Hey VR-Freunde und Tech-Enthusiasten! Als euer persönlicher VR-Fan und Content Creator ist es mir immer eine Ehrensache, euch die neuesten und spannendsten Headsets ausführlich vorzustellen. Und heute spreche ich über ein Gerät, das mich wirklich beeindruckt hat: Die Pimax Crystal Light. Ich hatte das Privileg, diese Brille ausgiebig bei mir zu Hause zu testen, und ich kann euch sagen, sie hat meine Erwartungen in vielerlei Hinsicht übertroffen. Normalerweise bin ich ja eher derjenige, der immer wieder auf Schwachstellen bei Pimax-Produkten stößt, besonders was die Software angeht. Aber die Crystal Light scheint hier einen Wendepunkt darzustellen. Macht euch bereit für mein ganz persönliches und knallhartes Review – lasst uns eintauchen!
Ich erinnere mich noch gut daran, als die Mitarbeiter von Pimax persönlich bei mir auf der Matte standen und mir die Pimax Crystal Light einfach so in die Hand drückten – in einem einfachen Plastikbeutel, ganz ohne glamouröses Unboxing. Das war schon eine kuriose Situation, aber es verdeutlichte auch, dass es hier um das Wesentliche geht: die Brille selbst. Und dieses „Wesentliche“ hat es in sich, das kann ich euch versprechen. Die Pimax Crystal Light ist nicht nur eine neue Iteration, sie ist eine gezielte Weiterentwicklung, die den Fokus auf das legt, was uns PC VR-Spielern wirklich wichtig ist: Leistung, Bildqualität und ein endlich unkompliziertes Erlebnis.
Ein schlankeres Design und überraschender Komfort
Auf den ersten Blick könnte man die Pimax Crystal Light leicht mit ihrem Vorgänger, der Pimax Crystal, verwechseln. Der entscheidende Unterschied verbirgt sich – oder besser gesagt, fehlt – auf der Rückseite: der Akku. Keine Akku-Unit mehr! Das macht die Brille sofort leichter und schlanker, was sich massiv auf den Tragekomfort auswirkt. Von vorne sehen beide Modelle fast identisch aus, mit dem typischen, mattierten Pimax-Design, das ich persönlich schon immer mochte und das auch noch den Vorteil hat, Fingerabdrücke gut zu kaschieren. Ich finde, das Design ist zwar Geschmackssache, aber es strahlt eine gewisse Wertigkeit aus. Der Headstrap ist zudem gut durchdacht und wirkt robust, was bei einem so großen Headset entscheidend ist.
Von Schwergewicht zu Leichtgewicht: Ein Komfort-Wunder?
Als ich die Pimax Crystal Light das erste Mal in die Hand nahm, war der Unterschied zur alten Crystal sofort spürbar. Die alte Crystal mit Akku wog stolze 1157 Gramm – ein echtes Schwergewicht. Die Light-Version bringt es ohne Akku und mit einigen internen Optimierungen (wie dem Verzicht auf Auto-IPD) auf sensationelle 925 Gramm. Das sind ganze 232 Gramm weniger! Pimax selbst gibt zwar andere Zahlen an, aber meiner Waage vertraue ich da mehr. Und diese Gewichtsreduktion ist kein Pappenstiel, sie ist ein Game Changer. Man merkt es sofort, wenn man die Brille aufsetzt.
Trotz der immer noch stattlichen Größe im Vergleich zu einer Pico 4 oder gar einer Bigscreen Beyond ist die Gewichtsverteilung überraschend gut gelungen. Klar, bei extrem schnellen Kopfbewegungen wackelt sie vielleicht einen Tick mehr als ultraleichte Headsets, aber wann macht man das schon mal im normalen VR-Betrieb? Ich persönlich konnte mit der Crystal Light deutlich längere Sessions spielen als mit dem Vorgänger. Auch wenn das Gegengewicht des Akkus fehlt, ist die Balance so gut, dass ich keine unangenehme Frontlast gespürt habe. Für lange Flugsimulationen in Microsoft Flight Simulator oder ausgedehnte Racing-Sessions kann ich mir die Pimax Crystal Light hervorragend vorstellen. Abdrücke im Gesicht? Ja, die gibt es immer bei VR-Brillen, das ist leider (noch) unvermeidlich. Aber der Tragekomfort ist für mich ein riesiger Fortschritt und definitiv ein großes Pro-Argument für dieses PC VR Headset.
