Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich das erste Mal von der Vuja West 4 hörte. Die Versprechung war groß: „Die Explosion in VR nicht nur sehen, sondern am ganzen Körper spüren!“ Als jemand, der schon unzählige haptische Westen getestet und erlebt hat, klingelte da natürlich etwas in mir. Würde diese neue haptische Weste VR wirklich ein neues Level an Immersion eröffnen? Gerade für mich als begeisterter VR-Gamer ist die Vorstellung, virtuelle Welten nicht nur zu sehen und zu hören, sondern auch körperlich zu fühlen, seit jeher ein Traum. Eine Weste, die High-Fidelity-Haptik für jedes Spiel, jeden Film und jeden Song verspricht – das klang zu schön, um wahr zu sein. Und ganz ehrlich, meine Erwartungen waren hoch, auch wenn ich immer kritisch bleibe, besonders wenn ein Produkt für fast 400 Euro auf den Markt kommt.
Ich, Thomas von VoodooDE VR, durfte die Vuja West 4 kostenlos testen. Eine Tatsache, die meine Meinung, wie ihr mich kennt, niemals beeinflusst. Ich wollte wissen: Ist diese audiobasierte Haptik präzise genug für uns Gamer, oder ist es doch nur ein überteuertes Spielzeug? Ich habe mich durchschütteln lassen, und was ich dabei erlebt habe, teile ich heute ausführlich mit euch. Macht euch gefasst, denn meine Eindrücke sind… nun ja, lest selbst.
Das Unboxing: Was steckt drin in der versprochenen Immersion?
Als das Paket der Vuja West 4 bei mir ankam, war die Neugier natürlich riesig. Der Karton selbst wirkte hochwertig, mit ansprechenden Bildern und griffigen Sprüchen wie „Feel Your Music, Movies and Games“. Auch der Hinweis „Made for Meta“ stach sofort ins Auge – das suggeriert ja eine besondere Kompatibilität mit unserer geliebten Quest. Auf der Verpackung waren noch Anwendungsbereiche wie „Music Gaming, VR, Relaxation Movies“ aufgeführt, mit dem Versprechen, dass man den Sound durch seinen Körper fühlen kann. Klingt erstmal vielversprechend, oder?
Das Auspacken selbst war dann recht unspektakulär. Ein Ziehband, dann ließ sich der Karton aufklappen. Innen fand ich neben der Weste selbst einige Accessoires. Da war ein Stromadapter, der praktischerweise gleich mit EU-Aufsatz kam – das ist nicht immer selbstverständlich und ein kleiner Pluspunkt. Dazu gesellten sich ein Audio-Klinkensteckerkabel und ein USB-C-Kabel. Aufkleber mit Rabattcodes und die obligatorische Bedienungsanleitung durften natürlich auch nicht fehlen, die sogleich darauf hinwies: Ein Firmware-Update ist zwingend erforderlich. Das ist schon mal eine wichtige Information, die man nicht übersehen sollte, bevor man loslegen will.
Der erste Eindruck: Haptik und Design
Die Vuja West 4 selbst fühlte sich auf den ersten Blick gut an. Sie ist robust gebaut und hat ein gewisses Gewicht. Der Stoff wirkt solide, und die Form erinnert tatsächlich an einen Rucksack. Überall sind kleine „Bassboxen“ – so würde ich sie am ehesten beschreiben – eingelassen, die für die Vibrationen zuständig sein sollen. Ladeanschluss, USB Audio-Eingang und Kopfhöreranschluss fand ich schnell. Auch die Knöpfe für Bluetooth und die Steuerung waren schnell ausgemacht, wenn auch anfangs etwas versteckt. Insgesamt machte sie optisch und haptisch einen passablen ersten Eindruck. Doch wie sich schnell herausstellen sollte, kommt es nicht nur auf Äußerlichkeiten an.
Einrichtung der Vuja West 4: Wenig intuitiv?
Die Einrichtung der Vuja West 4 beginnt mit der Installation der zugehörigen App auf dem Smartphone. Egal ob Android oder iOS, die App ist in den gängigen Stores verfügbar. Nach dem Start fragt sie typischerweise nach Zugriffsrechten für Standort und Geräte in der Nähe – absolut notwendig, damit die Weste überhaupt gefunden werden kann. Nach der Eingabe einiger persönlicher Daten kam der Hinweis auf das Firmware-Update. Das ist heutzutage Standard und macht auch Sinn, um die neueste Funktionalität und eventuelle Verbesserungen zu erhalten. Der Update-Prozess lief reibungslos, was schon mal ein kleiner Pluspunkt ist.
