Pimax Dream Air Lighthouse im Test: Ein federleichtes VR-Wunder für Simulationen und lange Sessions?

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Ich kann mich noch genau an den Moment erinnern, als Martin von Pimax – Svivver, wie ihn viele kennen – bei mir im Studio war. Er hatte einen Prototypen der Pimax Dream Air dabei und ich durfte sie kurz aufsetzen. Mein erster Gedanke? Wow, dieses Bild! Absolut atemberaubend! Aber gleichzeitig war da auch ein kleines Aber: Der Komfort ließ damals noch sehr zu wünschen übrig. Ich war zwar vom visuellen Eindruck restlos begeistert, doch das Potenzial für lange VR-Sessions schien mir damals noch begrenzt. Und genau deshalb habe ich sehnsüchtig auf dieses Paket gewartet, das endlich bei mir eingetroffen ist. Heute tauche ich tief ein in das finale Produktionsmodell der Pimax Dream Air Lighthouse. Ist sie das, was ich mir für die Zukunft der Virtual Reality erhoffe? Eine Brille, die Spitzenleistung mit überragendem Tragekomfort vereint? Lasst uns das gemeinsam herausfinden!

Das finale Modell: Erster Eindruck und unerwartete Leichtigkeit

Das Headset, das ich jetzt in den Händen halte, ist die finale Version der Pimax Dream Air mit Lighthouse-Tracking. Es gibt zwar noch ein paar winzige Anpassungen, die nachgereicht werden, aber im Großen und Ganzen ist das hier, was ihr bald selbst erleben könnt. Und schon beim Auspacken fällt mir sofort eines auf: Das unfassbar geringe Gewicht. Nur 288 Gramm, inklusive Headstrap! Ich musste sie direkt auf die Waage legen, um es zu glauben. Das ist so leicht, dass ich mich wirklich frage, wo Pimax all die High-End-Technik versteckt hat. Es ist ein Gefühl, das man wirklich selbst erleben muss. Man legt sie auf und spürt kaum, dass man eine VR-Brille auf dem Kopf hat. Das ist ein Game-Changer für alle, die stundenlang in VR verbringen wollen, sei es in komplexen Flugsimulationen oder epischen RPGs.

Das Gesichtspolster ist jetzt schon wesentlich komfortabler als das Prototypen-Modell, das ich damals kurz testen durfte. Es ist weicher, schmiegt sich besser an und trägt maßgeblich zum angenehmen Tragegefühl bei. Pimax hat mir aber versichert, dass das finale Design noch komfortabler wird und alle Käufer es kostenlos nachgeliefert bekommen. Ähnlich ist es mit dem Kopfstrap: Aktuell ist noch die flache Stoffvariante dabei, die ihren Job gut macht, aber die gewebte „3D“-Version soll bald folgen und verspricht noch besseren Halt und Druckverteilung. Auch die Link-Box, die das Kabel zum PC führt, bekommt noch ein kleines Update. Ein winziger Schönheitsfehler, der mir aufgefallen ist, ist, dass sich das Pimax-Logo an der Front minimal löst. Das ist natürlich kein Drama und leicht zu beheben, aber in der Preisklasse darf man Perfektion erwarten. Aber ganz ehrlich: Bei diesem Gewicht verzeihe ich kleine Anfangsschwierigkeiten sofort, denn der positive Eindruck überwiegt bei Weitem.

Die Brille ist rein kabelgebunden, was bedeutet, dass die gesamte Rechenleistung vom PC kommt. Das mitgelieferte Kabel ist inklusive der Link-Box 4,80 Meter lang. Das reicht für die meisten Setups gut aus, aber in meinem Raum komme ich damit nicht ganz bis zur anderen Seite, was ich mir persönlich ein kleines bisschen länger gewünscht hätte. Die Tatsache, dass es ein Y-Kabel ist, das von beiden Seiten des Headsets nach hinten geführt wird, finde ich extrem clever. Es sorgt für eine ausgezeichnete Gewichtsverteilung und verhindert, dass das Kabel an einer Seite zieht. Das trägt zusätzlich zum bereits hervorragenden Komfort bei.