Setup und Software: Ein Lichtblick in der Pimax-Geschichte?
Hier kommt eine Kategorie, die mir bei Pimax-Brillen in der Vergangenheit immer wieder Kopfzerbrechen bereitet hat: das Setup und die Software. Fehlermeldungen, Verbindungsabbrüche, komplizierte Workarounds – das gehörte leider oft dazu. Aber die Pimax Crystal Light hat mich hier wirklich positiv überrascht. Nachdem die Pimax-Mitarbeiter weg waren, habe ich das Setup selbst noch einmal durchgespielt, um euch eine authentische Einschätzung geben zu können.
Ihr benötigt nach wie vor das Pimax Play Tool, das im Hintergrund läuft. Aber danach? DisplayPort, USB und Strom anschließen – und sie wurde **direkt erkannt!** Ich wiederhole: direkt erkannt! Das ist für mich, der jahrelang mit Pimax-Software gerungen hat, fast schon ein kleines Wunder. Ein wichtiger Hinweis für alle mit mehreren Monitoren: Wenn ihr drei Bildschirme (oder mehr) angeschlossen habt, müsst ihr den dritten (bei mir war es der Fernseher) abziehen. Das ist eine Eigenheit, die ich von Pimax-Brillen kenne und die ich euch unbedingt mit auf den Weg geben möchte. Danach lief aber alles wie geschmiert. Raum-Setup, Augenkalibrierung – alles intuitiv mit den Controllern in der Brille erledigt, wie man es von Quest oder Pico kennt. Und dann: SteamVR starten, loslegen. Keine Fehler, kein Ärger. Wow!
Die Einfachheit einer reinen PC VR-Brille
Der Hauptgrund für diese deutliche Verbesserung ist die Konzentration auf das Wesentliche. Die Pimax Crystal Light ist eine reine PC VR Headset. Sie hat keinen Akku, kein Standalone-Modul und diesen ganzen Schnickschnack nicht mehr, der bei der normalen Crystal manchmal für Komplikationen sorgte. Das macht sie zu einer direkten und unkomplizierten VR-Brille – anschließen, fertig. Natürlich bietet die Pimax-Software nach wie vor unzählige Einstellungsmöglichkeiten für Enthusiasten: Herzfrequenz, Local Dimming, Farbwerte, Helligkeit, individuelle Spielprofile. Man kann sich hier stundenlang austoben und das letzte Quäntchen Performance oder Bildqualität herausholen. Aber das Beste ist: Man muss es nicht! Man kann die Brille einfach anschließen, die Software installieren, SteamVR starten und direkt loslegen. Das ist ein riesiger Fortschritt und macht die Crystal Light auch für Neueinsteiger attraktiver, die nicht sofort in die Tiefen der Optimierung eintauchen wollen. Für mich ist das Setup und die Software eine klare Verbesserung, die meine früheren Bedenken zerstreut hat.
Das Display: Ein optisches Meisterwerk für VR-Enthusiasten
Kommen wir zum Herzstück jeder VR-Brille, besonders bei einem High-End PC VR Headset: dem Display. Und ich kann es nicht anders sagen: Das VR Display der Pimax Crystal Light ist einfach extrem geil! Wir sprechen hier von QLED-Panels mit einer Auflösung von 2880 x 2880 Pixeln pro Auge und einer Pixeldichte von beeindruckenden 35 PPD (Pixel per Degree). Dazu kommt die Möglichkeit, bis zu 120 Hz einzustellen – das ist einfach top.