Anschließend folgt der Kopplungsmodus, bei dem man die Weste per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet. Auch das ging bei mir ohne Probleme. Sobald alles erfolgreich verbunden war, führte mich die App durch ein kurzes Tutorial. Hier wurde mir gezeigt, wie man die Weste richtig anlegt und – und das war schon interessant – ich bekam erste „Rumble-Effekte“ zu spüren, anhand von Action-Szenen aus Filmen. Da dachte ich noch: „Okay, das könnte doch was werden!“
In der App selbst lassen sich danach einige Einstellungen vornehmen. Man sieht den Akkustand, kann die Latenzeinstellung anpassen (falls es zu Verzögerungen kommt) und die angeschlossene Quelle oder das Ausgabegerät überprüfen. Lautstärke und Intensität der Haptik lassen sich hier ebenfalls regeln, wobei das auch direkt an der Weste möglich ist. In den erweiterten Einstellungen gibt es noch feinere Möglichkeiten, mit der Latenz zu spielen. Soweit, so gut. Die Einrichtung war, abgesehen vom notwendigen Firmware-Update, relativ unkompliziert.
Das Anlegen und die Verkabelung: Ein Hindernisparcours in VR?
Die Vuja West 4 ist so konzipiert, dass man sie wie einen Rucksack anzieht. Das ist bequem und geht schnell. Man schließt sie oben und unten, zieht dann die Bänder fest, damit sie gut am Körper anliegt und die Motoren – oder eben diese „Bassboxen“ – überall Kontakt haben. Dann drückt man den Power-Knopf, und schon ist sie einsatzbereit.
Hier fangen aber die Probleme an, speziell im Kontext von VR. Mit dem Handy ist es noch relativ einfach: Bluetooth verbinden, und schon hat man die Haptik. Aber Vorsicht: Der Sound kommt dann nicht mehr aus dem Handy, sondern man muss zwingend Kopfhörer benutzen, die an die Weste angeschlossen werden. Bei mir hat das mit meinen Razer Hammerhead Bluetooth-Kopfhörern, die eigentlich auch „Made for Meta“ sind, überhaupt nicht funktioniert. Sie ließen sich einfach nicht verbinden. Also musste ich auf kabelgebundene Kopfhörer umsteigen, was für mich persönlich kein Problem ist, da ich eh ein Fan davon bin.
Die wahre Ernüchterung kam aber, als ich die Weste mit meiner VR-Brille verbinden wollte. Die Quest gibt den Sound nicht gleichzeitig über ihre eigenen Lautsprecher und die Weste aus. Man *muss* das mitgelieferte Audiokabel nutzen: Ein Ende in die Weste, das andere in die Quest. Das führt zu einem ziemlichen Kabelwirrwarr, besonders wenn man, wie ich, eine Quest 2 oder 3 nutzt, deren Audioausgang rechts sitzt, während der Eingang der Weste links ist. Das Kabel baumelt dann quer über den Körper, und das ist beim Handtracking oder beim Hantieren mit den Controllern einfach nur nervig und störend. Wenn ein Produkt schon mit „Made for Meta“ wirbt, erwarte ich, dass solche Details durchdacht sind und es vielleicht Anschlüsse auf beiden Seiten gibt, um das Kabelmanagement zu optimieren. Das ist hier leider überhaupt nicht der Fall und fühlt sich schon sehr nach einem Designfehler an. Für ein VR-Erlebnis, das auf Freiheit und Immersion setzt, ist das ein echter Rückschritt.
Praxistest ohne VR: Filme & Musik – Lohnt sich das Schütteln?
Bevor ich die Vuja West 4 in die Tiefen der Virtual Reality entführte, wollte ich natürlich wissen, wie sie sich bei alltäglicheren Medien schlägt: Filme und Musik. Ich habe das Mikrofon extra in der Hand gehalten, um die Vibrationen nicht mit aufzuzeichnen – ihr sollt ja meine ehrliche Meinung hören und nicht nur ein Brummen.
Ich startete eine actiongeladene Filmszene mit viel Geballer und Explosionen. Die Weste reagierte sofort, und ja, sie vibrierte. Wenn viel passierte, vibrierte sie stärker; bei ruhigeren Szenen weniger intensiv. Man kann die Intensität und Lautstärke an der Weste selbst einstellen, und wenn ich sie auf volle Pulle drehte, dann knallte das richtig rein. Ich habe das Mikrofon sogar mal an die Weste gehalten, in der Hoffnung, dass ihr das Brummen vielleicht hören könntet. Der Druck ist definitiv da, man spürt es am ganzen Körper – auch hinten am Rücken und an den Seiten, wo die Module sitzen.
