Meta strukturiert VR-Strategie neu: Horizon Worlds trennt sich von Quest und Fokus auf Drittanbieter-Apps
Meta hat kürzlich eine Überarbeitung seiner Strategie für das Quest-Ökosystem und Horizon Worlds bekannt gegeben. In einem Blogbeitrag für Entwickler mit dem Titel 'Our Renewed Focus in 2026' legt Samantha Ryan, VP of Content bei Meta Reality Labs, die künftige Ausrichtung dar, die bereits in Äußerungen von CTO Andrew Bosworth angedeutet wurde.
Klare Trennung von Horizon Worlds und Quest
Der Kern der neuen Strategie ist eine explizite Trennung von Horizon Worlds und der Quest-Plattform. Horizon Worlds soll künftig "fast ausschließlich mobil" werden und nicht mehr aktiv an Quest-Besitzer vermarktet werden. Dies bedeutet konkret, dass individuelle Horizon Worlds-Destinationen aus dem In-VR-Store auf Quest entfernt werden. Auch in der Smartphone-App werden Welten vom Store getrennt.
Neuer Fokus auf Drittanbieter im VR-Bereich
Im Gegensatz dazu wird Meta seine Anstrengungen im VR-Bereich verstärkt auf die Förderung und Unterstützung des Drittanbieter-Entwickler-Ökosystems konzentrieren. Anstatt eigene Blockbuster-VR-Spiele zu entwickeln, um mit diesen zu konkurrieren, will Meta gezielt in externe Studios und Projekte investieren. Bereits 2025 wurden fast 150 Millionen US-Dollar in VR-Entwicklerprogramme investiert. Ein Großteil der VR-Nutzung (86%) entfällt ohnehin auf Drittanbieter-Apps, was diese strategische Neuausrichtung untermauert. Erfolgreiche Drittanbieter-Titel wie UG, Hard Bullet und The Thrill of the Fight 2 generierten im letzten Jahr bereits Millionenumsätze auf der Plattform.
Änderungen an der Quest-Benutzeroberfläche
Bereits im letzten Monat wurde angekündigt, dass die neue 'Navigator'-Benutzeroberfläche von Quest zum Standard wird. Der 'Horizon Feed' wird entfernt, und das Headset bootet zukünftig direkt zu einem Raster der installierten Apps. Einige Quest-Besitzer im Public Test Channel (PTC) berichten bereits von einem aktualisierten Navigator, dem der 'Worlds'-Button fehlt.
Zukunft der Quest-Plattform und VR-Markt
Meta begegnet auch dem Skeptizismus, der nach der Schließung mehrerer VR-Studios und Entlassungen aufkam. Das Unternehmen betont, eine "robuste Roadmap für zukünftige VR-Headsets" zu besitzen – ein Hinweis, der Äußerungen zum Verbleib der Quest 4 auf der Roadmap bestätigt. Ryan bekräftigt, dass VR "immer noch wächst" und die Quest-Verkaufszahlen im letzten Weihnachtsgeschäft "tremendous" waren und "weit vor allen Wettbewerbern" liegen. Meta bezeichnet sich weiterhin als den "größten Einzelinvestor in der VR-Industrie".
Diese strategische Neuausrichtung unterstreicht Metas Versuch, seine Investitionen effektiver zu gestalten und sich auf Bereiche zu konzentrieren, die das größte Potenzial für Wachstum und Nutzerbindung versprechen.
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