Setup und Software: Tiefgang für VR-Enthusiasten

Die Einrichtung der Pimax Dream Air erfolgt über die sogenannte Pimax Play Software. Und ich sage es euch ganz offen: Für blutige Anfänger ist das System nicht unbedingt gedacht. Die Software bietet eine schier unüberschaubare Fülle an Einstellungsmöglichkeiten, die das Herz jedes VR-Tüftlers höherschlagen lassen. Von Tracking Settings über Room Setup, Helligkeit, Eye Tracking-Kalibrierung, IPD-Regelung, Sichtfeld (FOV), Bildqualität, Upscaling, Dynamic Foveated Rendering (DFR) bis hin zu Smart Smoothing – hier gibt es wirklich jede Schraube, an der man drehen kann. Das ist Fluch und Segen zugleich. Einerseits bietet es unerreichte Anpassungsfähigkeit, um das perfekte VR-Erlebnis zu konfigurieren, andererseits kann man hier auch eine Menge Zeit verbringen, wenn man wirklich das Optimum herausholen will. Mein Tipp: Fangt am besten mit den Standardeinstellungen an und tastet euch langsam vor.

Theoretisch könnt ihr die Brille auch einfach anschließen und loslegen, und sie funktioniert auch dann schon sehr gut. Aber um das volle Potenzial auszuschöpfen, lohnt es sich, die Einstellungen zu erkunden. Ein wichtiger Hinweis: Wählt nicht blind die höchste Auflösung, die Pimax Play anbietet, es sei denn, ihr habt einen absoluten High-End-PC der neuesten Generation. Bei der Einstellung „Image Quality: High“ wird in SteamVR eine Renderauflösung von unfassbaren 5188×4168 Pixeln pro Auge generiert. Das ist absolut extrem und selbst die stärksten Grafikkarten kommen da schnell an ihre Grenzen. Ich habe gemerkt, dass es hier entscheidend ist, die Balance zwischen Bildqualität und flüssiger Performance zu finden. Aber die Möglichkeit, so hoch zu gehen, zeigt eindrucksvoll, was in dieser Brille steckt.

Das Herzstück: Sony Micro-OLED Displays – Eine neue Ära der Bildqualität

Jetzt kommen wir zum absoluten Highlight der Pimax Dream Air: Den Sony Micro-OLED Displays. Wir reden hier von einer Auflösung von 3840 x 3552 Pixeln pro Auge bei nativen 90Hz. Und Leute, ich sage euch ganz ehrlich: Das ist absolut genial. Ich habe in meiner Zeit als VR-Enthusiast schon viele Headsets gesehen, aber diese Farbwerte sind einfach perfekt. Selten habe ich so satte, lebendige und gleichzeitig akkurate Farben in VR erlebt. Jeder Farbton sitzt genau da, wo er hingehört, und die Immersion wird dadurch auf ein völlig neues Level gehoben.

OLED-typisch sind die Schwarzwerte natürlich auf den Punkt. Wenn etwas schwarz sein soll, dann ist es das auch. Kein Grünstich, kein verwaschenes Grau – einfach tiefes, echtes Schwarz. Das macht sich besonders in dunklen Szenen oder Weltraumsimulationen bemerkbar, wo Sterne wirklich vor einem pechschwarzen Hintergrund leuchten, anstatt in einem dunstigen Schleier zu verschwinden. Der Screendoor-Effekt (SDE), dieser feine Fliegengitter-Effekt, den man von älteren VR-Brillen kennt, ist wegen der extrem hohen Pixeldichte absolut gar nicht mehr sichtbar. Das Bild ist gestochen scharf, selbst winzige Schriftzeichen in virtuellen Cockpits oder Texturen in Spielen sind perfekt lesbar. Das ist für mich als Simulations-Fan ein absolutes Killer-Feature, denn ich kann endlich die kleinsten Anzeigen ohne Anstrengung erkennen. Das ist ein Sprung nach vorne, der mich jedes Mal aufs Neue begeistert, wenn ich die Brille aufsetze.