Ich habe alles Mögliche ausprobiert: von immersiven Erlebnissen wie Half-Life: Alyx über schnelle Action in Beat Saber bis hin zu detailverliebten Simulationen. Und ich war jedes Mal aufs Neue begeistert. Das Bild ist knackscharf, die Details sind gestochen klar. Wenn ihr mal Half-Life: Alyx mit dieser Brille spielt und den Handschuh direkt vor die Augen haltet – das haut euch um! Ich komme ja viel von der Meta Quest 3, weil ich dazu viel Content mache, und die Quest 3 ist zweifellos eine fantastische und viel günstigere Brille. Aber die Crystal Light spielt hier in einer ganz anderen Liga. Das ist nochmal ein deutlicher Sprung in Sachen Bildqualität. Und apropos Quest: Wenn du mal wieder neue Spiele für deine Meta Quest suchst, dann vergiss nicht, dass du mit meinem persönlichen Coupon Code VOODOODE satte 10% auf alle Meta Quest Spiele sparst. Nur so als kleiner Tipp von mir zu dir!
Farbenpracht und tiefe Schwarzwerte dank Local Dimming
Die Farben auf dem QLED-Display der Pimax Crystal Light sind unglaublich klar und poppig – wirklich intensiv und lebendig. Ich hatte vor einiger Zeit die Somnium VR1 getestet, die hier vielleicht noch einen winzigen Tick besser war, aber das ist Meckern auf allerhöchstem Niveau, und die Pimax ist dazu auch noch wesentlich günstiger. Motion Blur oder Verwischeffekte, die ich bei manchen Brillen wie der PlayStation VR2 manchmal als störend empfand, konnte ich hier überhaupt nicht feststellen. Alles bleibt knackig scharf, auch bei schnellen Bewegungen.
Ein besonderes Highlight ist das Local Dimming. Obwohl es sich nicht um ein OLED-Display handelt, ermöglicht diese Technologie beeindruckend tiefe Schwarzwerte. Die Software erkennt dunkle Bereiche im Spiel und dimmt die entsprechenden Display-Bereiche ab. Das Ergebnis ist ein Schwarzwert, der schon sehr nahe an OLED herankommt und ein deutlich besseres Kontrastverhältnis bietet. Diese Funktion kann man in drei Stufen einstellen, bis hin zu „extrem“. Ich würde euch definitiv die Version mit Local Dimming empfehlen, auch wenn sie etwas teurer ist, denn der Mehrwert ist enorm. Für mich persönlich könnte die Entwicklung des VR Display hier fast schon aufhören. Ich sehe keine einzelnen Pixel mehr, und die Schärfe, die Farben und die Kontraste sind für meine Augen absolut perfekt, auch für detaillierte Anwendungen wie Flugsimulatoren. Ich bin schlichtweg unfassbar begeistert von diesem Display.
Klarheit und Weitsicht: Linsen und Sichtfeld der Pimax Crystal Light
Neben dem Display sind die Linsen entscheidend für die Bildqualität und das VR-Erlebnis. Die Pimax Crystal Light setzt auf hochwertige asphärische Glaslinsen mit beeindruckenden 35 PPD. Und diese Linsen sind wirklich ein Vorzeigestück! Ich habe keine Verzerrungen oder Wölbungen feststellen können, das Bild ist ultra klar von Kante zu Kante (Edge-to-Edge Clarity). Auch an den Rändern bleibt alles scharf, was bei vielen anderen Brillen oft ein Problem darstellt. Der Sweetspot, also der Bereich, in dem das Bild am schärfsten ist, ist bei der Crystal Light sehr groß und leicht zu finden, was den Komfort zusätzlich erhöht.
