### Samsungs Vorstoß in die 3D-Videoaufnahme: Galaxy Smartphones für die XR-Zukunft
Die Welt der Extended Reality (XR) nimmt Fahrt auf, und Samsung scheint bereit, eine zentrale Rolle in der Content-Erstellung zu spielen. Aktuellen Berichten zufolge rüsten sich Samsungs Flaggschiff-Smartphones mit der Fähigkeit aus, 3D-Videos und -Fotos aufzunehmen, die speziell für die Betrachtung auf den firmeneigenen „Galaxy XR Headsets“ entwickelt wurden.
**Die Entdeckung der 3D-Funktion**
Erste Hinweise auf diese Entwicklung stammen von SamMobile, die in der neuesten Version der Samsung Kamera-App auf dem Galaxy S25 FE eine „3D-Aufnahme“-Option entdeckten. Obwohl diese Funktion auf dem S25 FE noch nicht aktiv ist, konnte durch das Übertragen der APK auf ein Galaxy S25 Ultra ein Schalter für die 3D-Video- und Fotoaufnahme freigeschaltet werden. SammyGuru bestätigt zudem die Funktionalität auf weiteren Flaggschiffen wie dem Galaxy S24 Ultra und dem Galaxy Z Fold7 und lieferte Videobeweise des User Interfaces.
Ein Screenshot des bekannten Samsung-Leakers PhoneArt (ehemals Ice Universe) enthüllt zudem, dass das Galaxy S25 Ultra 3D-Videos in 4K bei 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen kann. Dies übertrifft die bisherigen Spezifikationen der iPhone 15 Pro, 16 und 17 Serien, die räumliche Videos in 1080p bei 30fps aufnehmen.
**Das Galaxy XR Headset: Ein Ausblick auf „Project Moohan“**
Die wirklich interessante Implikation dieser Entwicklung liegt in der Beschreibung von Samsung selbst, die diese 3D-Aufnahmen für „Galaxy XR Headsets“ vorsieht. Samsung arbeitet bereits seit fast drei Jahren an einem eigenständigen Headset, wobei Google die Software-Seite, Android XR, beisteuert. Das Design des Geräts wurde im Dezember letzten Jahres unter dem Codenamen „Project Moohan“ enthüllt, mit einer geplanten Markteinführung im Jahr 2025.
Technisch wird das Headset vom Qualcomm Snapdragon XR2+ Gen 2 Chipsatz angetrieben. Dies ist eine höherwertige Variante des Chipsatzes, der auch in der Meta Quest 3 und Quest 3S zum Einsatz kommt. Ergänzt wird dies durch „modernste Displays“, Eye-Tracking, Hand-Tracking und eine externe Batterie. Samsung hat zudem die Entwicklung von Controllern bestätigt, wobei noch unklar ist, ob diese standardmäßig im Lieferumfang enthalten sein werden.
Gerüchte deuten darauf hin, dass das Headset Sony’s neue 1,35-Zoll 3552×3840 Micro-OLED-Displays verwenden wird, die eine etwas höhere Auflösung und einen breiteren Farbraum als das Apple Vision Pro bieten könnten. Preislich wird Samsungs XR-Headset voraussichtlich zwischen 2,5 Millionen und 4 Millionen südkoreanischen Won liegen, was etwa 1800 bis 3000 US-Dollar entspricht. Vorbestellungen könnten bereits im September beginnen, mit einem Rollout ab Oktober, zunächst in Südkorea.
**Bedeutung für die VR/XR-Landschaft**
Die Integration der 3D-Aufnahmefunktion in Smartphones könnte ein Game Changer für die Verbreitung von XR-Inhalten sein. Nutzer könnten ihre eigenen Erfahrungen und Erinnerungen in 3D festhalten und in immersiven Umgebungen wiedererleben. Dies steht im direkten Wettbewerb mit Apples Vision Pro und dessen räumlichen Videos und zeigt, dass die großen Tech-Unternehmen stark in die Zukunft der erweiterten Realität investieren.
Es bleibt abzuwarten, wie Samsung die Funktion breit ausrollen wird – ob sie als Feature des Galaxy S26 Ultra im Januar eingeführt wird oder früher. Eines ist jedoch klar: Die Möglichkeit, eigene hochauflösende 3D-Inhalte direkt mit dem Smartphone zu erstellen, wird die Art und Weise, wie wir digitale Erinnerungen festhalten und teilen, maßgeblich beeinflussen.