Roboquest VR: Eine gelungene Adaption des Roguelite-FPS für Virtual Reality
Roboquest VR wurde als eine nahezu makellose Adaption des bekannten Roguelite-FPS für Virtual Reality bewertet. Das Spiel transformiert das ursprüngliche Erlebnis und integriert es nahtlos in die VR-Umgebung, was zu einem Spielerlebnis führt, das sich oft wie eine native VR-Entwicklung anfühlt.
Kern des Gameplays
Im Kern ist Roboquest VR ein Roguelite-FPS, in dem Spieler die Rolle eines Guardian-Roboters übernehmen. Ziel ist es, feindliche Maschinenwellen zu besiegen und den Weg zu Haven 8 zu bahnen, einer Oase in einer postapokalyptischen Wüstenlandschaft. Das Spielgeschehen ist schnell und zeichnet sich durch eine hohe Vertikalität aus. Parkour-Elemente, wie das Springen auf Grind-Rails und die Nutzung von Doppelsprüngen, sind entscheidend, insbesondere in fortgeschrittenen Phasen und bei Bosskämpfen.
VR-spezifische Anpassungen
Die Entwickler von Flat2VR Studios haben erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Mechaniken des Originals an VR anzupassen. Dazu gehören:
- Waffenhandling: Bögen erfordern das manuelle Einlegen von Pfeilen. Wurfwaffen wie Tomahawks oder Kunai werden durch gezielte Schwünge ausgelöst. Das Nachladen kann manuell erfolgen, indem Magazine ausgeworfen und neu eingesetzt werden, was das Gefühl der Immersion verstärkt.
- Benutzeroberfläche (UI): Wichtige Spielerinformationen wie Gesundheit und Level-Fortschritt sind am linken Handgelenk ablesbar. Eine Minimap kann am rechten Handgelenk eingeblendet und vergrößert werden.
- Perk-System: Bei Level-Ups werden Perks als physische Karten dargestellt, die der Spieler greifen und auswählen muss.
- Klassenfähigkeiten: Die einzigartigen Fähigkeiten der Guardian-Klassen wurden ebenfalls für VR überarbeitet, um die Bewegungs- und Interaktionsmöglichkeiten optimal zu nutzen.
Performance und Komfort
Die Leistung von Roboquest VR auf der Quest 3 wurde positiv hervorgehoben. Mit einem leistungsstarken PC und Virtual Desktop-Einstellungen konnten stabile 90 FPS und sogar 120 FPS erreicht werden. Die Grafik und das Gameplay halten auch bei hohen Bildraten gut stand.
Bezüglich des Komforts ist anzumerken, dass Roboquest VR aufgrund seines schnellen und vertikalen Gameplays eher für erfahrene VR-Nutzer empfohlen wird. Dennoch sind grundlegende Komfortoptionen wie flüssige und ruckartige Drehungen, eine Bewegungs-Vignette sowie Steh- und Sitzpositionen verfügbar. Die Bewegungsrichtung kann kopf- oder handbasiert eingestellt werden.
Langzeitmotivation und Wiederspielwert
Wie es sich für ein Roguelite gehört, bietet Roboquest VR eine überzeugende Spielschleife. Nach jedem Lauf können gesammelte Ressourcen genutzt werden, um die Basis zu verbessern, was sich auf zukünftige Läufe auswirkt – sei es durch höhere HP bei Level-Ups oder seltenere Waffen in Truhen. Zudem gibt es Quest-Items und optionale Ziele, die neue Bereiche freischalten oder dauerhafte Modifikatoren (Gadgets) als Belohnung bieten. Ein erfolgreicher Lauf dauert in der Regel 30 bis 45 Minuten, was eine gute Länge für VR-Sessions darstellt.
Obwohl dem Spiel zum Launch ein Koop-Modus fehlte, liefert Roboquest VR ein VR-Erlebnis, das für Hardcore-VR-Spieler eine Bereicherung darstellt.