Steam Frame kommt diesen Sommer: Valve setzt auf 90 FPS Standalone

Valve's Steam Frame: Release im Sommer und strenges "Verified"-Programm

Valve hat den Schleier gelüftet und den Release seines Steam Frame VR-Headsets für "diesen Sommer" bestätigt. Diese Ankündigung geht Hand in Hand mit der Einführung des "Steam Frame Verified"-Programms, das Nutzern eine Orientierungshilfe für optimierte Standalone-VR-Erlebnisse bieten soll. Ursprünglich für Anfang 2026 angepeilt, musste der Zeitplan aufgrund des weltweiten Speichermangels, der durch das rasante Wachstum der KI-Industrie verursacht wurde, angepasst werden.

Ein Hybrid-Ansatz: PC-Streaming und Standalone-VR
Valve positioniert Steam Frame als ein "PC streaming first"-Produkt, das primär für Besitzer von Gaming-PCs gedacht ist. Doch das Headset kann auch komplett eigenständig betrieben werden, ähnlich wie eine Meta Quest oder ein Pico Headset. Dies stellt Entwickler vor Herausforderungen, da die überwiegende Mehrheit der VR-Inhalte auf Steam für leistungsstarke Gaming-PCs konzipiert wurde.

Leistung und Optimierung
Technisch ist Steam Frame etwas leistungsstärker als eine Quest 3, mit etwa 30 % mehr GPU-Leistung und Eye-Tracking für foveated Rendering. Dennoch ist es aufgrund des mobilen Chipsatzes und der Akkuversorgung deutlich weniger potent als ein vollwertiger PC. Viele VR-Titel auf Steam können zwar auf Steam Frame ausgeführt werden, aber nicht die Mehrheit davon mit einer optimalen Performance.

Um dem entgegenzuwirken, arbeiten zahlreiche VR-Spieleentwickler bereits daran, ihre Titel für den Standalone-Betrieb auf Valves Headset zu optimieren. Einige nutzen dafür ihre bestehenden Quest- oder Pico-Builds, da Steam Frame Android APKs ausführen kann, während andere eine niedrigere Grafikstufe implementieren.

Das "Steam Frame Verified"-Label: Qualität vor Quantität
Für Nutzer, die Steam Frame im Standalone-Modus verwenden möchten, wird Valve das "Steam Frame Verified"-Label einführen. Dieses Siegel erhalten Spiele, die von Valve getestet wurden und nachweislich gut auf dem Headset laufen. Dieses Vorgehen erinnert an die Strategie beim Steam Deck mit seinem "Steam Deck Verified"-Label.

Für Standalone-VR-Titel schreibt Valve eine Bildrate von 90 FPS vor. Diese Anforderung ist strenger als beispielsweise im Meta Horizon Store oder Pico Store, wo auch 72Hz-Titel erlaubt sind (teilweise mit 36FPS reprojected auf 72Hz). Selbst der PlayStation Store erlaubt 60FPS reprojected auf 120Hz als Minimum.

Valves Entscheidung für 90 FPS basiert auf der Erkenntnis, dass höhere Bildraten entscheidend sind, um VR-Krankheit zu vermeiden und ein Flackern in hellen Szenen zu unterbinden. Das Unternehmen priorisiert hier ganz klar die Nutzererfahrung, auch wenn dies bedeutet, dass weniger Titel das "Verified"-Label erhalten werden. Es ist eine Rückbesinnung auf die Standards, die die VR-Industrie bereits 2014 etablierte, als Oculus und Valve 90Hz als Minimum für hochwertige VR deklarierten.

Entwickler können die genauen Anforderungen für Steam Frame Verified auf der Steamworks-Website einsehen.

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