Dread Meridian VR: Atmosphärischer Lovecraft-Horror mit Kampf-Mängeln

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Dread Meridian: Ein Lovecraft-Horror in VR mit atmosphärischem Glanz und kämpferischen Tücken

Dread Meridian präsentiert sich als ein Virtual-Reality-Survival-Horror, der tief in die makabren Welten von H.P. Lovecraft eintaucht, insbesondere inspiriert von "Berge des Wahnsinns". Das Spiel, erhältlich für Quest-Headsets (getestet auf Quest 3) und Steam, versetzt Spieler in die Rolle von Daniela, die sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Schwester begibt. Diese hatte sich auf eine Forschungsexpedition begeben, nachdem mysteriöse Artefakte entdeckt wurden. Die Geschichte beginnt auf einem Boot und führt Daniela bald in eine gefrorene Einöde, die von einem wunderschönen Polarlicht erhellt wird, während sich unter der Oberfläche das Grauen verbirgt.

Atmosphäre und narrative Tiefe:
Ein unbestreitbarer Höhepunkt von Dread Meridian ist seine Fähigkeit, eine dichte und beunruhigende Lovecraftsche Atmosphäre zu schaffen. Überall begegnet man flüsternden Stimmen, halluzinatorischen Landschaften und grotesk mutierten Leichen, die die Verwandlung der Welt durch eldritche Schrecken untermauern. Die detaillierten Dokumente und Sprachaufnahmen der Forscher, die ihren langsamen Abstieg in den Wahnsinn dokumentieren, tragen maßgeblich zur Immersion bei und sind ebenso faszinierend wie unheimlich. Die narrativen Set-Pieces sind gut inszeniert und die fünf Kapitel, jedes etwa eine Stunde lang, führen durch abwechslungsreiche Umgebungen wie eine verlassene Forschungsbasis, eine Hütte im Wald und infizierte Höhlen.

Herausforderungen im Gameplay:
Wo Dread Meridian jedoch ins Straucheln gerät, ist sein Kampfsystem. Es wird oft als "Wiggle Fest" beschrieben, bei dem die Spieler hauptsächlich mit einem Messer auf die Gegner einschlagen müssen, da Schusswaffen wie SMGs selten sind und Munition Mangelware ist. Dies führt zu einem unpräzisen und oft frustrierenden Kampfgefühl, das durch ungenaue Trefferboxen der Gegner und ein Fehlen von Schwierigkeitsgraden oder häufigen Speicherpunkten noch verstärkt wird. Das Spiel bietet zwar verschiedene Komforteinstellungen wie "Immersive" und "Comfortable" mit anpassbaren Optionen für Dreh- und Bewegungssteuerung, jedoch keine dedizierten Sitz- oder Stehmodi, obwohl die Höhe angepasst werden kann.

Grafischer Vergleich und technische Aspekte:
Im direkten Vergleich zwischen der Quest- und Steam-Version zeigt sich, dass Dread Meridian auf Steam optisch deutlich schärfer und detailreicher ist. Die Texturen und Umgebungsdetails wirken auf der PCVR-Version klarer, während die Quest-Version einen eher "cartoonartigen" Look mit allgemeineren Texturen aufweist. Trotz dieser visuellen Unterschiede wurden auf keiner der beiden Plattformen Leistungsprobleme festgestellt.

Dread Meridian ist ein Spiel, das sein Potenzial in der Atmosphäre voll ausschöpft, aber durch seine Gameplay-Mechaniken, insbesondere den Kampf, zurückgehalten wird. Mit zukünftigen Patches und Community-Feedback könnte das Spiel jedoch sein volles Potenzial entfalten und zu einem wahrhaft furchterregenden Erlebnis im Lovecraft-Universum werden.

Habt ihr Dread Meridian bereits gespielt oder plant ihr, es auszuprobieren? Teilt eure Eindrücke und Erfahrungen mit diesem Lovecraft-Horror!
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