Die Khronos Group hat die Spezifikationen für die neuen OpenXR Spatial Container Erweiterungen offiziell veröffentlicht. Mit den Erweiterungen XR_EXT_spatial_container und XR_EXT_spatial_container_self_rendering wird ein herstellerübergreifender Standard geschaffen, der das Multitasking von volumetrischen 3D-Anwendungen auf VR- und AR-Headsets ermöglicht.
Funktionsweise der Spatial Containers
Bisher basierte OpenXR primär auf der Ausführung einer einzelnen, vollständig immersiven Anwendung. Die neuen Spatial Containers erweitern diese Architektur:
- Begrenzter Anzeigemodus: Anwendungen können als begrenztes 3D-Objekt oder Fenster innerhalb eines vom Betriebssystem verwalteten Raums dargestellt werden. Dies erlaubt die gleichzeitige Nutzung mehrerer 3D- und 2D-Apps.
- Immersiver Modus: Bei Bedarf kann die Anwendung nahtlos in einen vollständigen Bildschirminhalt wechseln.
Die Positionierung dieser Container wird vom System gesteuert, was unter anderem das Mitführen von Elementen bei Nutzerbewegungen erlaubt.
Branchenweite Implementierung
Das Konzept ähnelt der Shared-Space-Architektur von Apple visionOS sowie dem neuen Pico OS 6 für die angekündigte Pico Space Pro. Während Plattformen wie Google Android XR und Metas Horizon OS bisher lediglich 2D-Multitasking unterstützten, hat Google bereits angekündigt, die Spatial Container Erweiterungen in Android XR zu integrieren.
Für Meta bieten die neuen Erweiterungen eine Möglichkeit, die ursprünglich für die Meta Quest 3 angekündigten, aber verzögerten Augments auf einer standardisierten Basis umzusetzen.
Welche Möglichkeiten seht ihr im Multitasking von 3D-Anwendungen für euren Alltagsgebrauch?
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