Ihr kennt das sicher: Man ist unterwegs, im Zug, im Flugzeug oder einfach nur gemütlich im Bett und würde gerne den neuesten Blockbuster oder die Lieblingsserie auf einer richtig großen Leinwand genießen. Aber eine VR-Brille? Oft zu klobig, zu auffällig, manchmal auch einfach zu umständlich für „nur“ Filme. Genau diese Frage – welche Brille ist die beste für Filme? – hat mich immer wieder beschäftigt. Und jetzt habe ich vielleicht eine spannende Antwort darauf gefunden, die ich unbedingt mit euch teilen möchte.
Ich spreche von der Rocket Max in Kombination mit der Rocket Station. Als ich dieses Set zum ersten Mal in den Händen hielt, war meine Neugier sofort geweckt. Ein mobiles Kino, das man überallhin mitnehmen kann? Das klang fast zu gut, um wahr zu sein. Ist es das wirklich? Genau das habe ich für euch auf Herz und Nieren geprüft und meine Erfahrungen gesammelt. Schnallt euch an, denn ich nehme euch mit auf meine persönliche Testreise in die Welt des mobilen VR-Kinos!
Der erste Eindruck: Unboxing und mein erster Blick auf die Rocket Max und Rocket Station
Wie ihr es von mir kennt, beginnt so ein Test natürlich immer mit dem Auspacken. Und schon hier habe ich gemerkt: Das ist keine Allerwelts-Hardware. Die Verpackungen der Rocket Max und der Rocket Station wirkten schon sehr schick und hochwertig. Für mich ist das immer ein gutes Zeichen, denn es deutet darauf hin, dass man sich Gedanken um das gesamte Produkterlebnis gemacht hat.
Das Rocket Hub und Android TV: Kleine Helfer für große Unterhaltung
Zuerst kam das Rocket Hub zum Vorschein. Ein kleines, fast knuffiges Teil mit USB-C-Anschluss. Meine erste Vermutung war, dass es für die Konnektivität mit Smartphones gedacht ist – und das hat sich später auch bestätigt. Es ist ein cleveres kleines Zubehör, das die Nutzung noch flexibler macht. Dann habe ich die Schachtel mit Android TV geöffnet, und darin fand ich die Fernbedienung. Ich muss zugeben, Android TV war für mich Neuland. Ich hatte es bisher noch nie wirklich benutzt, geschweige denn in Deutschland als weit verbreitet wahrgenommen. Aber hey, ich liebe es, Neues auszuprobieren, und war gespannt, was mich erwartet.
Die Rocket Station: Das Herzstück meines mobilen Kinos
Dann wurde es spannend: Die Rocket Station. Schon beim Herausnehmen fiel mir auf, wie hochwertig sich dieses Gerät anfühlt. Die Verarbeitungsqualität ist wirklich erstklassig. Ich habe direkt die verschiedenen Anschlüsse inspiziert: HDMI, USB-C – da wird die Konnektivität großgeschrieben. Die Knöpfe auf der Station fühlen sich ebenfalls sehr gut an und ich konnte mir vorstellen, dass sie intuitiv zu bedienen sein würden. Lautstärke, Ein-/Ausschalten, Navigation – alles schien direkt erreichbar. Ein Mini DisplayPort oder Mini HDMI? Das musste ich später noch genauer herausfinden, aber die individuellen Anschlüsse zeigten, dass hier ein durchdachtes System vor mir lag. Das ist für mich als Tech-Enthusiast immer ein Pluspunkt, wenn Produkte nicht nur funktionieren, sondern auch ästhetisch und haptisch überzeugen.
Die Rocket Max: Klein, leicht und voller Überraschungen
Und dann kam der absolute Star der Show: Die Rocket Max. Modellnummer RA201 für die Detailverliebten unter euch. Schon das Öffnen der Verpackung war eine kleine Herausforderung – dieses Vakuum! Aber dann: Eine wirklich schicke Tasche kam zum Vorschein, und darunter das gute Stück. Meine Güte, diese Brille ist federleicht! Ich war wirklich erstaunt. Gefühlsmäßig noch leichter als die Bigscreen Beyond, und das will was heißen. Dazu gab es noch das passende USB-C-Kabel und diverse Nasenpads – ein Zeichen dafür, dass man an unterschiedliche Gesichtsformen gedacht hat, was ich immer begrüße.
