sagen, dass die teurere Dream Air nochmals eine ganze Ecke klarer und schärfer ist und ich sie denjenigen empfehle, die wirklich das absolute Nonplusultra wollen und vor allem ein größeres Sichtfeld wünschen. Die Pimax Dream Air bleibt für mich persönlich momentan die Lieblings-VR-Brille und ist in meinen Augen absolut empfehlenswert für alle, die das ultimative VR-Erlebnis suchen.
Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Was haltet ihr von der Pimax Dream Air SE? Hat jemand von euch vielleicht schon seine eigene vorbestellt oder liebäugelt damit? Teilt eure Gedanken und Fragen in den Kommentaren – ich freue mich auf den Austausch!
Ach ja, und falls ihr auf der Suche nach neuen Abenteuern seid: Wenn ihr Quest-Spiele kaufen möchtet, denkt daran, dass ihr mit dem Coupon Code "VOODOODE" 10% auf alle Meta Quest Spiele spart. Ein kleiner Tipp von mir für eure nächste Reise in die Virtual Reality!