Was mich ebenfalls begeistert hat: Es gab keinerlei Glare-Effekte (God Rays), dieses störende Leuchten von weißem Text auf schwarzem Hintergrund, das man von anderen Linsen kennt. Auch chromatische Aberrationen, diese farbigen Ränder an kontrastreichen Kanten, waren bei mir nicht vorhanden. Die Linsen sind wirklich hervorragend, mein einziger „Kritikpunkt“ ist, dass sie natürlich durch ihre Größe zum insgesamt stattlichen Format der Brille beitragen. Aber das ist der Preis für diese optische Brillanz.
Mein persönliches Sichtfeld: Mehr als erwartet!
Das Sichtfeld ist immer eine sehr individuelle Angelegenheit, da es stark von der Kopfform abhängt. Ich habe leider eine für VR eher „ungünstige“ Kopfform, was oft zu kleineren Sichtfeldern führt. Aber selbst bei mir lieferte die Pimax Crystal Light beeindruckende Werte: 102 Grad vertikal und 104 Grad horizontal. Das ist für meine Verhältnisse absolut großartig und übertrifft die Werte vieler anderer VR-Brillen, die ich getestet habe. Das Sichtfeld ist groß genug, um ein echtes Gefühl der Immersion zu erzeugen, ohne dass man das Gefühl hat, durch Ferngläser zu schauen.
Interessant ist der Vergleich zur alten Pimax Crystal, die ja eigentlich die gleichen Linsen verwendet. Dort war mein Sichtfeld einen Tick kleiner. Das könnte daran liegen, dass bei der Light-Version die Linsen nicht mehr austauschbar sind, was eventuell zu einer festeren und optimierteren Positionierung führt. Ich habe auch versucht, durch das Entfernen des Gesichtseinsatzes noch mehr Sichtfeld herauszuholen, aber bei mir ergaben sich keine signifikanten Unterschiede. Dennoch: Die Kombination aus Linsenqualität und dem daraus resultierenden Sichtfeld ist hervorragend und trägt maßgeblich zum immersiven Erlebnis dieses PC VR Headset bei.
Controller und Tracking: Präzision für VR-Erlebnisse
Die mitgelieferten Controller der Pimax Crystal Light sind identisch mit denen der normalen Crystal. Und ich muss sagen, Pimax hat hier einen smarten Zug gemacht: Sie sehen den Meta Quest Controllern zum Verwechseln ähnlich, ja, im Prinzip sind sie fast eine Eins-zu-eins-Kopie, abgesehen von einem zusätzlichen Pimax-Knopf. Aber das ist überhaupt nicht schlimm! Im Gegenteil: „Besser gut kopiert als schlecht neu erfunden“, sage ich immer. Für 95% meiner VR-Anwendungen reichen diese Controller absolut aus.
Die Druckpunkte der Knöpfe und Thumbsticks sind gut, die Haptik ist angenehm, und sie liegen gut in der Hand. Auch das integrierte Inside-Out Tracking funktioniert überraschend zuverlässig. Die Akkulaufzeit der Controller ist phänomenal; ich konnte sie stundenlang nutzen, ohne dass der Akkustand merklich sank. Aufgeladen werden sie bequem per USB-C, und ich lasse sie sogar einfach dauerhaft am Ladegerät, ohne dass es bisher Probleme gab. Unten sind zudem praktische Schlaufen angebracht, damit sie euch nicht aus der Hand flutschen.
Alternativen für Profis: Lighthouse-Tracking und Index Controller
Für diejenigen, die höchste Präzision oder Full Body Tracking wünschen, bietet die Pimax Crystal Light eine geniale Erweiterung: die separat erhältliche Lighthouse Faceplate. Diese tauscht man einfach an der Front aus, und schon ist die Brille mit den extrem präzisen Lighthouse-Basisstationen und beispielsweise den Valve Index Controllern kompatibel. Die Index Controller sind in meinen Augen immer noch die besten auf dem Markt, mit ihren Touchoberflächen und dem Fingertracking. Allerdings ist dies eine kostspielige Erweiterung, da man nicht nur die Faceplate, sondern auch zwei Basisstationen und die Index Controller selbst benötigt. Aber die Option zu haben, ist fantastisch und macht die Crystal Light extrem vielseitig für alle, die noch mehr aus ihrem VR-Erlebnis herausholen wollen.