Als ich die Rocket Max das erste Mal aufsetzte, habe ich sofort die Leichtigkeit gespürt. Sie sitzt kaum spürbar auf der Nase. Mein erster Gedanke zum Sichtfeld war, dass es nicht riesig sein würde, da ich noch viel von meiner Umgebung wahrnehmen konnte. Aber bei Brillen dieser Art ist das auch völlig normal. Was mich aber besonders faszinierte, waren die kleinen Details: Die Dioptrien-Einstellung oben, das vermutliche Mikrofon, die Sound-Slots, der USB-C-Anschluss. Das alles wirkte extrem durchdacht und ich war gespannt, wie sich das alles in der Praxis schlagen würde. Kurz gesagt: Der erste Eindruck war absolut positiv und hat meine Erwartungen übertroffen, gerade was die Haptik und das Gewicht angeht.
Design, Komfort und Gewicht: Passt das mobile Kino zu mir?
Nach dem Unboxing und dem ersten Aufsetzen ging es natürlich ans Eingemachte: Wie schlägt sich die Rocket Max im Alltag?
Mein Fazit zum Design: Unauffällig und elegant unterwegs
Vom Design her finde ich die Rocket Max sehr, sehr gelungen. Sie sieht aus wie eine stylische Sonnenbrille, und genau das ist für mich ein entscheidender Faktor. Ich meine, mal ehrlich: Würdest du im Bus oder im Flugzeug lieber mit einer klobigen VR-Brille sitzen, die dich komplett von der Außenwelt abschirmt und die Blicke auf sich zieht? Oder doch lieber mit einer Brille, die zwar auffällt, aber nicht so extrem ins Auge sticht und ein wesentlich unauffälligeres Bild abgibt? Für mich ist die Antwort klar. Das silber-schwarze Design gefällt mir extrem gut und wirkt in Kombination mit der Rocket Station sehr harmonisch. Hier hat der Hersteller einen wirklich guten Job gemacht, Ästhetik und Funktionalität zu verbinden.
Tragekomfort und Gewicht: Leichte Abdrücke, großer Genuss
Der Komfort ist immer eine sehr individuelle Sache, da er stark von der Kopfform abhängt. Die Rocket Max wiegt tatsächlich nur unglaubliche 80 Gramm – das ist wirklich nichts! Du spürst sie kaum auf dem Kopf. Aber ich habe schnell gemerkt, dass das Bild bei mir, wenn ich sie einfach so aus der Packung aufgesetzt habe, etwas zu hoch war. Ich musste die Bügel ein wenig nach unten drücken, um den Sweet Spot zu finden. Das ist ein kleiner Aufwand, aber wenn man den Dreh raus hat, sitzt sie gut.
Natürlich hinterlässt die Brille nach längerer Nutzung Abdrücke auf der Nase. Das ist aber ein Phänomen, das ich von so gut wie jeder Brille, ob VR oder AR, kenne. Ich habe die Rocket Max wirklich ausgiebig getestet und auch mal zwei, drei Stunden am Stück Filme damit geschaut. Und ich muss sagen: Das ist absolut in Ordnung. Klar, man spürt sie, aber es ist kein störender Schmerz. Der Tragekomfort ist für mich trotz der kleinen Anpassungsmöglichkeiten sehr gut und definitiv für längere Sessions geeignet. Und das geringe Gewicht trägt maßgeblich dazu bei, dass man sie kaum wahrnimmt. Wobei ich hier natürlich die Rocket Station als externes Gerät in der Hosentasche oder neben mir liegen hatte, die nicht mit zum Gewicht der Brille gezählt wird. Aber das ist ein kleiner Preis für die enorme Flexibilität, die man dafür bekommt.
Das Setup: Einfacher als gedacht, aber mit kleinen Hürden
Am Anfang dachte ich, es wäre einfach: Rocket Max ans Handy stecken, und los geht’s. Aber nein, so simpel war es dann doch nicht ganz, zumindest nicht mit meinen Smartphones.
