Bramblefort VR Demo: Eine Analyse des vielversprechenden Soulslike-Survival-Horrors
Die Bramblefort Demo ist aktuell als Teil des Steam Next Fest verfügbar und präsentiert eine interessante Mischung aus Survival-Horror-Elementen und komplexem Soulslike-Leveldesign in Virtual Reality. Dieser Artikel bietet einen Einblick in das, was die Spieler erwartet.
Das Konzept
Die Anpassung etablierter Videospielgenres an VR ist keine Neuheit. Horrorspiele sind in der virtuellen Realität weit verbreitet, da die Immersion durch die direkte Konfrontation mit Monstern oder Zombies verstärkt wird. Soulslike-Spiele hingegen sind eine größere Herausforderung in VR, da das Kampfsystem präzise und wirkungsvoll sein muss. Bramblefort versucht, diese beiden Genres zu vereinen und scheint dabei einen funktionierenden Ansatz gefunden zu haben.
Erste Eindrücke und Gameplay
Die Demo beginnt in einem verfallenen Militärlager, in dem die Spieler von drei Zombies begrüßt werden. Die Handlung führt in ein Kino der 1920er Jahre, wo eine kurze Einsatzbesprechung einer Geheimdienstorganisation die Mission erläutert: die Infiltration von Bramblefort, einer Insel im Nordatlantik, auf der sich seltsame Vorkommnisse ereignen. Spieler übernehmen die Rolle eines Außendienstmitarbeiters und müssen die Ursache untersuchen. Ein kurzes Tutorial führt in die grundlegende Interaktion, wie das Aufnehmen von Gegenständen und das Laden eines Revolvers, ein.
Der Ton ist von Anfang an düster und brutal. Bereits bei der Ankunft auf der Insel wird der Begleiter getötet. Trotz der Gore-Elemente, die nicht übermäßig realistisch dargestellt sind, wird eine beklemmende Atmosphäre erzeugt. Nach der Entführung und Einkerkerung treten die Soulslike-Elemente in den Vordergrund. Das vertikale Leveldesign erfordert Klettern, Springen und das Überwinden von Hindernissen, bevor man auf die ersten Feinde trifft. Die anfänglich verfügbaren Waffen sind Messer und improvisierte Werkzeuge, die ein hektisches Nahkampferlebnis bieten.
Technische Umsetzung und Vergleich
Die Eindrücke wurden mit einer Meta Quest 3 via Steam Link App gesammelt, wobei keine Leistungsprobleme auftraten. Bramblefort wird mit Spielen wie Grimlord (für Dark Souls-Vibe) oder Bloodborne im VR-Kontext verglichen, wobei es im eigentlichen Gameplay eher an Resident Evil 4 erinnert. Später im Spiel erweitern sich die Waffenoptionen um einen Revolver, Sprengstoffe und eine Schrotflinte. Das Nachladen der Schrotflinte und das Betätigen des Verschlusses vermitteln ein Gefühl der Wirkung. Das Pausenmenü, das als riesiges rostiges Rad implementiert ist, fügt sich gut in das Spielgefühl ein.
Leveldesign und Progression
Ein herausragendes Merkmal der Demo ist das komplexe Leveldesign. Wie im Tutorial angedeutet, gibt es oft mehrere Wege, um ein Ziel zu erreichen. Ob durch Klettern, Springen, das Finden von Schlüsseln oder den direkten Kampf – die Umgebung bietet verschiedene Optionen. Die Demo, die über zwei Stunden Spielzeit bietet, führt durch viktorianische Schlösser, sumpfige Landschaften und aufwendige Badehäuser. Die Implementierung von FromSoftwares Leveldesign-Philosophie in einem VR-Spiel wird hier besonders hervorgehoben.
Fazit
Die erfolgreiche Verbindung von Survival-Horror und Soulslike-Mechaniken ist eine bemerkenswerte Leistung. Kleinere Anpassungen, insbesondere im Bereich des Kampfes, könnten noch vorgenommen werden. Bramblefort besticht durch sein komplexes Leveldesign und das authentische Soulslike-Gefühl, während die Survival-Horror-Elemente die dichte Atmosphäre verstärken. Ein vielversprechender Titel, dessen vollständiger Release mit Interesse erwartet wird.
Die Bramblefort Demo ist noch bis Montag, den 22. Juni um 10 Uhr PT im Rahmen des Steam Next Fest verfügbar. Ein Veröffentlichungsdatum für die Vollversion steht noch nicht fest.
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