Lynx’s Neues VR-Headset: Extrem breites FOV, ohne Android XR

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Der französische VR-Hardwarehersteller Lynx steht mit seinem nächsten Headset vor einer bedeutenden Neuausrichtung. Das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass sein kommendes Standalone-VR-Gerät nicht das Android XR-Betriebssystem von Google nutzen wird. Stattdessen wird es auf dem hauseigenen Open-Source Lynx OS laufen und verspricht das breiteste Sichtfeld aller derzeit bekannten Standalone-Headsets.

Die turbulente Geschichte der Lynx-R1
Lynx, ein 2020 gegründetes französisches Startup, kündigte damals das Mixed-Reality-Headset Lynx-R1 an und startete 2021 eine Kickstarter-Kampagne. Ursprünglich als das erste Consumer-Standalone-Headset mit Farb-Passthrough für rund 500 US-Dollar geplant, das direkt mit Meta Quest-Headsets konkurrieren sollte, erlitt das Projekt erhebliche Verzögerungen. Bis zur Auslieferung an die Backer waren bereits die Meta Quest Pro, die Quest 3 und sogar die Apple Vision Pro auf dem Markt erschienen, alle mit wesentlich leistungsstärkeren Chipsätzen. Der Preis für neue Bestellungen stieg im Laufe der Zeit auf 850 US-Dollar und später auf 1300 US-Dollar, da das Unternehmen sich primär auf Geschäftskunden konzentrierte. Die Produktion der Lynx-R1 wurde vom Gründer und CEO selbst als "absolutes Chaos" beschrieben.

Abschied von Android XR
Im Dezember letzten Jahres kündigte Google an, dass neben Samsung auch Lynx, Sony und Xreal Geräte für sein Android XR-Betriebssystem entwickeln würden. Basierend auf dieser Ankündigung wurde spekuliert, dass das nächste Lynx-Headset das zweite Android XR-Gerät sein könnte. Nun hat Lynx jedoch UploadVR mitgeteilt, dass Google die Vereinbarung zur Nutzung von Android XR "überraschenderweise" beendet hat. Lynx bekundet, weiterhin offen für Android XR zu sein, sobald Google das Betriebssystem für andere Headsets freigibt, da man ein Jahr lang eng zusammengearbeitet habe. Google selbst äußerte sich nicht direkt zur Vereinbarung mit Lynx, bestätigte aber die fortgesetzte Zusammenarbeit mit Xreal und Sony.

Das neue Lynx-Headset: Fokus auf FOV und Open Source
Das kommende Lynx-Headset wird stattdessen auf Lynx OS basieren, einer Open-Source-Abspaltung von Android, die OpenXR unterstützt. Lynx plant, den Quellcode für Hobbyisten und Unternehmen freizugeben, um eine Alternative zu proprietären XR-Betriebssystemen zu bieten.

Die Details zum neuen Headset werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben, die vollständige Enthüllung ist für Ende Januar auf der SPIE geplant. Vorerst wurde bekannt gegeben, dass es sich um ein "Mid-Range"-Headset handeln wird, preislich zwischen der Meta Quest 3 und dem Samsung Galaxy XR angesiedelt. Das herausragendste Merkmal wird das branchenweit breiteste Sichtfeld eines Standalone-Headsets sein, welches durch fortschrittliche asphärische Pancake-Linsen ermöglicht wird, die in Zusammenarbeit mit dem israelischen Startup Hypervision entwickelt wurden. Dieser optische Ansatz soll dem Meta Boba 3-Prototypen ähneln, wenn auch in einem praxisnaheren Standalone-Formfaktor.

Gelernte Lektionen für die Markteinführung
Stan Larroque, Gründer von Lynx, betont, dass das Unternehmen aus den Erfahrungen mit der R1, insbesondere in Bezug auf die Elektroniklieferketten, gelernt hat. Für das neue Headset sind daher weder Kickstarter-Kampagnen noch Vorbestellungen geplant. Lynx verspricht, dass das Gerät erst zum Kauf angeboten wird, wenn es tatsächlich versandbereit ist.

Diese strategische Neuausrichtung könnte Lynx helfen, sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven VR-Markt zu positionieren, insbesondere mit dem Fokus auf ein offenes Betriebssystem und ein herausragendes Sichtfeld.

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