Smartphone-Kompatibilität: Warum die Rocket Station unverzichtbar ist
Die Rocket Max benötigt für den direkten Anschluss an ein Smartphone einen sogenannten „Display Output“ oder „TV-Output“ vom Handy. Und hier kam die Ernüchterung: Mein Google Pixel Fold, mein Pixel 7 Pro, ein älteres Samsung-Modell und selbst mein iPhone 13 samt iPad – keines davon war kompatibel. Das ist natürlich schade und meiner Meinung nach ein Punkt, der die direkte Nutzung mit vielen gängigen Smartphones erschwert. Es gibt zwar eine Kompatibilitätsliste, aber meine Erfahrung zeigt, dass die meisten gängigen Handys eben diesen speziellen Output nicht haben.
Genau hier kommt aber die Rocket Station ins Spiel – und sie macht das Set erst wirklich wertvoll. Sie ist quasi das Gehirn und die Stromquelle für dein mobiles Kino und löst das Kompatibilitätsproblem elegant.
Android TV einrichten: Dein personalisiertes Entertainment-Center
Das Einrichten von Android TV über die Rocket Station war überraschend unkompliziert. Zuerst lädt man die Station auf – ein praktischer Nebeneffekt ist, dass man sie sogar während der Nutzung laden kann. Dann steckt man das DisplayPort-Kabel in die Brille, schaltet die Station ein, und schon geht’s los mit der Android TV-Einrichtung direkt in der Brille.
Der Entwickler empfiehlt, für die einmalige Einrichtung die mitgelieferte Android TV-Fernbedienung zu verwenden. Das habe ich auch gemacht, um meinen Google Account einzurichten. Hier kann man dann den App Store nutzen, Apps herunterladen und den Google Assistant aktivieren, um später alles per Stimme zu steuern – was ich persönlich sehr cool finde. Man kann aber auch einfach die Rocket Station als Controller verwenden, um durch die Menüs zu navigieren, YouTube zu öffnen, Amazon Prime zu starten und all die anderen Entertainment-Optionen zu nutzen, die Android TV bietet. Nachdem der Google Account eingerichtet ist, hat man im Prinzip ein voll funktionsfähiges, mobiles Entertainment-Center vor sich. Das ist wirklich genial gelöst, auch wenn der erste Schritt über die Fernbedienung nötig ist.
Konsolen und Steam Deck: Dein Riesenmonitor für alles
Die Rocket Max ist aber nicht nur für Filme oder Android TV geeignet. Du kannst sie auch an deine Playstation 5 oder Nintendo Switch anschließen. Dazu brauchst du einen HDMI-zu-USB-C-Adapter, den ich leider nicht zur Hand hatte. Aber das Prinzip ist klar: Die Brille dient hier als externer Monitor, der dir das Bild deiner Konsole auf eine gigantische virtuelle Leinwand zaubert. Wichtig ist hier zu verstehen: Das ist kein VR-Gaming im eigentlichen Sinne, sondern einfach ein riesiger Bildschirm, der dir das normale Spielgeschehen anzeigt.
Das Gleiche gilt für das Steam Deck: Absolut kompatibel und verwandelt die kleine Handheld-Konsole in ein großformatiges Spielerlebnis. Das ist für mich eine echte Bereicherung, wenn ich unterwegs bin und nicht nur Filme schauen, sondern auch ein paar Runden auf dem Steam Deck zocken möchte – und das auf einer wirklich immersiven Leinwand. Das Setup ist, wenn man einmal weiß, wie es geht, ultra-schnell und sehr einfach. Kabel reinstecken, als Monitor erkennen lassen, fertig.
Display, Linsen und Sichtfeld: Die Leinwand in Hosentaschengröße
Kommen wir zu einem der wichtigsten Aspekte, wenn es um ein mobiles Kino geht: das Display und die Linsen. Schließlich wollen wir ja Filme in bestmöglicher Qualität genießen.
Die Auflösung und OLED-Qualität: Ein Fest für die Augen
Die Rocket Max bietet eine Full HD-Auflösung von 1920 x 1080p pro Auge. Das klingt auf den ersten Blick vielleicht nicht nach viel, vor allem im Vergleich zu High-End-VR-Brillen. Aber hier kommt der Clou: Da es sich um ein Micro-OLED-Display handelt, das sehr nah am Auge ist und eine unglaublich hohe Pixeldichte aufweist, sieht das Bild absolut fantastisch aus! Ich war wirklich baff. Die Farben sind brillant, die Schwarzwerte sind dank OLED-Technologie phänomenal tief und der Kontrast ist beeindruckend.
