Meta Horizon OS erhält FrameSync-Upgrade für flüssigere VR auf Quest
Meta führt ein signifikantes Upgrade für den Frame-Timing-Algorithmus seines Horizon OS ein, bekannt als FrameSync. Ziel ist es, eine visuell flüssigere VR-Erfahrung auf Quest-Headsets mit deutlich weniger Rucklern zu ermöglichen. Diese Neuerung ersetzt den bisherigen Phase Sync-Algorithmus und verspricht eine spürbare Verbesserung der Darstellungsqualität.
Was ist FrameSync und wie unterscheidet es sich von Phase Sync?
Phase Sync wurde kurz nach der Veröffentlichung der Quest 2 eingeführt und hatte die grundlegende Aufgabe, die Bewegung-zu-Photon-Latenz zu minimieren. Der Ansatz von Phase Sync basierte auf einer Vorhersage der Rendering-Zeit durch die Analyse der letzten Frames. Dies war zwar effektiv, konnte aber bei schnellen oder unvorhersehbaren Szenenwechseln, wie dem Blick von einem leeren auf einen detailreichen Bereich, zu Aussetzern oder veralteten Frames führen. In solchen Fällen konnte das System auf eine feste Latenz zurückfallen, was die gewünschte Flüssigkeit beeinträchtigte.
FrameSync geht hier einen Schritt weiter. Statt nur die letzten Frames zu betrachten, verwendet es ein "robustes statistisches System". Dieses System berücksichtigt eine breitere Datenbasis für die Vorhersage der Rendering-Zeiten. Dadurch soll eine wesentlich genauere Prognose erreicht werden, die seltener zu Aussetzern führt und ein Zurückfallen in den Modus mit fester Latenz überflüssig macht.
Die Vorteile von FrameSync im Detail
Meta hebt drei Hauptvorteile hervor, die FrameSync für Nutzer der Quest-Plattform mit sich bringen soll:
- Konsistentere Glätte: FrameSync stabilisiert das Frame-Pacing, was sich in weniger Ruckeln und sichtbaren Aussetzern während Bewegungen äußert.
- Weniger veraltete Frames: Insbesondere längere Sequenzen veralteter Frames, die das VR-Erlebnis störend und unangenehm machen können, werden reduziert.
- Geringere Bewegung-zu-Photon-Latenz: Durch die präzisere Vorhersage verringert sich die Verzögerung zwischen der Bewegung des Nutzers und der visuellen Aktualisierung. Interaktionen sollen sich dadurch noch direkter und reaktionsschneller anfühlen.
Im Wesentlichen verspricht FrameSync eine insgesamt visuell flüssigere und immersivere VR-Erfahrung auf Quest-Headsets.
Verfügbarkeit und Implementierung
FrameSync ist bereits in Horizon OS v201, der aktuellen stabilen Version des Betriebssystems, für Entwickler verfügbar. Sie können die Funktion manuell in ihren Apps aktivieren. Ab Horizon OS v203 wird FrameSync dann standardmäßig für alle Apps im Horizon Store aktiviert sein, wobei für spezielle Fälle eine Deaktivierungsoption vorgesehen ist.
Meta ermutigt Entwickler, die Funktion frühzeitig zu testen. Der Grund dafür ist, dass die verbesserte Leistung von FrameSync im Vergleich zu Phase Sync in manchen Fällen zu einer erhöhten CPU- und GPU-Auslastung führen könnte. Dies könnte potenziell die Wärmeentwicklung steigern und in seltenen Situationen zu thermischem Throttling führen, was die Gesamtleistung mindern würde. Meta erwartet jedoch, dass dies seltene Ausnahmen sein werden und die Mehrheit der Apps eine deutliche Verbesserung erfahren wird.
Wir sind gespannt, wie sich FrameSync in der Praxis auswirken wird und welche Erfahrungen ihr damit macht. Werdet ihr die Unterschiede spüren? #VoodooDEVR #VRUpdate #MetaQuest #Quest2 #Quest3 #HorizonOS #FrameSync #VRTech #explorewithquest #QuestCreatorPartner