Das Met Museum bringt Geschichte in VR: Dendur Decoded & Oceania

Das Met Museum betritt neue Wege: Virtuelle Realität für den Tempel von Dendur

Das Metropolitan Museum of Art (The Met) in New York City präsentiert mit "Dendur Decoded" eine innovative VR-Erfahrung, die es Kunst- und Geschichtsinteressierten ermöglicht, den ikonischen Tempel von Dendur aus einer neuen Perspektive zu erleben. Diese kostenlose Anwendung, entwickelt in Partnerschaft mit der Immersiven Ausstellungsplattform Atopia, ist sowohl auf Meta Quest Headsets als auch über einen Standard-Webbrowser zugänglich.

Einblicke in die Geschichte
Viele Besucher des Met Museums stellen sich Fragen zur Herkunft und Bedeutung des Tempels von Dendur. "Dendur Decoded" beantwortet diese Fragen durch interaktives Storytelling, historischen Kontext und digitale Rekonstruktionen. Die Erfahrung erklärt detailliert, wie der massive Tempel Stein für Stein in Ägypten demontiert und im Museum wieder aufgebaut wurde – eine Geschichte, die durch traditionelle Ausstellungen oft nicht vollständig vermittelt werden kann. Brett Renfer, Projektmanager für Emerging and Immersive Technology im Met, betont: "Wir haben die Geschichte lange erzählt, aber sie ist bei vielen Menschen einfach nicht angekommen. Bringen wir sie in ein neues Medium. Zeigen wir mehr, statt nur zu erzählen."

Mehr als nur eine Ausstellung
Das Projekt "Dendur Decoded" dient nicht nur der Besucherbindung. Die verwendeten digitalen 3D-Modelle, die aus über 28.000 Fotografien des Tempels erstellt wurden, unterstützen auch die Konservierung, Forschung und Dokumentation der Sammlung. Diese Assets haben "mehrere Leben" und tragen sowohl zu öffentlichen Erfahrungen als auch zu den langfristigen Erhaltungszielen des Museums bei.

Barrierefreiheit im Fokus
Trotz des Einsatzes von VR-Technologie legt das Met großen Wert auf Zugänglichkeit. Die Entscheidung, "Dendur Decoded" auch über Webbrowser anzubieten, war bewusst, um die größtmögliche Reichweite zu erzielen. Laut Renfer stammen etwa 85 % des Zugriffs auf die Erfahrungen über Webbrowser statt über VR-Headsets. Dies unterstreicht das Ziel des Museums, Schüler, Pädagogen und interessierte Besucher unabhängig vom Besitz eines VR-Headsets zu erreichen. Das Design der Erfahrungen ist bewusst einfach gehalten, um auch VR-Neulinge willkommen zu heißen, ohne erfahrene Nutzer zu unterfordern.

Zukunftsvision und IP-Schutz
Das Met verfolgt bei immersiven Technologien eine langfristige Perspektive. Die digitalen Aufzeichnungen von Artefakten und Umgebungen, oft für Konservierungszwecke erstellt, können für zukünftige Projekte wie "Dendur Decoded" wiederverwendet werden. Das Museum achtet zudem darauf, dass die entwickelten Inhalte als ihr geistiges Eigentum (IP) erhalten bleiben und nicht dauerhaft an einen einzigen Anbieter gebunden sind.

Neben "Dendur Decoded" bietet das Met auch "Oceania: A New Horizon of Space and Time" an, eine weitere immersive Erfahrung, die Besucher in eine speziell gebaute, von ozeanischen Kulturen inspirierte Welt entführt.

Die VR-Erfahrungen des Met Museums erweitern das traditionelle Museumserlebnis und bieten neue Wege, Kunst, Geschichte und Kultur über die Galeriewände hinaus zu erleben und zu verstehen.

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