Ich habe direkt ein hochauflösendes YouTube-Video gestartet und dachte nur: „Wow!“ Ich habe tatsächlich noch nie ein so klares und qualitativ hochwertiges Display in einer AR- oder auch VR-Brille dieser Größe gesehen. Filme damit zu schauen ist ein absoluter Genuss. Die angegebene Spitzenhelligkeit von 600 Nits sorgt dafür, dass man auch bei helleren Umgebungsbedingungen gut sehen kann. Und für wirklich sonnige Tage gibt es ein mitgeliefertes Cover, das man einfach vorne auf die Brille stecken kann, um die Immersion zu maximieren und störendes Umgebungslicht komplett auszublenden. Ohne dieses Cover ist die Brille halbdurchsichtig, was ich persönlich auch sehr mag, da man die Umgebung noch wahrnehmen kann – ideal, wenn man nicht komplett abgeschottet sein möchte. Die Linsen sind ebenfalls top: Keine Verzerrungen, keine Unschärfen, einfach ein klares, scharfes Bild.
Das Sichtfeld: Ein virtueller Riesenfernseher in AR
Das Sichtfeld (Field of View, FOV) der Rocket Max wird mit 50 Grad angegeben. Wenn ich diese Zahl bei einer normalen VR-Brille hören würde, würde ich wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber für den Einsatzzweck als mobiles Kino ist das absolut perfekt! Ich habe es getestet: Ich hatte meinen echten Fernseher im Hintergrund laufen, setzte die Rocket Max auf und war verblüfft. Das virtuelle Bild, das ich sah, entsprach der Größe eines riesigen Fernsehers, der direkt vor mir schwebte. Es ist nicht so, dass das Bild am Rand einfach abgeschnitten ist; es fühlt sich tatsächlich an, als würde man auf eine riesige Leinwand in einem virtuellen Raum schauen. Für Filme ist das mehr als ausreichend und bietet ein sehr immersives Gefühl, ohne dass man das Gefühl hat, in einem Schlauch zu stecken. Dieses Zusammenspiel aus OLED-Qualität, Schärfe und dem wahrgenommenen großen Bild macht das Filmeschauen zu einem echten Erlebnis.
Controller und Steuerung: Casual Gaming für zwischendurch
Da es sich um kein VR-Headset mit Positions-Tracking handelt, gibt es natürlich keine getrackten Controller im klassischen Sinne. Die Steuerung erfolgt über die Rocket Station, die du bequem in der Hand hältst. Und ich muss sagen, das funktioniert erstaunlich gut! Die Knöpfe für Zurück, Hauptmenü, App-Übersicht und Systemeinstellungen sind intuitiv platziert und leicht zu erreichen.
Ich war überrascht, wie gut man damit auch kleine Casual Games zocken kann. Im App Store von Android TV gibt es einige davon, und ich konnte beispielsweise ein einfaches Autorennen mit Links/Rechts-Steuerung und Bremsen problemlos spielen. Es ist natürlich kein Half-Life: Alyx oder ein FIFA, aber für eine kurze Runde zwischendurch im Bus oder Flugzeug ist das wirklich eine nette Ergänzung zum Filmeschauen. Für diejenigen unter euch, die noch mehr Kontrolle wünschen, gibt es die Möglichkeit, einen Bluetooth Game Controller zu verbinden. Das habe ich in den Einstellungen entdeckt und finde es genial. So kannst du, falls du einen passenden Controller dabei hast, auch komplexere Mobile Games auf deiner riesigen virtuellen Leinwand genießen. Die Steuerung ist also vielseitiger, als ich zuerst dachte, und definitiv ein Pluspunkt für Gelegenheitsspieler.
Tracking: Achtung, es ist kein Augmented Reality im klassischen Sinne!
Hier muss ich mit einem Missverständnis aufräumen, das auch ich am Anfang hatte und das durch die Bezeichnung „Augmented Reality Brille“ vielleicht entsteht. Die Rocket Max hat kein Tracking im Sinne von HoloLens oder XREAL (ehemals Nreal). Das bedeutet: Der Bildschirm schwebt nicht fest im Raum, wenn du dich umsiehst. Er ist immer direkt vor deinen Augen, egal wohin du den Kopf bewegst – er „klebt“ quasi an deinem Blickfeld. Es gibt kein 3 Degrees of Freedom (3DoF) oder gar 6 Degrees of Freedom (6DoF) Tracking.
