In einem aktuellen Review von UploadVR wurde das Spiel 'Space Control' genauer unter die Lupe genommen. Es handelt sich um eine episodische, interaktive VR-Weltraumkomödie von MoonMonster Studios, die für Quest und Steam verfügbar ist. Die Rezension, die auf einer Quest 3 durchgeführt wurde, beleuchtet ein vielversprechendes Konzept, das jedoch in der Realisierung nicht überzeugen konnte.
Das Konzept:
'Space Control' wird als eine Mischung aus Spiel und animierter Serie beschrieben, inspiriert vom unkonventionellen Humor von 'Rick and Morty' und 'Futurama'. Die Prämisse ist reizvoll: Man spielt einen Menschen namens 'Newbie', der unfreiwillig von der zwielichtigen Glorpo Inc. rekrutiert wird, um Schulden abzuarbeiten. Zusammen mit einer bunten Crew aus interstellaren Eigenbrötlern erlebt man absurde Abenteuer im Weltraum. Dies klingt auf dem Papier nach einer idealen VR-Erfahrung, die physische Interaktion mit einer sich entfaltenden Geschichte verbindet.
Die Umsetzung und Kritikpunkte:
Leider bleibt das Spiel hinter seinem Potenzial zurück. Ein Hauptkritikpunkt ist die mangelnde Tiefe der Interaktionen. Spieler verbringen viel Zeit damit, Dialogen passiv zuzuhören, während die Möglichkeit, mit der Umgebung sinnvoll zu interagieren, begrenzt ist. Objekte können zwar aufgehoben und bewegt werden, dies hat jedoch selten echte Auswirkungen auf das Geschehen.
Das Writing versucht, die chaotische Energie seiner Vorbilder einzufangen, verfehlt aber oft deren Witz und Nuancen. Der Humor wird als grob und kindisch beschrieben, mit vielen Witzen, die sich um Körperfunktionen drehen. Dies führt zu einer inkonsistenten Tonalität, die weder für Kinder noch für Erwachsene durchweg geeignet erscheint.
Das Gameplay selbst wird als sehr oberflächlich und 'Job Simulator-lite' empfunden. Es gibt keinen Zeitdruck, keine Misserfolgszustände und keine sinnvolle Herausforderung. Die Aufgaben bestehen meist aus dem Wiederholen einfacher Aktionen, um den nächsten Story-Beat auszulösen. Entscheidungen oder Handlungen des Spielers haben keine Auswirkungen auf die Geschichte, was das interaktive Element als statisch und lose erscheinen lässt. Dies ist eine verpasste Gelegenheit, da eine Gamifizierung mit Konsequenzen das Erlebnis erheblich bereichern könnte.
Optik und Sound:
Visuell erfüllt 'Space Control' seinen Zweck mit einer kohärenten Identität, die an eine animierte Sci-Fi-Show erinnert. Allerdings wirkt das Spiel an den Rändern ungeschliffen, mit kleineren technischen Fehlern wie Clipping-Assets. Die Physik-Engine ermöglicht das Herumspielen mit Objekten, was in passiven Szenen eine leichte Ablenkung bietet. Die Synchronsprecher leisten eine lobenswerte Arbeit und tragen maßgeblich zur Atmosphäre bei, auch wenn das Skript seine Grenzen hat.
Fazit:
Mit einer Bewertung von 2.5 Sternen bezeichnet UploadVR 'Space Control' als eine enttäuschende Erfahrung. Die Kernidee eines narrativen Comedy-Spiels in VR hat großes Potenzial, doch das Spiel schafft es nicht, sich entweder als fesselnde Geschichte oder als wirklich interaktives Spielerlebnis zu etablieren. Es verpasst die Chance, eine gelungene Synthese aus beiden Elementen zu bieten.
Was sind eure Erwartungen an eine gelungene Mischung aus Spiel und interaktiver Geschichte in VR?
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