Sharp wagt sich mit dem "Xrostella VR1" in den PC-VR-Markt und setzt dabei auf Crowdfunding über die japanische Plattform GREENFUNDING. Das Headset positioniert sich als eine äußerst leichte Option, die primär für PC VR konzipiert ist, aber auch eine besondere Smartphone-Konnektivität bietet.
Design und Spezifikationen
Das Xrostella VR1 besticht durch sein geringes Gewicht von lediglich 198 Gramm, was es zu einem der leichtesten auf dem Markt macht – vergleichbar nur mit Headsets wie dem Bigscreen Beyond 2 oder Shiftall MeganeX. Ausgestattet ist es mit zwei 2160×2160 LCD-Panels und "lichteffizienten" Pancake-Linsen, die ein Sichtfeld von 90 Grad ermöglichen. Anpassungsoptionen für den IPD-Bereich von 58mm bis 71mm sowie Dioptrien von 0D bis -9.0D sind ebenfalls vorhanden.
Tracking und Passthrough
Für das Tracking setzt Sharp auf zwei Graustufen-Fisheye-Kameras. Die mitgelieferten Controller erinnern in ihrer Form an die der Quest 2, jedoch mit markanteren Tracking-Ringen. Ein Farbdurchschleif-Modus (Passthrough) wird durch eine einzelne Kamera realisiert.
Smartphone-Integration
Ein einzigartiges Merkmal ist die Kompatibilität mit Sharps AQUOS sense10 Smartphones, wobei das Display des Telefons auf einem fixierten virtuellen Bildschirm im Headset dargestellt wird. Sharp plant, diese Kompatibilität schrittweise auf weitere Smartphone-Modelle auszudehnen.
Offene Fragen und Herausforderungen
Die gewählte Tracking-Lösung mit nur zwei Kameras ist seit den frühen Windows MR Headsets, die vor der HP Reverb G2 kamen, selten. Diese Methode kann den Tracking-Bereich der Controller erheblich einschränken. Die Nutzung nur einer Passthrough-Kamera führt zudem zu einem Mangel an korrekter Tiefen- und Skalenwahrnehmung, was die Mixed-Reality-Erfahrung beeinträchtigen könnte. Das Fehlen von Eye-Tracking und Hand-Tracking macht das Headset für Anwendungen wie VRChat weniger attraktiv, während das relativ enge Sichtfeld und die geringere Auflösung für Simulationsfans nicht optimal sein dürften.
Es bleibt abzuwarten, wie sich das Xrostella VR1 preislich positioniert. Die Crowdfunding-Strategie eines Unternehmens von Sharps Größe ist ungewöhnlich und könnte dazu dienen, das Interesse am Produkt vor einer vollständigen Markteinführung zu testen. Wer wird die Zielgruppe für dieses spezialisierte, ultraleichte PC-VR-Headset sein? Diskutiert mit uns in den Kommentaren, was ihr von Sharps Vorstoß in den VR-Markt haltet.