Tracking-Test im Detail: Wo die Grenzen liegen
Beim Head-Tracking gab es, wie zu erwarten, keinerlei Probleme. Selbst vor meiner komplett grünen Greenbook-Studio-Wand, wo andere Brillen wie die PlayStation VR2 manchmal Schwierigkeiten haben, war das Tracking absolut stabil. Das Inside-Out Tracking der Controller ist ebenfalls erstaunlich gut, solange sie sich im Sichtfeld der Kameras befinden. Im vorderen Bereich und seitlich funktioniert alles butterweich.
Hält man die Controller allerdings hinter den Rücken, sind sie erwartungsgemäß sofort weg. Aber sobald man sie wieder ins Sichtfeld bringt, sind sie innerhalb einer halben Sekunde wieder da. Auch direkt vor der Brust oder bis zum Gürtel gibt es keine Probleme. Direkt vor den Linsen oder komplett über dem Kopf wird es schwierig, da die Kameras sie dort nicht mehr sehen können. Überraschend gut funktionierte das Tracking, wenn ich die Controller direkt voreinander hielt. Für die meisten Spiele und Anwendungen ist das Tracking der Standard-Controller absolut ausreichend. Man kann damit prima zocken und sich in VR bewegen, ohne das Gefühl zu haben, von der Technik im Stich gelassen zu werden.
Hitzeentwicklung und IPD-Anpassung: Kleinere, aber feine Details
Ein weiterer Punkt, der bei manchen VR-Headsets unangenehm werden kann, ist die Hitzeentwicklung. Die Pimax Crystal Light wird natürlich vorne leicht warm, wie jede VR-Brille, aber dank ihrer großzügigen Oberfläche verteilt sich die Wärme sehr gut. Ich habe auch bei längeren Sessions keine störende Hitze oder unangenehme Lüftergeräusche wahrgenommen. Von dieser Seite gibt es also absolut nichts zu beanstanden.
Der stufenlose IPD-Slider: Manuelle Präzision
Ein Unterschied zur alten Crystal ist die IPD-Anpassung. Statt eines automatischen Motors gibt es bei der Light-Version einen kleinen, stufenlosen Slider oben links an der Kante, mit dem man den Augenabstand manuell einstellen kann. Die Reichweite liegt zwischen 58 mm und 72 mm. Ich habe einen IPD von 59 mm, also fast am unteren Ende, und selbst dort berührt die Linse meine Nase überhaupt nicht, was ich sehr angenehm finde. Auch auf dem größten Abstand gibt es keine Probleme. Diese manuelle Einstellung ist präzise und funktioniert einwandfrei. Die Brille passt sich so optimal an verschiedene Gesichtsformen an.
Brillenträgertauglichkeit und entfernbare Einsätze
Für Brillenträger ist die Pimax Crystal Light ebenfalls eine gute Wahl. Meine recht große Brille passt problemlos darunter, ohne zu drücken oder unangenehm zu sein. Man spürt sie zwar leicht, aber das ist bei den meisten Brillen der Fall. Auch wenn ich noch keine offizielle Bestätigung habe, gehe ich stark davon aus, dass die Einsätze für Korrektionslinsen der alten Crystal auch hier passen werden – das wäre eine tolle Option für alle, die ihre Brille lieber abnehmen möchten.
Generell ist die Brille sehr wartungsfreundlich. Der gesamte Gesichtseinsatz lässt sich leicht entfernen und wieder anstecken, was die Reinigung der Linsen erheblich erleichtert. Auch die Kopfhörer sind abnehmbar, falls man lieber eigene Audiogeräte verwenden möchte.