Aber ist das wirklich das, was man sich unter „Immersion“ vorstellt? Wenn ich ganz ehrlich bin: Es war einfach nur ein rumvibrieren. Egal ob Schüsse von links oder rechts kamen, ob es eine Explosion war oder einfach nur jemand rannte – die Weste vibrierte einfach. Es gab keine Präzision, keine Richtung, keine differenzierten Effekte. Es fühlte sich an, als säße ich auf einem Vibrationsstuhl, der fast die ganze Zeit brummt, nur eben am Körper. Mir fehlte die Relation zum Filmgeschehen, die subtilen Nuancen. Der Hauptkritikpunkt hier ist und bleibt: Die audiobasierte Haptik reagiert eben nur auf Sound. Und das ist für eine anspruchsvolle Wiedergabe einfach zu wenig.
Musikgenuss mit der Vuja West 4?
Bei Musik war das Ergebnis ähnlich. Klar, wenn ich Techno mit viel Bass hörte, dann hat es gebummt und gedrückt. Der Bass kam wirklich druckvoll rüber. Aber die Frage ist: Will ich wirklich zu Hause auf der Couch sitzen, Musik hören und dabei eine haptische Weste VR tragen? Ich glaube nicht. Vielleicht gibt es Enthusiasten, die genau das suchen, aber für mich persönlich ist das keine Anwendung, die ich regelmäßig nutzen würde. Beim Film wäre es vielleicht noch eher denkbar, aber auch da würde ich im Alltag wohl eher darauf verzichten. Letztendlich landete ich immer wieder bei dem Gedanken: Das Ding müsste doch in VR glänzen, oder?
Vuja West 4 im VR-Gaming: Arizona Sunshine 2 & Co. – Die Ernüchterung
Hier liegt für mich der eigentliche Prüfstein für jede haptische Weste VR. Ich bin begeisterter VR-Gamer, und hier muss ein solches Zubehör seinen Mehrwert beweisen. Also rein ins Getümmel, Arizona Sunshine 2 gestartet, und die Erwartungen waren trotz der Erfahrungen mit Filmen und Musik noch da. Vielleicht würde es im Spiel anders sein?
Mein Erlebnis im Spiel: Wenn der Generator mehr Aufmerksamkeit bekommt als die Zombies
Schon im Hauptmenü von Arizona Sunshine 2 ging das Brummen los. Warum? Weil im Hintergrund ein subtiler, grummelnder Sound läuft, und die Weste, die eben rein audiobasierte Haptik bietet, reagiert darauf. Das ist schon mal nervig, wenn man eigentlich noch gar nicht im Spiel ist. Im Spiel selbst dann das nächste Problem: Wenn ich in die Nähe eines Generators kam, vibrierte die Weste stark. Die Vibrationen des Generators spüre ich aber in der Realität auch nicht am ganzen Körper, wenn ich daneben stehe. Es war einfach völlig sinnlos und störte die Immersion, anstatt sie zu fördern.
Ich habe mich von Zombies treffen lassen, habe geschossen – und immer das gleiche Bild: Die gesamte Weste vibrierte. Es gab keinen Unterschied, ob mich ein Zombie von hinten packte, ob ich einen Schuss abgab oder ob eine Explosion passierte. Die Weste reagierte auf jeden lauten Sound, aber ohne jegliche Präzision oder Richtung. Es gab keinen Rückstoß auf der rechten Seite, wenn ich schoss, keine gezielte Erschütterung, wenn ich getroffen wurde. Das ist ein riesiger Unterschied zu anderen haptischen Westen, die ich kenne, die genau solche differenzierten und positionsbasierten Effekte liefern können. Dieses ständige, undifferenzierte Vibrieren hatte keinerlei spielerischen Vorteil oder Mehrwert. Im Gegenteil, es fühlte sich eher willkürlich und störend an.
Fehlende Präzision und Steuerung: Ein Kernproblem der Vuja West 4
Die größte Schwäche der Vuja West 4 ist ihre rein audiobasierte Haptik. Sie hört sich den Sound an und wandelt ihn in Vibrationen um. Das mag bei einem kräftigen Bass in der Musik noch halbwegs funktionieren, aber in einem komplexen VR-Spiel mit vielfältigen Soundkulissen ist das absolut unzureichend. Es gibt keine Steuerung durch das Spiel, keine API, die spezifische Haptik-Effekte an bestimmten Stellen der Weste auslösen könnte. Dadurch fehlt jegliche Präzision und Tiefe.
