Ein detaillierter Bericht beleuchtet die Integration des VR-Supports in das Motorrad-Rennspiel "Lanesplit", welches ursprünglich als Flatscreen-Titel konzipiert wurde und im Juni 2026 eine VR-Erweiterung erhielt. Die Analyse zeigt, dass diese nachträgliche Implementierung erhebliche Mängel aufweist, die das immersive Potenzial der Virtual Reality nicht ausschöpfen und das Spielerlebnis beeinträchtigen.
Ein zentraler Kritikpunkt ist das Fehlen einer Bewegungssteuerung für das Lenken des Motorrads in VR. Obwohl die Trigger für Gas und Bremse funktionieren, muss die Lenkung über einen herkömmlichen Gamecontroller erfolgen. Dies widerspricht der Erwartung vieler VR-Nutzer, physisch in das Geschehen einzutauchen und eine direkte Kontrolle über ihr Fahrzeug zu haben, wie es beispielsweise das Ergreifen der Lenker mit den Händen simulieren würde. Das Ergebnis ist ein spürbarer Verlust an Immersion.
Zusätzlich zur eingeschränkten Steuerung leidet Lanesplit in VR unter Performance-Problemen. Tests, die auf einem leistungsstarken PC (RTX 5070 Ti, Ryzen 7 9850X3D) durchgeführt und über eine Meta Quest 3 mittels Virtual Desktop (Ultra-Preset) gestreamt wurden, offenbarten eine Bildrate, die selten über 36 Bilder pro Sekunde hinausging und mit starker Reprojektion einherging. Diese niedrige Framerate beeinträchtigt das Gefühl für Geschwindigkeit und führt zu Rucklern in der Umgebung, was bei schnellen Fahrten Schwindel verursachen kann. Für unerfahrene VR-Nutzer wird das Spiel aufgrund dieser Mängel und der grundsätzlichen Anforderungen von Rennspielen in VR nicht empfohlen.
Weitere Designentscheidungen tragen zur Frustration bei: Die Menüs erscheinen teilweise im Theater-Modus oder erfordern sogar das Abnehmen des Headsets, um Aktionen durchzuführen oder zum Hauptmenü zurückzukehren. Dies unterbricht den Spielfluss und das Eintauchen in die VR-Welt abrupt.
Insgesamt wird der VR-Support von Lanesplit als unzureichend bewertet. Trotz des interessanten Konzepts eines urbanen Motorrad-Rennspiels in VR, verhindern die technischen und konzeptionellen Schwächen ein überzeugendes Erlebnis. Alternativen wie "VRacer Hoverbike" werden als bessere Optionen für VR-Motorradfans angeführt. Es bleibt abzuwarten, ob zukünftige Updates diese Probleme beheben können.
Was haltet ihr von nachträglich hinzugefügtem VR-Support in Spielen? Ist die Qualität oft ein Problem?
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