Meta hat einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Piraterie von VR-Spielen unternommen. Die Anwälte des Unternehmens haben VRPirates, die bisher größte und bekannteste Quelle für raubkopierte Quest VR-Spiele, erfolgreich geschlossen.
VRPirates war dafür bekannt, bezahlte VR-Titel aus dem Meta Horizon Store zu cracken. Dabei wurde das System zur Überprüfung der Berechtigungen entfernt und die Spiele anschließend kostenlos verteilt. Die Gruppe bot sogar ein Desktop-PC-Tool namens Rookie Sideloader über GitHub an, das es Nutzern ermöglichte, diese gecrackten Spiele einfach zu durchsuchen und auf ein verbundenes Quest-Headset via USB oder drahtlosem ADB zu laden. Aus rechtlicher Sicht war es besonders problematisch, dass die Gruppe finanzielle Spenden von ihren Nutzern annahm.
Anfang des Monats sandte Metas Rechtsabteilung eine formelle DMCA-Takedown-Mitteilung an VRPirates. Laut VRPirates bezog sich Metas Anfrage spezifisch auf den Titel Beat Saber, dessen Rechte Meta besitzt. Ein Entwickler von VRPirates äußerte sich auf Reddit mit den Worten: "So sehr ich es auch hasse, das zu sagen, sie sind absolut im Recht."
Als Reaktion auf die rechtliche Mitteilung von Meta gab VRPirates bekannt, alle ihre File-Hosting-Server heruntergefahren zu haben und öffentlich zu erklären, dass sie "niemals zurückkehren" werden. Darüber hinaus werden keine finanziellen Spenden mehr angenommen.
Das Rookie Sideloader PC-Tool selbst funktioniert weiterhin und erlaubt das Sideloading von selbst heruntergeladenen APKs, ähnlich wie der Meta Quest Developer Hub und SideQuest. Es zeigt jedoch nicht mehr die Bibliothek der gecrackten Inhalte von VRPirates an.
Mehrere Entwickler populärer, kostenpflichtiger Singleplayer-Quest-Spiele haben UploadVR gegenüber ihre Freude über diese Nachricht ausgedrückt. Sie berichten, dass interne Metriken darauf hindeuten, dass Piraterie ein erhebliches Problem auf Metas Plattform darstellte.
Obwohl der Kampf gegen digitale Piraterie oft einem Katz-und-Maus-Spiel gleicht, hat der Zusammenbruch von VRPirates die öffentliche Quest-Piraterie-Szene vorerst weitgehend eliminiert. Es bleibt abzuwarten, ob eine andere Gruppe an ihre Stelle treten wird oder ob der abschreckende Effekt von Metas rechtlichen Schritten die Quest-Piraterie auf absehbare Zeit in private Kreise verdrängen wird. Was sind eure langfristigen Erwartungen an die Auswirkungen dieser Maßnahmen auf den VR-Markt?
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