Konnektivität und Peripherie: Was die Crystal Light bietet – und was nicht
Beim Blick auf die Anschlüsse merkt man, dass Pimax konsequent den Rotstift angesetzt hat, um das Gewicht und den Preis zu reduzieren. Abgesehen vom DisplayPort und dem Stromanschluss gibt es an der Front keinerlei weitere Anschlüsse. Kein USB-C, nichts, wo man zusätzliche Peripherie direkt anschließen könnte. Das mag für die meisten PC VR-Nutzer, die alles direkt am PC anschließen, kein Problem sein, aber es ist eine bewusste Entscheidung, die man wissen sollte. Das einzige, was wir tatsächlich noch haben, ist ein 3,5 mm Klinkenanschluss unten rechts an der Ecke, um eigene Kopfhörer anzuschließen. Das ist gut, aber ansonsten ist hier minimalistisches Design angesagt.
Erweiterbarkeit und Zubehör: Vom Full Body Tracking bis zum Audiogenuss
Obwohl die Pimax Crystal Light in ihrer Basisversion keine direkten Anschlussmöglichkeiten an der Brille selbst bietet, ist sie in Kombination mit der Lighthouse Faceplate extrem erweiterbar. Dann könnt ihr nicht nur Index Controller, sondern auch Full Body Tracking mit Trackern wie den Tundra Trackern oder Vive Trackern nutzen. Einfach die kleinen Sensoren an Beinen, Armen oder der Hüfte befestigen, und schon könnt ihr in VRChat oder anderen Anwendungen euren gesamten Körper tracken. Je mehr Sensoren, desto präziser und immersiver wird das Erlebnis. Das ist ein großer Vorteil für alle, die tiefer in die VR-Welt eintauchen und nicht nur sitzen wollen.
Was allerdings nicht mehr geht, ist der kabellose Betrieb. Da die Pimax Crystal Light keinen Akku mehr hat und auf eine reine Kabelverbindung setzt, ist ein schnurloses Erlebnis, wie es bei der alten Crystal (mit Akku) noch möglich war, hier nicht vorgesehen. Das sollte man bedenken, auch wenn das 5 Meter lange Kabel in den meisten Fällen ausreichen sollte. Allerdings ist das Kabel recht dick und unflexibel, was ich als kleinen Kritikpunkt anmerken möchte. Für alle, die viel herumlaufen und tanzen, könnte das störend sein. Ich persönlich nutze aber ohnehin oft Snap Turn, daher war es für mich nicht extrem schlimm, aber es ist definitiv verbesserungswürdig. Trotzdem überwiegen die Vorteile der Erweiterbarkeit und der vielfältigen Zubehör-Optionen durch das Lighthouse-System.
Sound und Mikrofon: Hören und gehört werden in VR
Auch beim Sound gibt es bei der Pimax Crystal Light Optionen. In meiner Testversion hatte ich die sogenannten DMAS (Deluxe Audio Straps), die separat erhältlich sind und etwa 100 Euro kosten. Diese kann man einfach in den Headstrap einbauen, und der Sound ist wirklich gut. Sie sind zwar nicht ganz so fantastisch wie die der Valve Index, aber absolut brauchbar und für meine Verhältnisse mehr als ausreichend. Die Standard-SMAS-Kopfhörer, die in der günstigeren Version dabei sind, sind leider nicht so toll, das kenne ich schon von älteren Pimax-Modellen. Kleiner, aber wichtiger Hinweis: Das gesamte Audio-Zubehör der alten Pimax Crystal ist mit der Light-Version kompatibel, was ich sehr begrüße.