Wenn ich die Augen schließe und eine andere, moderne haptische Weste trage, kann ich oft erkennen, ob ich getroffen wurde, woher der Schuss kam oder wie sich der Rückstoß einer Waffe anfühlt. Bei der Vuja West 4 war das unmöglich. Es war immer nur ein allgemeines Brummen, das keinerlei Rückschlüsse auf das Spielgeschehen zuließ. Für uns VR-Gamer, die ein echtes, immersives Erlebnis suchen, ist das schlichtweg nutzlos. Ich möchte nicht den Generator spüren, sondern die Zombies, die mich umzingeln, oder den Rückstoß meiner Waffe. Und genau das liefert die Vuja West 4 leider nicht.
Die Nachteile im Detail: Was mich wirklich stört
Nach meinen ausführlichen Tests kristallisieren sich einige klare Nachteile der Vuja West 4 heraus, die für mich entscheidend sind:
Die reine Audio-Reaktion: Warum das in VR nicht funktioniert
Ich habe es schon oft erwähnt, aber es ist der Kern des Problems: Die Weste reagiert ausschließlich auf Audiosignale. Das bedeutet, es gibt keine gezielte Haptik, keine vom Spiel gesteuerten Effekte, die ein echtes Gefühl von Immersion vermitteln könnten. Stattdessen vibriert die gesamte Weste und vermittelt nur ein Gefühl von allgemeiner Erschütterung. Wenn ich in Arizona Sunshine 2 ein Monster von hinten spüre, vibriert alles. Wenn ich schieße, vibriert alles. Das ist einfach nicht das, was wir uns unter fortschrittlicher VR Haptik vorstellen.
Ein weiterer Aspekt der rein audiobasierten Haptik: Ihr müsst die Musik in den Spielen am besten ganz ausschalten oder zumindest auf ein Minimum reduzieren. Sonst habt ihr, wie schon im Hauptmenü von Arizona Sunshine 2 erlebt, ein Dauer-Rumble, das schnell nervt. Für viele ist die Spielmusik aber ein wichtiger Teil der Atmosphäre, und sich davon verabschieden zu müssen, ist ein klarer Nachteil.
Zwang zu Kopfhörern und Kabelwirrwarr in VR
Das ist ein Punkt, der mich besonders stört. Ich hasse Kopfhörer, besonders in VR, wo ich mich frei bewegen möchte. Aber die Vuja West 4 zwingt mich dazu. Die Audioquelle muss an die Weste angeschlossen werden, und das bedeutet, dass die Lautsprecher meiner Quest stumm bleiben. Hinzu kommt das umständliche Kabelmanagement in VR: Das Kabel, das von der Quest zur Weste führt, kreuzt den Körper und stört die Bewegungsfreiheit. Für ein System, das angeblich „Made for Meta“ ist, ist das eine inakzeptable Designentscheidung.
Subjektive Tragekomfort-Erfahrung: Nicht für jeden gemacht
Ich persönlich finde die Weste bequem. Ich konnte sie stundenlang tragen, ohne zu schwitzen oder mich unwohl zu fühlen. Sie ist gut geschnitten für meinen Körperbau. Aber ich habe in Meta-Gruppen mit anderen Nutzern gesprochen, und da gab es andere Meinungen. Einige, die schlanker sind als ich, berichteten, dass die Weste hinten am Rücken gar keinen Kontakt hatte. Das zeigt, dass der Tragekomfort sehr individuell ist und nicht jeder damit glücklich wird. Das ist ein wichtiger Punkt, den man bedenken sollte, da eine Weste, die nicht richtig sitzt, ihre haptischen Effekte auch nicht optimal übertragen kann.
Lautstärke und „Made for Meta“-Marketing: Irreführend?
Die Weste selbst ist bei starken Vibrationen durchaus laut. Wenn jemand neben euch sitzt, wird er das Brummen hören. Das ist nicht unbedingt störend für den Träger selbst (man hat ja Kopfhörer auf), aber für andere im Raum kann es das durchaus sein.
Was mich am meisten irritiert, ist der Aufdruck „Made for Meta“. Was genau soll das bedeuten? Ich sehe keine spezifische Anpassung, die der Quest zugutekommen würde. Im Gegenteil, die Kabelverbindung ist unpraktisch. Wenn es wenigstens eine nahtlose drahtlose Integration gäbe, die die Quest-Lautsprecher nutzen könnte, dann ja. Aber so? Es wirkt eher wie ein Marketinggag, der nicht durch funktionelle Vorteile untermauert wird.
Vorteile der Vuja West 4: Lichtblicke in der Enttäuschung?
