Die virtuelle Realität ist bekannt für ihre visuellen und auditiven Eindrücke, doch unsere anderen Sinne bleiben oft unberührt. Eine Gruppe unabhängiger Forscher hat nun eine Methode entwickelt, um Gerüche in VR zu simulieren, die eine tiefere Immersion ermöglichen könnte.
Das Besondere an dieser Entwicklung: Anstatt auf chemische Kartuschen zu setzen, die ständig nachgefüllt werden müssten und regulatorische Hürden mit sich bringen, nutzt das Gerät Ultraschall. Dieser wird direkt auf den Riechkolben im Gehirn gerichtet, um Geruchsempfindungen zu erzeugen. Die Forscher konnten bereits Gerüche wie frische Luft, Müll, Ozon und Lagerfeuer induzieren.
Frühere Ansätze, Geruch in VR zu integrieren, scheiterten oft an den praktischen Problemen chemischer Systeme – Gerüche verflüchtigten sich nicht schnell genug, die Auswahl war begrenzt und die Kosten für Nachfüllungen waren hoch. Der Ultraschall-Ansatz umgeht diese Probleme, indem er direkt das Gehirn stimuliert und somit keine physischen Geruchsstoffe in die Umgebung abgibt.
Obwohl das aktuelle Gerät noch ein Prototyp ist und mit zwei Händen gehalten werden muss, ist eine Miniaturisierung für zukünftige VR-Headsets denkbar. Dies könnte nicht nur die Immersion in Spielen und Anwendungen revolutionieren, sondern auch den Weg für nicht-invasive Hirn-Computer-Schnittstellen ebnen, die über die Geruchssimulation hinausgehen.
Was bedeutet diese Entwicklung für eure Vorstellung von zukünftigen VR-Erlebnissen?
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