Compass: Eine VR-Flugerfahrung abseits des Mainstreams
Das VR-Spiel „Compass“ positioniert sich als ein Story-getriebenes Open-World-Flugerforschungsspiel, das sich durch seine bewusste Einfachheit und seinen Fokus auf Atmosphäre auszeichnet. Erhältlich ist es für die Meta Quest Plattform (getestet wurde es auf der Quest 3S), SteamVR und wird zukünftig auch für PlayStation VR2 erscheinen. Der Release ist für den 28. Mai 2026 angesetzt, und der Preis beträgt 12,99 US-Dollar.
Gameplay und Kernelemente
Im Kern dreht sich „Compass“ um das Fliegen. Spieler übernehmen die Rolle eines Scouts, der eine Luftkarawane anthropomorpher außerirdischer Tiere durch eine weite, kosmische Himmelslandschaft führt. Die Mission: Ein riesiges Ei zu einem „großen Inkubator“ transportieren, während man den Angriffen eines riesigen Weltraumwals entgeht. Diese ungewöhnliche Prämisse unterstreicht den einzigartigen Charakter des Spiels.
Die Spielschleife umfasst das Anfliegen zentraler Hubs, Interaktion mit NPCs, das Annehmen von Quests und die Erkundung der Karte im eigenen Schiff. Dabei werden Kristalle gesammelt, die nebelverhangene Bereiche freischalten. In diesen Bereichen finden sich taktile Rätsel, die außerhalb des Cockpits gelöst werden müssen, oft mittels Greifhaken, um fragmentierte Ruinen zu navigieren, Schalter umzulegen und Energieflüsse umzuleiten. Diese Rätsel dienen dazu, Türme zu reaktivieren und die Karawane weiterzubewegen, um letztlich ein Wurmloch zur nächsten Zone zu aktivieren.
Fliegen und Steuerung
Ein besonderes Merkmal von „Compass“ ist seine intuitive Steuerung. Anstatt komplizierter Systeme oder vieler Tasten konzentriert sich das Spiel auf das Gefühl des Fliegens. Die Steuerung ist taktil und direkt: Man zieht den Steuerknüppel zurück zum Steigen, schiebt ihn vor zum Tauchen und neigt ihn für Kurven. Dies ermöglicht eine schnelle Gewöhnung und ein instinktives Fluggefühl.
Rätsel und Abwechslung
Neben dem Fliegen bilden die Rätsel eine weitere Säule des Gameplays. Diese Umgebungsrätsel, die oft den Einsatz von Greifhaken erfordern, sind mechanisch eher einfach gehalten, bieten aber eine wichtige Abwechslung zum Flugalltag. Sie steigern sich im Laufe des Spiels in ihrer Komplexität und vermitteln dem Spieler ein Gefühl des Fortschritts, ohne jemals übermäßig schwierig zu werden.
Komfort und Kritik
„Compass“ kann sowohl sitzend als auch stehend gespielt werden und bietet Anpassungsoptionen für Bewegung und Rotationsvignette. Trotz seiner Stärken gibt es auch Kritikpunkte: Längere Spielsitzungen können ermüdend sein, und die Quests sowie Zonen können sich wiederholen. Einige Spieler könnten die langsame Erkundung als langwierig empfinden, insbesondere wenn sie schnelle Progression oder konstante Kämpfe erwarten. Das minimalistische Weltdesign, obwohl atmosphärisch, lässt die Welt manchmal auch etwas karg erscheinen.
Fazit
„Compass“ ist kein Spiel für jeden. Es richtet sich an Spieler, die bereit sind, sich auf seinen Rhythmus einzulassen und die einfache Freude am Erkunden und Fliegen in einer einzigartigen VR-Welt zu schätzen wissen. Es verzichtet bewusst auf die Überfrachtung moderner Spiele mit ständigen Reizen und vertraut stattdessen auf Geheimnis und Atmosphäre. Es bietet eine einfache, aber charmante Erfahrung, die für die richtigen Spieler äußerst fesselnd sein kann.
Was sind eure Erfahrungen mit VR-Spielen, die einen unkonventionellen Ansatz verfolgen?