Meta und die University of Utah erforschen neuronale Bänder für verbesserte Barrierefreiheit in der VR
Die Zukunft der Mensch-Computer-Interaktion und insbesondere der Barrierefreiheit in der Virtual Reality nimmt mit neuen Forschungsprojekten Fahrt auf. Meta hat sich mit dem Utah NeuroRobotics Lab der University of Utah zusammengetan, um das Potenzial des Meta Neural Band als bahnbrechendes Werkzeug für Menschen mit Bewegungseinschränkungen zu untersuchen.
Was ist das Meta Neural Band?
Das Meta Neural Band ist ein schlankes Armband, das mit hochmodernen Oberflächen-Elektromyographie (sEMG)-Sensoren ausgestattet ist. Diese Sensoren sind in der Lage, feine Hand- und Fingersteuersignale direkt am Handgelenk zu erfassen. Im Gegensatz zu sperrigen und teuren Forschungstechnologien ist das Neural Band als massenproduziertes sEMG-Armband konzipiert, das derzeit mit den Meta Ray-Ban Display-Brillen gebündelt wird. Dies macht es zu einer vielversprechenden Option für zukünftige, breiter angelegte Forschungsanwendungen.
Barrierefreiheit im Fokus
Die primäre Anwendung, die im Rahmen dieser Zusammenarbeit erforscht wird, ist die Nutzung des Neural Band als Werkzeug für Barrierefreiheit. Aktuell verlassen sich Menschen mit eingeschränkter Mobilität oft auf weniger intuitive Methoden wie Kinn-Joysticks, Kopfschalter oder Saug-Blas-Steuerungen. Das Neural Band könnte diese ersetzen, indem es die motorische Absicht einer Person aus Nerven- und Muskelsignalen dekodiert. Dies würde eine intuitivere Steuerung von Computern, Smart Devices und sogar physischen assistiven Geräten wie Robotern, Prothesen oder adaptiven Rollstühlen ermöglichen.
Die Forschung schließt Teilnehmer mit Rückenmarksverletzungen und motorischen Beeinträchtigungen ein, um zu untersuchen, wie zuverlässig diese Signale über verschiedene Nutzer hinweg in digitale Eingaben übersetzt werden können. Auch wenn es sich um ein frühes Stadium handelt, zielt diese Arbeit auf ein langjähriges Problem in der Mensch-Computer-Interaktion ab.
Vorteile der neuralen Eingabe
Neuronale Signale, die am Handgelenk erfasst werden, können oft auch dann erkannt werden, wenn physische Bewegungen eingeschränkt oder unmöglich sind. Dies eröffnet neue Möglichkeiten der Interaktion:
- Intuitive Steuerung: Direkte Übersetzung der Absicht in Aktion.
- Diskretion: Neuronale Eingaben bieten eine leise, private Alternative zur Sprachsteuerung, was in öffentlichen Räumen von Vorteil ist.
- Breite Anwendung: Potenzielle Steuerung einer Vielzahl von Geräten, von Text-Eingaben ohne physische Tastatur bis zur Navigation in Menüs ohne Touchscreens oder große Handbewegungen.
Zukunftsaussichten
Die Partnerschaft zwischen Meta und der University of Utah konzentriert sich auf das Verständnis der Signalqualität, -konsistenz und langfristigen Anwendbarkeit. Es ist noch unklar, wann oder ob das Meta Neural Band als eigenständiges Zubehör auf den Markt kommen wird. Die hier gesammelten Daten könnten jedoch die Entwicklung mehrerer Kategorien von assistiven und adaptiven Technologien in naher Zukunft beeinflussen. Die Robustheit dieser Technologie, die zuerst der Barrierefreiheit zugutekommt, wird letztlich auch die Nutzererfahrung für alle verbessern.
Was denkt ihr über diese Entwicklungen im Bereich der assistiven VR-Technologien?
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