Excurio VR: Zeitreise in Ägypten & Paris – Immersive Geschichte erleben

Excurio VR: Immersive Reisen durch die Geschichte – Eine Analyse der Free-roaming Erlebnisse

Die Welt der Virtual Reality entwickelt sich stetig weiter und findet zunehmend Anwendung jenseits des reinen Gamings. Ein bemerkenswertes Beispiel hierfür sind die groß angelegten Free-roaming VR-Erlebnisse von Excurio. Diese französischen Entwickler, ursprünglich als Emissive im Jahr 2005 gegründet, haben sich seit 2020 auf die Schaffung tiefer, bildungsorientierter VR-Erfahrungen spezialisiert und diese erfolgreich in über 30 Veranstaltungsorte weltweit gebracht, von Europa über Nordamerika bis Asien.

Der Reiz von Excurio liegt in der Ambition: 45-minütige, interaktive Geschichten, die zur Erkundung und zum Lernen über vergangene Epochen anregen. Oft in Zusammenarbeit mit Museen und kulturellen Initiativen entwickelt, setzen diese Erlebnisse auf HTC Vive Headsets, um universelle historische Momente greifbar zu machen.

Zwei dieser Erfahrungen durfte der Autor in Yokohama, Japan, über Immersive Journey selbst erleben:

Horizon of Khufu: Eine Reise in das alte Ägypten
Diese Erfahrung entführt die Spieler in die Pyramide des Cheops. Was als eine exklusive Nachttour beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Zeitreise 4500 Jahre in die Vergangenheit. Man erkundet Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleiben, und erhält Einblicke in die Bauweise der Pyramiden sowie die altägyptische Gesellschaft. Die Zusammenarbeit mit Ägyptologen der Harvard University garantiert dabei historische Genauigkeit. Obwohl das Erlebnis faszinierende Fakten und beeindruckende Maßstäbe der Bauwerke vermittelt, ist es stellenweise eher ein "Lecture in VR" und weniger interaktiv, mit langen Phasen des Zuhörens. Dennoch überzeugt die Darstellung der Pyramiden in ihrer ursprünglichen Pracht und die Möglichkeit, sich frei in dieser antiken Welt zu bewegen, und rechtfertigt den Besuch.

Tonight With the Impressionists: Paris 1874
Strukturell und in seiner Herangehensweise unterscheidet sich dieses Erlebnis deutlich von "Horizon of Khufu". Es versetzt die Spieler ins Paris des Jahres 1874, zur Zeit der Entstehung des Impressionismus. Hier wird man nicht belehrt, sondern taucht ein in die intimen Gespräche und philosophischen Debatten von Künstlern wie Claude Monet, Auguste Renoir und Edgar Degas. Durch eine Zusammenarbeit mit dem Pariser Musée d'Orsay werden historische Genauigkeit und hochauflösende Scans realer Kunstwerke geboten, die jeden Pinselstrich sichtbar machen. Die dynamische, gesprächsbasierte Darstellung macht die Informationen leicht verdaulich und das Erlebnis fühlt sich natürlicher und interaktiver an. Diese Herangehensweise, die Geschichte durch die Augen und Worte ihrer Protagonisten zu erleben, lässt die 45 Minuten wie im Flug vergehen.

Barrierefreiheit und Immersion
Ein großer Pluspunkt ist die Zugänglichkeit: Beide Erlebnisse sind in mehreren Sprachen verfügbar (Englisch, Japanisch, Koreanisch, Spanisch) und wurden sogar für Rollstuhlfahrer optimiert, sodass das gesamte Erlebnis im Sitzen genossen werden kann – eine bemerkenswerte Inklusionsleistung in diesem Sektor.

Ein kleiner Wermutstropen ist das Konzept, andere Spielergruppen als Schattenfiguren darzustellen, um Kollisionen in den großen Free-roaming-Räumen zu vermeiden. Während dies der Sicherheit dient, kann es die Immersion in emotionalen oder visuell beeindruckenden Szenen kurzzeitig stören, wenn Schattenfiguren durch die virtuelle Welt schweben.

Fazit
Trotz dieses kleinen Kritikpunkts bieten die Immersive Journey-Erlebnisse von Excurio eine innovative und unterhaltsame Möglichkeit, Geschichte zu erfahren. Sie verbinden Bildung mit der Einzigartigkeit der VR auf eine Weise, die über das hinausgeht, was viele andere Anbieter in diesem Bereich leisten. Für etwa 4000 Yen pro Erfahrung bieten diese 45 Minuten einen hohen Gegenwert, besonders wenn man sie mit Freunden erlebt. Neben Yokohama sind "Horizon of Khufu" auch in Nagoya sowie beide Erlebnisse an ausgewählten Standorten in Brasilien und Kanada verfügbar. Es ist eine lohnenswerte Alternative, die Welt virtuell zu bereisen und dabei vielleicht sogar etwas Neues zu lernen.

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