Meta ändert Kurs: VR-Unterstützung für Horizon Worlds bleibt für bestehende Inhalte erhalten
In einer überraschenden Kehrtwende hat Meta seine ursprüngliche Entscheidung revidiert, die VR-Unterstützung für seine Metaverse-Plattform Horizon Worlds im Juni einzustellen. Ursprünglich wurde bekannt gegeben, dass Horizon Worlds künftig nur noch als Flatscreen-Erlebnis für Web und Smartphones verfügbar sein würde.
Nun bestätigte Meta CTO Andrew Bosworth in einer "Ask Me Anything"-Session auf Instagram, dass das Unternehmen beschlossen hat, die VR-Funktionalität für "bestehende Spiele" in Horizon Worlds beizubehalten. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die engagierten Fans zu unterstützen, die sich für den Erhalt der VR-Version eingesetzt haben.
Zwei Welten: Unity Runtime und Horizon Engine
Bosworth präzisierte, dass diese Beibehaltung spezifisch für Welten gilt, die mit der Horizon Unity Runtime entwickelt wurden. Diese Inhalte werden weiterhin in VR funktionieren. Im Gegensatz dazu werden neue Spiele, die mit der moderneren Meta Horizon Engine entwickelt werden, ihren Fokus primär auf mobile und Flatscreen-Erlebnisse legen. Die Begründung dafür ist, dass Meta in diesem Bereich bereits die größte Konsumenten- und Creator-Energie feststellt und sich darauf konzentrieren möchte, die Entwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Die Rolle der Quest-Plattform
Die Horizon Worlds VR-App wird weiterhin im Quest Store verfügbar bleiben – und das auf absehbare Zeit. Allerdings wird sie nicht mehr prominent vom Betriebssystem oder im Store beworben oder empfohlen. Sie wird als eine von vielen Apps im Store gelistet sein, was Metas Strategie unterstreicht, Horizon Worlds explizit von der direkten Quest-Fokuszone zu trennen und stattdessen Drittanbieter-Apps stärker in den Vordergrund zu rücken.
Gründe für die Strategieanpassung
Bosworth erläuterte die Gründe für die Neuausrichtung bereits in den vergangenen Monaten. Er betonte, dass das Wachstum von VR langsamer verläuft als erhofft und dass das Horizon Worlds-Team auf mobilen Geräten ein „sehr, sehr positives Engagement“ verzeichnet hat. Indem sich das Team auf mobile Entwicklung konzentriert, muss es nicht mehr alle Inhalte doppelt für VR und Mobile entwickeln, was die Effizienz und Geschwindigkeit deutlich steigert.
Diese Entscheidung signalisiert einen klaren technischen Bruch: Die ältere Unity-Version von Horizon Worlds wird weiterhin die VR-Nutzer bedienen, während die neue Horizon Engine vollständig auf Flatscreen-Erlebnisse ausgerichtet ist. Für Langzeitnutzer von Horizon Worlds und Ersteller von Unity-basierten Welten ist dies eine wichtige Nachricht, die ihnen weiterhin den Zugang zu ihren VR-Erlebnissen ermöglicht, während Meta seinen strategischen Fokus auf neue Märkte und Plattformen ausrichtet.
Was haltet ihr von Metas Entscheidung, die VR-Unterstützung für bestehende Horizon Worlds-Spiele beizubehalten? Teilt eure Meinungen in den Kommentaren!
#explorewithquest #QuestCreatorPartner