Das integrierte Mikrofon habe ich natürlich auch ausgiebig getestet. Pop-Geräusche, Pusten, Schreien – alles dabei. Und ich muss sagen: Das Mikrofon ist gut! Es ist zwar nicht das allerbeste, aber bei Weitem auch nicht das schlechteste. Ich könnte mir sogar vorstellen, es für meine Aufnahmen zu nutzen, was bei vielen anderen Headset-Mikrofonen undenkbar wäre (hallo, Valve Index!). Es liefert eine klare Sprachqualität und ist absolut brauchbar für Voice-Chats in Multiplayer-Spielen oder Kommunikation mit Freunden in VR. Ich würde sagen, sowohl Sound (mit den DMAS) als auch Mikrofon bewegen sich im oberen Bereich, wenn auch nicht im absoluten High-End.
Preise und Varianten: Eine Investition in die PC VR-Zukunft?
Die Pimax Crystal Light ist in drei Hauptvarianten erhältlich, alle inklusive Local Dimming (die frühere Version ohne Local Dimming ist nicht mehr verfügbar):
- Headset ohne Controller: Für rund 799 € oder 769 €. Ideal für Simulations-Fans, die hauptsächlich sitzend spielen und keine Controller benötigen.
- Headset mit den originalen Controllern: Für etwa 899 € oder 859 €. Die Allrounder-Lösung für alle, die Half-Life: Alyx, Beat Saber, Shooter und andere Roomscale-Spiele zocken wollen.
- Headset mit Lighthouse Faceplate (ohne Controller): Ebenfalls 899 € oder 859 €. Diese Version ist für diejenigen gedacht, die bereits über Lighthouse-Basisstationen und Index Controller verfügen oder diese noch anschaffen möchten, um das beste Tracking und Full Body Tracking zu nutzen.
Zusätzlich könnt ihr die Lighthouse Faceplate einzeln für etwa 199 € (oder 187 €) und die Deluxe Audio Straps (DMAS) für ca. 99 $ (oder 94 €) erwerben. Ein wichtiger Punkt, den ihr beachten müsst: Obwohl die Brille aus der EU versendet wird, können aus mir unerklärlichen Gründen noch Importsteuern anfallen, die den Preis um etwa 100 Euro oder mehr erhöhen können. Das müsst ihr unbedingt in eure Kalkulation einbeziehen.
Trotz dieser zusätzlichen Kosten sind die Preise für das Gebotene schon eine Ansage. Wenn man bedenkt, was Brillen wie die Somnium VR1 (ca. 1900 €), die Apple Vision Pro (ca. 4000 €) oder die Bigscreen Beyond (weit über 1000 € ohne Tracking-System) kosten, ist die Pimax Crystal Light zu diesem Preis im PC VR Headset-Sektor extrem konkurrenzfähig, insbesondere wenn man die brillante Bildqualität und das Inside-Out Tracking berücksichtigt, das die teuren Lighthouse-Systeme optional macht.
Mein persönliches Fazit zur Pimax Crystal Light: Pro und Kontra
Nachdem ich die Pimax Crystal Light ausgiebig getestet habe, kann ich euch mein abschließendes Fazit in gewohnter Manier in Pro- und Kontra-Punkten zusammenfassen:
Was mich begeistert hat: Die Pro-Argumente
- Display: Absolut überragend! Das VR Display ist knackscharf, hat eine fantastische Auflösung, brillante Farben und dank Local Dimming sehr gute Schwarzwerte. Für mich gibt es hier aktuell nichts zu meckern. Es ist ein Fest für die Augen und für mich persönlich das Beste, was man derzeit in VR bekommen kann.
- Komfort und Gewicht: Die enorme Gewichtsreduzierung auf 925 Gramm macht einen riesigen Unterschied. Die Brille ist deutlich angenehmer zu tragen, auch über längere Zeiträume, und die Gewichtsverteilung ist überraschend gut ausbalanciert. Ein echter Komfort-Gewinn gegenüber dem Vorgänger.
- Setup und Software: Eine Offenbarung! Die Brille wurde bei mir sofort erkannt, und das Setup war endlich unkompliziert. Die Pimax-Software ist stabiler geworden, und man kann die Brille einfach anschließen und loslegen, ohne sich in unzähligen Einstellungen verlieren zu müssen – es sei denn, man will es. Das ist für mich eine der größten Verbesserungen.
