Meta Horizon Worlds beendet VR-Support: Fokus auf Flatscreen

Meta Horizon Worlds: Das Ende der VR-Unterstützung und Neuausrichtung auf Flatscreen

Meta Horizon Worlds, einst als Eckpfeiler von Metas Vision für das Metaverse in der virtuellen Realität konzipiert, steht vor einer grundlegenden Neuausrichtung. Das Unternehmen hat angekündigt, die VR-Unterstützung für die Plattform vollständig einzustellen und sich auf eine reine Flatscreen-Erfahrung für Web und Smartphones zu konzentrieren. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden strategischen Wandel und wirft Fragen über die Zukunft von Metas VR-Metaverse-Ambitionen auf.

Chronologie des Rückzugs aus VR:

  • 31. März: Die Horizon Worlds App wird aus dem Quest Store entfernt. Zentrale First-Party-Welten wie Horizon Central, Events Arena, Kaiju und Bobber Bay werden ab diesem Datum nicht mehr in VR zugänglich sein.
  • 15. Juni: Die Horizon Worlds App wird komplett von Quest-Headsets entfernt. Ab diesem Zeitpunkt sind alle Welten nicht mehr in VR erreichbar.

Die Neuausrichtung auf Flatscreen:

Nach dem vollständigen Ende der VR-Unterstützung wird Horizon Worlds ausschließlich über das Web und die Meta Horizon Smartphone-App zugänglich sein. Meta hat bestätigt, dass das Unternehmen weiterhin in die Entwicklung, Erweiterung und Investition in Horizon Worlds als mobile Erfahrung plant. Dies bedeutet auch, dass die Möglichkeit, Freunde über Horizon Worlds zu Hyperscape-Scans als Meta-Avatare einzuladen, entfällt.

Hintergründe der Entscheidung:

Die Geschichte von Horizon Worlds ist von Herausforderungen geprägt. Ursprünglich 2020 als Facebook Horizon gestartet und später in Horizon Worlds umbenannt, sollte die Plattform die frühe Form des VR-Metaverse verkörpern. Ihr Alleinstellungsmerkmal war die In-VR-Kreation, bei der Nutzer mit Touch-Controllern Welten innerhalb der Quest- oder Rift-Headsets erschaffen konnten.

Diese demokratische Kreationsphilosophie führte jedoch zu einer oft kritisierten, simplen Grafik, die in den sozialen Medien Hohn und Spott erntete. Das berühmte „Mark Zuckerberg Selfie“ aus dem Jahr 2022 wurde zum Symbol für die wahrgenommene Unausgereiftheit der Plattform und prägt das öffentliche Bild bis heute, obwohl sich die Grafik seitdem weiterentwickelt hatte.

Ein weiterer Faktor war die verspätete Einführung von Desktop-Tools zur Welterstellung. Erst 2023 begann Meta mit dem Rollout einer Desktop-PC-Software, die eine traditionelle Spieleentwicklung mit Import von 3D-Meshes und TypeScript-Funktionalität ermöglichte. Dies war jedoch möglicherweise zu spät, um den Rufschaden zu beheben.

Meta CTO Andrew Bosworth äußerte sich bereits im Januar positiv über die Akzeptanz von Horizon Worlds auf Smartphones. Er betonte die Ineffizienz, alles doppelt – einmal für Mobile und einmal für VR – zu entwickeln. „Man hat ein Team, das tatsächlich einen Product-Market-Fit in einem riesigen Markt auf Mobiltelefonen hat, und sie müssen alles zweimal bauen. Sie bauen es einmal für Mobiltelefone und noch einmal für VR. Es gibt eine ziemlich einfache Möglichkeit, ihre Geschwindigkeit zu erhöhen: Lassen Sie sie einfach für Mobilgeräte bauen“, so Bosworth.

Im Februar kündigte Meta dann offiziell an, Horizon Worlds „explizit von Quest zu trennen“, um sich auf Drittanbieter-Apps im VR-Ökosystem zu konzentrieren.

Was bedeutet das für die VR-Zukunft?

Die Abkehr von Horizon Worlds in VR könnte als Eingeständnis gewertet werden, dass Metas ursprüngliche Vision eines selbst kreierten VR-Metaverse nicht wie erhofft aufgegangen ist. Gleichzeitig signalisiert es eine Konzentration auf Stärken im mobilen Bereich und eine klarere Trennung zwischen der „Metaverse“-Marke und dem Kern-VR-Gaming/App-Ökosystem von Quest. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese strategische Entscheidung auf Metas langfristige VR-Pläne und die Entwicklung des breiteren VR-Marktes auswirken wird.

Was denkt ihr über diesen Schritt? Ist es eine notwendige Anpassung oder ein Rückschlag für die VR-Metaverse-Vision?

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