Trotz meiner überwiegend negativen Erfahrungen gibt es ein paar Aspekte, die man der Vuja West 4 zugutehalten kann, auch wenn sie das Gesamtbild nicht wesentlich verbessern:
Einfache Einrichtung (trotz kleiner Hürden)
Die Installation der App und das Koppeln per Bluetooth oder Kabel sind grundsätzlich unkompliziert. Das Firmware-Update läuft automatisiert ab, und die ersten Schritte werden in der App gut erklärt. Wer sich an die Kabelverbindung hält, hat auch keine Probleme mit der Latenz, was positiv ist. Dies ist ein Aspekt, der für Nutzer, die schnell loslegen wollen, durchaus attraktiv sein könnte.
Musikspiele als Nischenanwendung?
Wenn es eine Anwendung gibt, bei der die Vuja West 4 vielleicht noch Sinn macht, dann sind das Musikspiele in VR, wie beispielsweise Beat Saber. Hier kommt es wirklich auf den Bass an, und die Richtung der Haptik ist weniger wichtig. Der druckvolle Bass, den die Weste erzeugen kann, macht in solchen Spielen tatsächlich Spaß und kann das Rhythmusgefühl verstärken. Es ist eine Nische, aber hier könnte die rein audiobasierte Haptik ihren Zweck erfüllen, da die mangelnde Präzision weniger ins Gewicht fällt.
Mein persönliches Fazit zur Vuja West 4: Eine vertane Chance?
Nach all den Tests und meiner persönlichen Erfahrung muss ich ganz klar sagen: Die Vuja West 4 hat mich enttäuscht. Ich bin nicht begeistert, das habt ihr sicher schon gemerkt. Im Vergleich zu anderen haptischen Westen, die ich euch schon auf VoodooDE VR gezeigt habe und die eine echte NiV-Unterstützung (Non-Intrusive-Vibration) bieten, ist diese Weste in allen Belangen unterlegen. Sie bietet, wie so oft betont, nur eine reine audiobasierte Haptik. Es ist im Prinzip nur ein unkontrolliertes Vibrieren, das auf Geräusche reagiert.
Für uns VR-Gamer, die immersive Erlebnisse suchen, ist das einfach nicht genug. Ich möchte spüren, wenn ein Zombie mich von hinten angreift, nicht, dass die gesamte Weste brummt, nur weil im Spiel ein Generator läuft. Ich möchte einen präzisen Rückstoß meiner Waffe fühlen, nicht eine diffuse Vibration am ganzen Körper. Dieser Mangel an Steuerung und Präzision ist für mich ein absolutes Ausschlusskriterium im VR-Gaming. Die fehlende Möglichkeit, die internen Quest-Lautsprecher zu nutzen, und das daraus resultierende Kabelwirrwarr sind weitere Punkte, die das Erlebnis negativ beeinflussen.
Der Preis von fast 400 Euro steht in keinem Verhältnis zu dem, was die Vuja West 4 leisten kann. Für diesen Betrag gibt es auf dem Markt deutlich bessere Optionen im Bereich der VR Haptik und des VR Gaming Zubehörs, die ein viel immersiveres und präziseres Feedback liefern. Wenn die Weste 150 Euro kosten würde, könnte ich vielleicht noch sagen: „Okay, für ein bisschen Bass-Rumble bei Musik oder Filmen ist das ganz nett.“ Aber für 400 Euro erwarte ich einfach mehr als nur ein „Vibrationsstuhl für den Körper.“
Ich kann die Vuja West 4 aus voller Überzeugung nicht empfehlen, insbesondere nicht für VR-Spieler. Es ist ein Produkt, das die hohen Erwartungen, die der Preis und das Marketing schüren, in keiner Weise erfüllen kann. Es ist wirklich Mumpitz, wie ich es gerne nenne. Es ist mir ein Rätsel, für wen dieses Produkt in dieser Form gedacht ist. Ich bleibe dabei: Sucht ihr echte VR Haptik für eure Spiele, gibt es bessere Alternativen.
Was denkt ihr über haptische Westen in VR? Habt ihr selbst Erfahrungen mit verschiedenen Modellen gemacht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Diskussionen. Und falls ihr gerade auf der Suche nach neuen Spielen für eure Quest seid, denkt daran: Mit dem Coupon Code VOODOODE spart ihr 10% auf alle Meta Quest Spiele. Das ist doch schon mal eine gute Sache, oder?
Danke, dass ihr meine ehrliche Meinung schätzt. Wir sehen uns beim nächsten Mal in der virtuellen Realität!