Die Entwickler des beliebten VR-Shooters 'Ghosts of Tabor', Combat Waffle Studios, haben eine eigene Lösung zur Bekämpfung von Cheatern in Virtual-Reality-Spielen entwickelt. Das System namens 'Tomahawk' entstand aus der Notwendigkeit heraus, da gängige Anti-Cheat-Sicherheitssoftwares wie Easy Anti-Cheat oder BattlEye nicht nativ auf autarken VR-Plattformen laufen.
Laut Studiogründer Scott Albright erwies sich auch Metas eigene Sicherheitslösung ('Meta Attestation') als unzureichend, da diese von Nutzern leicht umgangen werden konnte. Um ein effektives System aufzubauen, ging Combat Waffle Studios einen ungewöhnlichen Weg: Sie rekrutierten die ehemals aktivsten Cheater ihres eigenen Spiels und stellten sie als dreiköpfiges Sicherheitsteam ein. Diese Entwickler nutzten ihre Erfahrung, um Tomahawk zu programmieren.
Bislang zeigt das System deutliche Erfolge: Es schützt plattformübergreifend rund 2,6 Millionen Accounts. Seit der Veröffentlichung wurden fast 5.000 Cheating-Versuche und über 4.000 modifizierte APKs blockiert. Zudem sind bereits über 1.000 permanente Sperren aktiv. Probleme bereiten den Entwicklern aktuell noch kommende Plattformen wie der 'Steam Frame', da dieser sehr offen gestaltet ist. Dennoch arbeitet das Team bereits an Lösungen, um auch hier die Integrität der Spieleplattform zu wahren.
Wie beurteilt ihr den Ansatz, ehemalige Cheater für die Entwicklung von Sicherheitssoftware einzustellen?
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