Björks musikalisches Werk „Vulnicura VR“ hat eine Neuauflage erfahren und ist jetzt als „Vulnicura VR Remastered“ für die Meta Quest 3, Quest 3S und Apple Vision Pro verfügbar. Diese immersive Erfahrung verspricht eine Reise in die Klangwelt der Künstlerin, doch der Artikel beleuchtet die Facetten dieses Remasters mit einem gemischten Fazit.
Die Ursprünge der VR-Erfahrung
Die Geschichte von „Vulnicura VR“ reicht bis ins Jahr 2014 zurück, als Filmemacher Andrew Thomas Huang das Lied „Stonemilker“ von Björk mit einer 360°-Kamera aufnahm. Zu einer Zeit, in der VR-Headsets kaum verbreitet waren, wurden diese immersiven Videos zunächst in physischen Einrichtungen wie Plattenläden und Museen ausgestellt, bevor sie 2015 auf YouTube veröffentlicht wurden. Im Laufe der Jahre folgten weitere 360°-Videos zu Tracks wie „Black Lake“, „Mouth Mantra“ (aufgenommen in Björks Mund) und „Quicksand“. 2019 wurde das komplette „Björk Vulnicura Virtual Reality Album“ schließlich für PC VR auf Steam veröffentlicht.
Das Remaster für Standalone-Headsets
Angesichts des Aufstiegs der Standalone-VR-Headsets beauftragte Björk das PulseJet Studios mit der Überarbeitung der Erfahrung speziell für die Meta Quest 3 und Apple Vision Pro. Das Remaster umfasst eine Hochskalierung und Bildqualitätsverbesserung der Videos, eine erhöhte Detailtreue für die Menü-Umgebung, Unterstützung für Controller-freies Hand-Tracking und verbessertes räumliches Audio.
Gemischte Eindrücke aus der Praxis
Beim Test auf der Quest 3 zeigte sich jedoch ein durchwachsenes Bild. Es wurden mehrere technische Probleme festgestellt. Das Hand-Tracking reagierte oft nicht zuverlässig, sodass man auf die Controller zurückgreifen musste. In der Menü-Umgebung, einer virtuellen Nachbildung Islands, kam es zu deutlichen Bildrateneinbrüchen mit sichtbaren Reprojektionsbalken.
Ein wesentlicher Kritikpunkt war der Download-Prozess: Obwohl es sich um eine Multi-Gigabyte-Installation handelt, sind die eigentlichen Videoinhalte nicht im App-Download enthalten. Stattdessen erscheint ein vager „Downloading content…“-Bildschirm ohne Fortschrittsanzeige, was die Wartezeit in einer eher niedrig aufgelösten virtuellen Umgebung unangenehm macht. Der Artikel schlägt vor, die Videoinhalte direkt mit der App zu bündeln oder zumindest den ersten Track sofort verfügbar zu machen.
Inhaltliche Qualität – zwischen „atemberaubend“ und „bizarre“
Sobald die technischen Hürden überwunden sind, variiert die Qualität des tatsächlichen Inhalts stark. Die ursprünglich vor einem Jahrzehnt mit einer 4K monokopischen Kamera gefilmten 360°-Videos erreichen trotz Hochskalierung nicht die Schärfe und Präsenz heutiger 8K-360°-Kameras oder 3D-Inhalte. Insbesondere „Mouth Mantra“ leidet unter der niedrigen Auflösung und Verzerrung.
Die klaren Höhepunkte sind die beiden in Echtzeit gerenderten VR-Tracks („Notget“ und „Family“). Diese bieten scharfe, hypnotische Visuals und spektakuläre Lichteffekte, die als gelungene Mischung aus Musikvideo und Live-Konzert-Performance wahrgenommen werden. Der Wunsch wird geäußert, diese Tracks als separates, eigenständiges Erlebnis zu veröffentlichen.
Preisgestaltung und Empfehlung
„Björk: Vulnicura VR Remastered“ ist für 35 $ im Meta Horizon Store für Quest 3 und Quest 3S sowie für 45 $ im App Store für Apple Vision Pro erhältlich.
Das Fazit des Artikels: Für eingefleischte Björk-Fans ist der Kauf eine klare Sache. Wer jedoch kein großer Fan ist, sollte sich vor dem Kauf genau informieren, um Enttäuschungen zu vermeiden und zu wissen, was ihn für rund 40 $ erwartet.