In Sachen Ghosting oder Mura-Effekt, also störende Unregelmäßigkeiten in der Bildwiedergabe, ist mir persönlich nichts Negatives aufgefallen. Das Bild wirkt durchweg sehr sauber und homogen. Aber hier muss ich betonen: Solche Wahrnehmungen sind oft sehr individuell. Was für mich perfekt ist, könnte für jemand anderen vielleicht minimal anders wirken. Für meine Augen war die Darstellung aber absolut makellos. Was allerdings einige Leute vielleicht stören könnte, ist die etwas geringere Helligkeit im Vergleich zu den QLED-Displays, die Pimax in anderen Modellen verbaut. Man merkt, dass es minimal dunkler ist. Für mich persönlich war die Helligkeit aber nach wie vor absolut ausreichend, und die Vorteile der OLED-Schwarzwerte überwiegen für mich hier deutlich.

Optik vom Feinsten: Linsen, Sweet Spot und Sichtfeld

Pimax setzt bei der Dream Air auf ConcaveView Pancake-Linsen, und ich muss sagen, die Wahl ist hervorragend. Was mir sofort positiv aufgefallen ist, ist der sehr großzügige Sweet Spot. Ich kenne es von anderen Brillen, dass man ewig rumruckeln muss, bis das Bild wirklich scharf ist. Das ist hier überhaupt nicht der Fall. Ich setze die Brille auf, und das Bild ist sofort klar und scharf. Das ist ein enormer Komfortgewinn und trägt stark zur Immersion bei. Auch die Edge-To-Edge-Clarity, also die Schärfe bis zum Rand des Sichtfeldes, ist wirklich beeindruckend gut. Es gibt kaum unscharfe Bereiche, was das Seherlebnis sehr natürlich wirken lässt.

Ja, leichte Godrays, diese störenden Lichtstrahlen, sind vorhanden, wenn man sehr helle Objekte auf einem dunklen Hintergrund hat. Aber ich kann euch beruhigen: Sie sind absolut nicht störend und im Vergleich zu vielen anderen Brillen deutlich besser minimiert. Ich empfand sie während meiner Testzeit als zu vernachlässigen. Man sieht zudem eine leichte chromatische Aberration an den Seiten, je weiter man von der Mitte der Linsen wegblickt. Auch das empfand ich persönlich nicht als störend und es tritt nur in extremen Blickwinkeln auf.

Der Binocular Overlap, also der Bereich, den beide Augen gleichzeitig sehen und der für eine gute 3D-Tiefenwirkung entscheidend ist, war für mich absolut in Ordnung. Ich habe mich sofort wohlgefühlt, und die Tiefenwirkung war sehr gut und glaubwürdig. Auch das ist wieder eine sehr individuelle Empfindung, aber ich hatte hier keinerlei Probleme. Das Sichtfeld (FOV) liegt laut meinen Messungen, wie schon beim Prototypen, bei etwa 100° horizontal und 90° vertikal. Das mag auf den ersten Blick vielleicht nicht nach viel klingen, ist aber für eine derart winzige und leichte Brille wirklich beachtlich. Es ist ein sehr angenehmes und ausreichend großes Sichtfeld, das nicht das Gefühl eines Tunnelblicks vermittelt. Ich hatte allerdings nach wie vor das Gefühl, dass ich noch etwas näher an die Linsen heranrücken könnte, das Facial Interface das aber aktuell nicht ganz zulässt. Hier sehe ich noch ein kleines Potenzial für Pimax, um das FOV vielleicht noch um ein paar Grad zu erweitern. Spannend ist, dass Pimax in der Pimax Play Software bald sogar die Möglichkeit bieten will, das FOV zwischen 103° und 120° mit verschiedenen Profilen einzustellen. Da bin ich gespannt, wie sauber das dann noch aussieht und ob das die Immersion noch weiter steigern kann.

Tracking & Controller: Volle Lighthouse-Kompatibilität

Ich habe hier die Lighthouse-Version der Pimax Dream Air getestet. Das bedeutet für mich und alle anderen Enthusiasten natürlich volle Kompatibilität mit allem Lighthouse-Zubehör, das auf dem Markt ist. Wenn ihr also bereits Valve Index Controller besitzt oder Full-Body-Tracking mit Vive Trackern nutzt, dann funktioniert hier alles perfekt und nahtlos zusammen. Das ist ein riesiger Vorteil für alle, die schon ein bestehendes Lighthouse-Setup haben oder die präziseste Tracking-Lösung für VR suchen.