- Linsen und Sichtfeld: Die asphärischen Glaslinsen liefern eine extrem klare, verzerrungsfreie und scharfe Optik von Kante zu Kante. Keine Glare-Effekte oder Aberrationen. Das Sichtfeld ist für meine Verhältnisse sehr groß und immersiv.
- Controller und Inside-Out Tracking: Die mitgelieferten Controller sind zwar „kopiert“, aber funktional und liegen gut in der Hand. Das Inside-Out Tracking funktioniert für 95% der Anwendungsfälle absolut zuverlässig und präzise.
- Erweiterbarkeit: Die Option, die Lighthouse Faceplate und damit Lighthouse-Tracking, Index Controller und Full Body Tracking nutzen zu können, macht die Brille extrem flexibel und zukunftssicher für Enthusiasten.
- Mikrofon: Überraschend gut und absolut brauchbar für Voice-Chats und sogar für Aufnahmen.
- Preis-Leistungs-Verhältnis: Angesichts der gebotenen Qualität, insbesondere des Displays, und der Konkurrenz ist der Preis für die Pimax Crystal Light im PC VR Headset-Segment aktuell konkurrenzlos.
Wo noch Luft nach oben ist: Meine Kritikpunkte
- Raum-Scan-Erkennung: Mir ist es ein paar Mal passiert, dass die Brille den Raum-Scan nicht zuverlässig wiedererkannt hat und ich ihn neu einzeichnen musste. Ich vermute, das ist ein Software-Problem, das Pimax hoffentlich mit einem Update beheben wird.
- Kabel: Das 5 Meter lange Kabel ist zwar von der Länge her okay (6 Meter wären mir lieber), aber es ist leider extrem dick und unflexibel. Das kann bei schnellen oder raumgreifenden Bewegungen etwas störend sein. Ich hoffe, Pimax bietet hier bald eine bessere Alternative an.
- Fehlende Anschlüsse an der Brille: Abgesehen vom DisplayPort und einem 3,5mm-Klinkenanschluss gibt es keine weiteren USB-C- oder andere Anschlüsse an der Brille selbst. Das ist eine klare Sparmaßnahme, die die Erweiterbarkeit direkt am Headset einschränkt. Für die meisten ist es wahrscheinlich kein Problem, aber ich wollte es erwähnt haben.
- Kein drahtloser Betrieb: Durch den Verzicht auf den Akku ist die Pimax Crystal Light eine reine Kabel-Brille und bietet keine Möglichkeit für drahtlosen VR-Genuss.
Abschließende Gedanken und ein Blick in die Zukunft der PC VR
Mein abschließendes Fazit ist glasklar: Die Pimax Crystal Light ist geil! Sie ist ein absolut konkurrenzloses PC VR Headset in ihrer Preisklasse und bietet eine Qualität, die man sonst nur bei deutlich teureren Brillen findet. Das Display ist schlichtweg phänomenal, der Komfort überraschend gut, und das endlich zuverlässige Setup ist eine Wohltat. Pimax hat hier ganze Arbeit geleistet und ein Produkt geschaffen, das die Messlatte für Enthusiasten höher legt.
Ich bin überzeugt, dass die Pimax Crystal Light vielen von euch ein unglaubliches VR-Erlebnis bescheren wird, egal ob ihr Simulations-Fanatiker seid, actionreiche Shooter liebt oder einfach nur in atemberaubende VR-Welten eintauchen wollt. Es ist eine Brille, die mich persönlich sehr begeistert hat und die ich uneingeschränkt empfehlen kann.
Was sind eure Gedanken zur Pimax Crystal Light? Habt ihr vielleicht schon selbst Erfahrungen mit Pimax-Brillen gemacht oder überlegt ihr, in ein High-End PC VR Headset zu investieren? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! Eure Meinung ist mir super wichtig. Wir sehen uns in der nächsten VR-Dimension!