Für mich war das am Anfang eine kleine Ernüchterung, weil ich bei AR sofort an Dinge dachte, die ich im Raum anpinnen kann und die dort bleiben. Aber ich muss ganz klar sagen: Wenn man diesen Punkt verstanden hat, dann ist es absolut kein Problem mehr. Im Gegenteil, für den Einsatzzweck als mobiles Kino ist das sogar von Vorteil. Du willst, dass dein Film oder deine Serie immer perfekt im Blickfeld ist, egal in welcher Position du dich befindest. Es ist eben ein mobiler Monitor, und das macht die Brille hervorragend. Man sollte sie nicht mit einer echten AR-Brille vergleichen, die virtuelle Objekte in die reale Welt projiziert und dort fixiert. Betrachte sie als das, was sie am besten kann: eine riesige, hochqualitative Leinwand, die dich überallhin begleitet.
Brillenträger: Eine durchdachte Lösung
Als jemand, der keine Brille trägt, kann ich das natürlich nicht persönlich testen. Aber ich weiß, dass das Thema für viele von euch extrem wichtig ist. Die Rocket Max ist so konzipiert, dass du darunter keine normale Sehbrille tragen kannst. Das ist bei den meisten kompakten AR/VR-Brillen der Fall.
Aber keine Sorge! Der Hersteller hat eine wirklich gute Lösung gefunden: An beiden Seiten der Brille befinden sich Dioptrien-Rädchen. Diese lassen sich kinderleicht verstellen und decken einen Bereich von 0 bis 6 Dioptrien ab. Das bedeutet, wenn deine Sehstärke in diesem Bereich liegt, kannst du die Brille perfekt auf deine individuellen Bedürfnisse anpassen und deine normale Brille getrost zu Hause lassen. Das ist ein riesiger Komfortgewinn für Brillenträger und macht die Rocket Max für eine breite Zielgruppe zugänglich. Ich finde es toll, wenn solche wichtigen Details von den Herstellern bedacht werden.
Anschlüsse und Konnektivität: Minimalistisch, aber ausreichend
In Sachen Anschlüsse setzt die Rocket Max auf Minimalismus und Funktionalität. Die Brille selbst hat im Grunde nur einen einzigen Anschluss: einen USB-C-Anschluss im Bügel. Hier wird das Kabel zur Rocket Station eingesteckt, die die Brille mit Strom versorgt und die Bildsignale liefert. Das war’s. Kein Audio Out, keine weiteren komplizierten Buchsen. Das macht die Brille schlank und unkompliziert.
Die Rocket Station hingegen ist das zentrale Hub: Sie verfügt über den bereits erwähnten HDMI-Anschluss für externe Geräte und einen USB-C-Port zum Aufladen. Ansonsten bietet die Station natürlich WLAN für Online-Streaming und Bluetooth für die Verbindung mit Controllern oder Headsets. Diese Kombination ist für den Einsatzzweck absolut ausreichend und gewährleistet eine hohe Flexibilität, ohne das System unnötig zu überladen. Weniger ist hier tatsächlich mehr, da es die Handhabung unterwegs enorm vereinfacht.
Soundqualität: Überraschend gut und diskret
Ehrlicherweise hatte ich bei den integrierten Sound-Slots in den Bügeln der Brille keine Wunder erwartet. Oft ist der Sound bei solchen Lösungen eher eine Notlösung. Aber die Rocket Max hat mich hier positiv überrascht! Wenn man die Brille aufsetzt, sind die kleinen Schlitze direkt an den Ohren positioniert, und der Sound ist erstaunlich klar und deutlich. Man kann Filme und Serien wirklich gut verstehen.
Was ich aber noch viel besser finde und was für den mobilen Einsatz entscheidend ist: Der Sound ist für Außenstehende kaum wahrnehmbar. Man hört zwar, dass „etwas“ läuft, aber es ist extrem schwer zu identifizieren, was genau gehört wird oder welche Dialoge im Film gesprochen werden. Das ist genial für Zugfahrten, Flüge oder das gemütliche Schauen im Bett, ohne den Partner zu stören. Du hast deinen persönlichen, diskreten Filmsound, der für dich klar und deutlich ist, aber deine Umgebung nicht belästigt. Das ist ein Punkt, der für mich den Komfortfaktor der Rocket Max enorm erhöht hat.