Wichtig zu wissen ist: Bei der Lighthouse-Version sind keine Controller im Lieferumfang enthalten. Wenn ihr also noch keine habt, dann ist meine ganz klare Empfehlung: Kauft euch die Valve Index Controller dazu. Für mich ist das immer noch die beste Kombination für Lighthouse-Headsets, da sie extrem präzise und komfortabel sind. Das Tracking des Headsets selbst funktioniert jedenfalls absolut tadellos und ohne Probleme. Ich hatte ja auch schon einmal die SLAM-Version mit Kamera-Tracking getestet, und auch da lief das Tracking überraschend problemlos und zuverlässig. Es ist gut zu sehen, dass Pimax hier in beiden Bereichen solide Lösungen anbietet.

Audio und Mikrofon: Überraschend klarer Sound und exzellente Sprachqualität

Der Sound der Pimax Dream Air kommt aus kleinen Schlitzen, die sich dezent an beiden Seiten des Gehäuses befinden. Und ich muss sagen: Der Sound ist gut und absolut ausreichend für normales Gaming. Er ist klar, die Stimmen sind gut verständlich, und man bekommt ein solides Raumgefühl. Natürlich darf man hier keinen tiefen, wummernden Bass erwarten – das ist bauartbedingt bei solchen On-Ear-Lösungen ohne große Gehäuse einfach so. Aber für das geringe Gewicht und die schlanke Bauweise ist die Audioqualität wirklich überzeugend und trägt zum immersiven Erlebnis bei. Ich hatte nie das Gefühl, dass mir etwas Entscheidendes entgeht.

Das Mikrofon habe ich natürlich auch ausgiebig für euch getestet. Ich habe Testaufnahmen gemacht, und ich kann euch sagen: Da hat Pimax echt Gas gegeben! Das hört sich wirklich klasse an! Endlich! Die Sprachqualität ist klar, deutlich und frei von Störgeräuschen. Für Multiplayer-Sessions, Streaming oder einfach nur die Kommunikation mit Freunden in VR ist dieses Mikrofon absolut top. Eine deutliche Verbesserung zu vielen anderen Headsets, bei denen das Mikrofon oft nur ein notwendiges Übel ist. Hier macht es wirklich Spaß, sich zu unterhalten.

Modularität, Wärmeentwicklung und Komfort für Brillenträger

Leichte Anpassung und angenehme Wärme

Pimax hat bei der Dream Air auch an die Wartbarkeit und Modularität gedacht, was ich sehr schätze. Man kann das Facial Interface, das magnetisch befestigt ist, kinderleicht entfernen. Das ist super, wenn man es reinigen oder eventuell durch ein anderes Polster ersetzen möchte. Auch die seitlichen Halterungen lassen sich mit zwei kleinen Knöpfen abnehmen, ebenso wie der Headstrap. Das macht das Headset sehr flexibel und anpassbar, falls zukünftig andere Straps oder Zubehör auf den Markt kommen sollten. Ich habe es auch über längere Zeiträume getragen, und die Wärmeentwicklung ist absolut unkritisch. Sie wird maximal handwarm, was völlig in Ordnung ist. Einen Lüfter habe ich dabei nie gehört, was für eine angenehm ruhige Immersion sorgt.

Brillenträger und die Lösung mit Sehstärke-Linsen

Ein ganz wichtiger Punkt, den ihr wissen müsst, wenn ihr Brillenträger seid: Das Headset ist schlichtweg zu klein für normale Brillen. Es gibt einfach keinen Platz, um eine herkömmliche Brille unter dem Headset zu tragen. Aber Pimax hat dafür eine gute Lösung parat: Ihr könnt direkt Sehstärke-Linsen mitbestellen, die dann passgenau in das Headset eingesetzt werden. Das ist bei dieser kompakten Baugröße die einzig sinnvolle und auch komfortabelste Lösung. Ich empfehle euch dringend, diese Option zu nutzen, wenn ihr auf eine Sehhilfe angewiesen seid, um das volle Potential der Brille und den maximalen Komfort zu genießen.

