Pico Swan: 4K Micro-OLED, neue Chips & Spatial OS enthüllt

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ByteDance's Pico hat die technischen Spezifikationen ihres kommenden "Project Swan" Headsets bekannt gegeben, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Das Headset wird mit hochauflösenden 4K Micro-OLED Panels ausgestattet sein, die eine Pixeldichte von 4000 PPI erreichen und eine durchschnittliche Winkelauflösung von 40 PPD bieten – Werte, die sogar über denen der Apple Vision Pro liegen sollen und eine scharfe Textdarstellung auf virtuellen Monitoren ermöglichen.

Ein zentrales Merkmal ist das Dual-Chip-Architektur-Design. Der Hauptprozessor soll die CPU- und GPU-Leistung des Snapdragon XR2 Gen 2, der beispielsweise in der Meta Quest 3 verbaut ist, verdoppeln. Ein selbst entwickelter Coprozessor ist für Computer Vision und Bildverarbeitung zuständig und soll eine Latenz von nur 12 Millisekunden liefern, vergleichbar mit Apples R1-Chip. Hand- und Eye-Tracking werden ebenfalls unterstützt. Die genaue Form des Headsets oder der Hersteller des leistungsstarken Hauptchips wurden noch nicht enthüllt. Spekulationen um ein ultraleichtes Headset mit externem Compute-Puck wurden durch die gezeigten Grafiken, die beide Chips intern nebeneinander darstellen, vorerst nicht bestätigt.

Picos Hauptfokus der Ankündigung lag auf Pico OS 6, dem überarbeiteten XR-Betriebssystem. Dieses System, das auf Project Swan laufen wird, integriert eine "Pico Spatial Engine". Ähnlich wie Apples visionOS ermöglicht diese Engine, dass sowohl 2D- als auch 3D-Anwendungen parallel in einer gemeinsamen Umgebung ausgeführt werden können, wobei entweder eine virtuelle Welt oder die physische Realität als Hintergrund dient. Das Betriebssystem übernimmt das Rendering und die Interaktion und unterstützt dabei Umgebungsbeleuchtung, dynamische Okklusion, räumliches Audio, Physik mit realer Oberflächenkollision und Szenenverständnis. Dies steht im Gegensatz zu Meta's Horizon OS und Googles Android XR, die derzeit nur eine 3D-App gleichzeitig unterstützen.

Pico OS 6 nutzt eine Designsprache namens "Cloud Crystal" und bietet Entwicklern das Pico Spatial SDK mit Unterstützung für Android Studio, Kotlin, Unreal und Unity. Bestehende Apps, die auf der Pico 4 Ultra laufen, werden auch auf Project Swan kompatibel sein. Zudem wurde ein Open-Source WebXR-Framework namens WebSpatial vorgestellt, das Webentwicklern den einfachen Einstieg in räumliche Erlebnisse ermöglichen soll.

Pico hat ein globales Early Access Programm für Pico OS 6 und das Project Swan Headset gestartet. Ausgewählte XR-Experten und Entwickler können sich bewerben, um frühes Feedback zur Hardware und Software zu geben.

Die Fortschritte, die Pico mit Project Swan und OS 6 macht, positionieren das Unternehmen als ernsthaften Wettbewerber im High-End-XR-Markt. Welche Auswirkungen könnte dies auf die zukünftige Entwicklung von VR-Anwendungen und -Plattformen haben?
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