Akkulaufzeit: Marathon-Filme schauen ohne Ende
Die Akkulaufzeit ist bei mobilen Geräten immer ein heiß diskutiertes Thema. Da ich die Rocket Max primär mit der Rocket Station benutzt habe, beziehe ich mich auf deren Akkulaufzeit. Wenn du die Brille direkt an ein kompatibles Smartphone anschließt, hängt die Dauer natürlich von der Akkuleistung deines Handys ab.
Mit der Rocket Station komme ich auf eine Akkulaufzeit von vier bis fünf Stunden. Das hängt natürlich stark davon ab, was du machst. Beim Zocken von anspruchsvolleren Casual Games geht der Akku schneller zur Neige, aber für das reine Filmeschauen oder das Nutzen von Streaming-Diensten ist diese Dauer absolut ausreichend. Vier bis fünf Stunden – das reicht für die meisten Langstreckenflüge, Zugfahrten oder einfach für einen gemütlichen Filmabend im Bett.
Das Beste daran: Du kannst die Rocket Station während der Nutzung aufladen! Schließ einfach ein USB-C-Kabel an eine Powerbank oder direkt an die Steckdose an, und der Akku lädt sich sogar während des Gebrauchs auf. Das bedeutet: Im Prinzip hast du eine unendlich lange Laufzeit, solange du eine Stromquelle in der Nähe hast. Das ist für mich ein absoluter Game Changer, besonders wenn ich die Brille im Bett verwende. Steckdose neben dem Bett, Kabel rein, und ich kann Filme schauen, bis mir die Augen zufallen – ohne Angst, dass der Akku schlappmacht. Diese Flexibilität ist wirklich vorbildlich gelöst und macht die Rocket Max zu einem echten Dauerläufer.
Preis: Ist das mobile VR Kino seinen Preis wert?
Kommen wir zu einem Punkt, der immer wieder aufkommt: Der Preis. Ich habe das komplette Set, bestehend aus Rocket Max und der Rocket Station, getestet. Wenn man diese Kombination direkt über die Webseite bestellt, liegt der Preis bei 529 US-Dollar plus Steuern, die je nach Land hinzukommen. Das macht dann ungefähr 530 Dollar, die man einplanen sollte, und der Versand dauert in der Regel zwei bis drei Wochen.
Wenn man das Ganze noch erweitern möchte, zum Beispiel mit dem Rocket Hub, das die gleichzeitige Nutzung mit dem Smartphone und Laden ermöglicht, kommen nochmals 37 Dollar hinzu. Für den HDMI-zu-USB-C-Adapter, falls man eine PS5 oder Switch anschließen möchte, sind es weitere 29 Dollar, wobei dieser Adapter oft ausverkauft ist. Insgesamt kommt man so schnell auf rund 600 Dollar plus Steuern für das volle Programm. Die Brille allein, die Rocket Max, kostet 439 Dollar.
Meine ganz klare Empfehlung: Holt euch die Rocket Station dazu! Sie macht das Ganze erst wirklich komplett und wertvoll. Ohne sie ist die Brille in ihrer Kompatibilität stark eingeschränkt und das Potenzial wird nicht ausgeschöpft.
Jetzt kommt oft die Frage: Ist das nicht teuer, für „nur“ einen Bildschirm? Für 300 oder 350 Euro bekomme ich doch eine vollwertige Meta Quest VR Brille. Und ja, das stimmt auf den ersten Blick! Aber hier muss man genau hinschauen: Die Rocket Max ist sauklein, superleicht und extrem handlich. Sie lässt sich nicht mit einer großen, klobigen VR-Brille vergleichen, die für Immersion in virtuellen Welten und interaktives Gaming konzipiert ist. Die Rocket Max ist für bequemes, unauffälliges Filmeschauen und Casual Gaming unterwegs gedacht. Im Bus oder Flugzeug würde ich persönlich lieber die dezente Rocket Max tragen als eine große Quest-Brille – da fühlt man sich einfach wohler und weniger beobachtet. Und mal ehrlich: Ein guter Fernseher kostet auch schnell ein paar hundert Euro. Hier bekommst du einen gigantischen, virtuellen Fernseher, der dich überallhin begleitet.