Kein echtes Mixed Reality – eine reine VR-Erfahrung

Und noch eine Warnung, die ich aussprechen muss: Die Pimax Dream Air ist eine reine VR-Brille. Sie unterstützt kein echtes Mixed Reality im Sinne einer hochwertigen Passthrough-Ansicht. Es gibt zwar eine Passthrough-Ansicht, aber die ist schwarz-weiß und qualitativ absolut unbrauchbar für ernsthafte MR-Anwendungen. Ihr könnt sie nutzen, um mal kurz das Raum-Setup durchzuführen oder eure Umgebung zu checken, ohne die Brille abzusetzen, aber mehr auch nicht. Wer richtiges Mixed Reality oder eine farbige, hochauflösende Passthrough-Ansicht sucht, wie man sie beispielsweise von der Meta Quest 3 kennt, ist hier definitiv falsch. Die Dream Air konzentriert sich voll und ganz auf das reine Virtual-Reality-Erlebnis und das macht sie hervorragend. Apropos Meta Quest: Wenn du ein begeisterter Quest-Nutzer bist, vergiss nicht, dass du mit meinem Coupon Code „VOODOODE“ 10% auf alle Meta Quest Spiele sparst!

IPD, Eye-Tracking und der Preis

Präzise Anpassung für deine Augen

Was den Augenabstand (IPD) angeht, so liegt der Bereich bei der Dream Air zwischen 58 und 72 mm. Das Tobii Eye-Tracking ist fest verbaut und funktioniert auch für Dynamic Foveated Rendering (DFR), was die Performance in unterstützten Spielen deutlich verbessern kann, indem nur der Bereich, auf den du blickst, in voller Auflösung gerendert wird. Allerdings muss das Eye-Tracking erst in der Software kalibriert werden, damit es optimal funktioniert. Die automatische mechanische IPD-Anpassung, die ich mir so sehr wünsche, kommt erst per späterem Software-Update. Aktuell stellt ihr den Augenabstand noch manuell im Menü ein, was aber dank des Eye-Trackings recht präzise möglich ist.

Der Preis: High-End-Technik hat ihren Wert

So, und jetzt kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte, der natürlich viele von euch interessieren wird: der Preis. Die Lighthouse-Version der Pimax Dream Air kostet 1.999 $ (was aktuell etwa 1.783 € entspricht), zuzüglich Versand und Steuern. Und seid euch bewusst, dass ihr, wenn ihr noch keine habt, zusätzlich die Lighthouse-Basisstationen und gegebenenfalls Controller benötigt, was auch nochmal extra kostet. Die SLAM-Version mit Inside-Out-Tracking und Controllern liegt bei 2.299 $ (rund 2.050 €) plus Versand und Steuern. Das ist natürlich ein Haufen Geld, da brauchen wir nicht drumherum reden. Aber Pimax erklärt diesen Preis mit den extrem hohen Beschaffungskosten für diese speziellen Micro-OLED-Panels von Sony. Diese Art von Displays ist mit Abstand der kostspieligste Bestandteil in einer High-End-VR-Brille, und die Dream Air bietet hier nun mal das Beste vom Besten. Man kauft hier keine Consumer-Brille, sondern ein Enthusiasten-Gerät.

Fazit: Ein federleichtes VR-Meisterwerk für anspruchsvolle Nutzer

Die Pimax Dream Air ist für mich genau das, was ich mir für die Zukunft der Virtual Reality wünsche: Ein winziges, federleichtes Headset mit einem Display, das kaum Wünsche offenlässt. Wenn man, wie ich, von einer Meta Quest 3, einer PSVR2 oder einer Pico 4 kommt, dann ist der Unterschied im Gewicht, in der Auflösung und vor allem in der Bildqualität schlichtweg gigantisch – quasi wie Tag und Nacht. Die Brille ist so klein und so leicht, dass man damit wirklich Ewigkeiten in VR verbringen kann, ohne jegliche Ermüdungserscheinungen oder Nackenbeschwerden. Das ist ein Komfortlevel, den ich bisher nur selten erlebt habe.

