Die Portierung von VR-Anwendungen auf neue Plattformen bringt oft ungeahnte technische Hürden mit sich. Das zeigt der Fall des Entwicklers Grant Hinkson, der sein meditatives Puzzlespiel "Connectome: A Game of Points" von der Meta Quest auf die Apple Vision Pro brachte.
Connectome ist ein visuelles Erlebnis, bei dem Spieler Punkte per Handtracking verbinden. Während die Umsetzung auf der Quest-Plattform dank etablierter Tools reibungslos verlief, stellte sich die Portierung auf visionOS als weitaus komplexer dar.
Das Hauptproblem lag in der Inkompatibilität der Unity-Bibliothek "Shapes" mit PolySpatial, dem Standard-Entwicklungskit von Unity für die Vision Pro. Als Hinkson auf die Metal-Rendering-Schnittstelle auswich, um das Problem zu lösen, verlor er den Zugriff auf die nativen Eye-Tracking-Hover-Effekte von Apple. Da Unity dieses Feature für Metal-Apps nicht nativ unterstützt, musste der Entwickler eigene Brücken programmieren, die jedoch bei jedem neuen Build überschrieben wurden – ein Post-Build-Patcher war die Folge. Auch Farbanpassungen über SwiftUI erforderten zusätzliche Behelfsstrukturen.
Diese Erfahrungen verdeutlichen, dass Entwickler bei neuer Hardware oft viel Zeit für die Lösung grundlegender technischer Probleme aufwenden müssen, solange etablierte Engines wie Unity keine vollständige Integration bieten.
Habt ihr das Spiel bereits auf einem der Headsets ausprobiert und wie wichtig ist euch ein reibungsloses Eye-Tracking?
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