Dennoch ist der Preis natürlich ein Faktor, den jeder für sich selbst abwägen muss. Es ist eine Investition in portablen, hochqualitativen Entertainment-Genuss. Für alle, die übrigens überlegen, sich eine Meta Quest Brille zuzulegen: Mit meinem Coupon Code „VOODOODE“ spart ihr 10% auf alle Meta Quest Spiele – ein kleiner Tipp von mir, Thomas, falls ihr in diese Richtung schielt!
Abschließendes Fazit: Mein persönlicher Eindruck und für wen die Rocket Max wirklich geeignet ist
Nachdem ich die Rocket Max und die Rocket Station nun ausführlich getestet und jede Menge Filme und Serien damit genossen habe, ist es Zeit für mein abschließendes Fazit. Ich war wirklich positiv überrascht und meine anfängliche Skepsis ist komplett verflogen.
Pro-Seite:
- Hervorragendes Display: Die Micro-OLED-Technologie mit Full HD-Auflösung und brillanten Schwarzwerten ist ein absoluter Traum für Filme. Ich habe noch nie so ein gutes Display in einer so kompakten Brille gesehen.
- Federleichtes Gewicht: Mit nur 80 Gramm ist die Brille kaum auf dem Kopf spürbar und ermöglicht stundenlanges Tragen ohne Ermüdung.
- Intuitive Steuerung: Die Rocket Station ist ein hervorragender Controller, der die Navigation durch Android TV und das Spielen von Casual Games sehr einfach und angenehm macht.
- Perfekt für das Bett: Das fehlende Tracking und das leichte Design machen sie zum idealen Begleiter für das Filmeschauen im Liegen. Kein Druck am Hinterkopf, kein Verrutschen – einfach entspannt genießen.
- Gute Akkulaufzeit und Lademöglichkeit während der Nutzung: Vier bis fünf Stunden Akkulaufzeit sind solide, und die Option, sie während des Betriebs zu laden, ist ein riesiger Vorteil für lange Sessions.
- 3D-Fähigkeit und Offline-Nutzung: Die Möglichkeit, 3D-Filme zu schauen und lokale Dateien abzuspielen, erweitert die Einsatzmöglichkeiten enorm, auch ohne permanente Internetverbindung.
Kontra-Seite:
- Preis: Mit rund 530 bis 600 US-Dollar (plus Steuern) ist das Set keine billige Anschaffung. Man muss sich bewusst sein, dass man hier für Premium-Portabilität und Displayqualität zahlt.
- Fehlendes Tracking: Wer eine klassische AR-Erfahrung mit fest im Raum schwebenden Objekten erwartet, wird hier enttäuscht. Es ist ein brillen-gebundener Monitor, kein Mixed-Reality-Headset.
Für wen ist die Rocket Max geeignet?
Ganz klar: Dieses Set ist für euch, wenn ihr ein mobiles, großes Display sucht. Wenn ihr viel pendelt, oft im Bus, Zug oder Flugzeug unterwegs seid und dort eure Lieblingsserien, Filme oder sogar Casual Games auf einer beeindruckenden Leinwand genießen möchtet. Es ist ideal für Menschen, die nicht wollen, dass jeder ihre Entertainment-Wahl mitbekommt, und die eine diskrete, aber dennoch immersive Lösung bevorzugen. Wenn ihr abends gerne im Bett Filme schaut und euch eine riesige Leinwand vorstellt, ohne ein riesiges VR-Headset auf dem Kopf zu haben, dann ist die Rocket Max euer idealer Begleiter.
Es ist ausdrücklich nicht für diejenigen gedacht, die eine vollwertige VR-Brille suchen, um interaktive Spiele zu zocken oder komplexe Virtual-Reality-Erfahrungen zu machen. Die Rocket Max ist ein Spezialist in ihrem Bereich, und das macht sie verdammt gut. Ich habe gedacht, es wäre „Mumpitz“, aber das ist es ganz und gar nicht. Es ist eine tolle Brille, die genau das hält, was sie verspricht: ein beeindruckendes, mobiles Kinoerlebnis.
Ich bin gespannt auf eure Meinung!
Was haltet ihr von der Idee eines mobilen Kinos wie der Rocket Max? Seht ihr das Potenzial oder bevorzugt ihr doch eher klassische VR-Brillen für eure Filmunterhaltung? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!