Viele von euch fragen sich vielleicht, wo der Unterschied zwischen der Crystal Super OLED und der Dream Air liegt und warum man sich die Crystal Super OLED überhaupt noch kaufen sollte. Das ist eine berechtigte Frage. Der große Vorteil der Crystal Super OLED ist ihr noch größeres Sichtfeld und vor allem die Modularität, die es ermöglicht, verschiedene Module zu wechseln, etwa für QLED- oder OLED-Displays, oder auch die Linsen. Dafür ist die Dream Air eben viel kleiner, leichter und komfortabler und meiner Meinung nach auch besser für VR-Spiele mit viel Bewegung geeignet, da sie kaum auf dem Kopf zu spüren ist. Beide Brillen sind auf ihre Weise absolut genial, und letztendlich müsst ihr für euch selbst entscheiden, welche Aspekte euch wichtiger sind. Sucht ihr maximale Flexibilität und ein noch größeres FOV, oder präferiert ihr das geringste Gewicht und den höchsten Komfort bei dennoch überragender Bildqualität? Beides sind High-End-Produkte, die die Grenzen des Machbaren ausloten.

Pro & Contra: Eine ehrliche Einschätzung

Lasst uns noch einmal die wichtigsten Pro- und Contra-Argumente der Pimax Dream Air zusammenfassen:

Vorteile der Pimax Dream Air:

  • Wahnsinniges Display: Die Sony Micro-OLED-Panels liefern perfekte Farben, tiefste Schwarzwerte und eine unerreichte Schärfe ohne sichtbaren Screendoor-Effekt.
  • Unglaublich leicht und komfortabel: Mit nur 288g ist sie federleicht und ermöglicht extrem lange VR-Sessions ohne Ermüdung. Der Komfort ist ein absolutes Highlight.
  • Tolle Linsen: Die ConcaveView Pancake-Linsen bieten einen sehr großen Sweet Spot und eine exzellente Schärfe bis zum Rand (Edge-To-Edge Clarity).
  • Volle Lighthouse-Kompatibilität: Perfekte Integration in bestehende Lighthouse-Setups und Kompatibilität mit Valve Index Controllern und Vive Trackern.
  • Hervorragendes Mikrofon: Die Sprachqualität des Mikrofons ist erstaunlich gut und für Multiplayer oder Kommunikation bestens geeignet.

Nachteile der Pimax Dream Air:

  • Hoher Preis: Die High-End-Technik, insbesondere die Micro-OLED-Displays, hat ihren Preis und erfordert zusätzlich Investitionen in Tracking-Hardware.
  • Kabelgebunden: Für manche mag das Kabel eine Einschränkung darstellen, auch wenn es gut verlegt und ausreichend lang ist.
  • Etwas dunkler: Im Vergleich zu QLED-Versionen ist die Helligkeit der Micro-OLED-Displays geringer, wenngleich für mich persönlich immer noch ausreichend.
  • Brillenträger benötigen Extra-Linsen: Normale Brillen passen nicht unter das Headset; spezielle Sehstärke-Linsen sind notwendig.
  • Kein Mixed Reality: Wer eine hochwertige Farbdurchsicht für MR-Anwendungen sucht, wird hier enttäuscht. Die Passthrough-Ansicht ist nur für einfache Zwecke gedacht.

Wenn ihr das nötige Kleingeld habt und ein High-End-Headset für anspruchsvolle Simulationen oder langes, immersives Gaming sucht, das euch nicht den Nacken bricht und sensationell aussieht, dann ist die Pimax Dream Air eine echte Ansage. Ich bin froh, dass Pimax beim Komfort im Vergleich zum Prototypen so massiv nachgebessert hat. Ich würde mir aber wünschen, dass beim Sichtfeld noch ein Tick nachgebessert wird, aber die kommenden Software-Updates versprechen ja schon eine Erweiterung. Sie ist eine faszinierende Brille, die zeigt, wohin die Reise in der VR-Welt gehen kann. Ich bin total begeistert, was Pimax hier geleistet hat.

Was sagt ihr zur Pimax Dream Air? Wäre euch dieses geringe Gewicht und die phänomenale Bildqualität den hohen Preis wert? Oder sind euch andere Aspekte wichtiger? Schreibt mir eure Meinung gerne in die Kommentare hier auf voodoode-vr.com, ich bin gespannt auf eure Gedanken und Diskussionen! Bis zum nächsten Mal, bleibt virtuell!

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