Die Welt der Virtual und Mixed Reality erhält Zuwachs: Apple hat die M5 Apple Vision Pro auf den Markt gebracht, während Samsung nahezu zeitgleich die Galaxy XR präsentierte. Wir werfen einen detaillierten Blick auf die Neuerungen und deren Auswirkungen.
Die M5 Apple Vision Pro: Ein Upgrade mit Haken
Apples neuestes Mixed-Reality-Headset, die M5 Vision Pro, ist ab sofort erhältlich. Sie kommt mit einem verbesserten M5-Chip, der eine Reihe von Leistungssteigerungen mit sich bringt. Laut Apple ermöglicht der optimierte CPU schnellere Ladezeiten für Anwendungen und Widgets sowie ein reaktionsfreudigeres Web-Browsing. Die GPU rendert standardmäßig mit 10 % höherer Auflösung, unterstützt eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz für reduzierte Bewegungsunschärfe und bietet hardwarebeschleunigtes Raytracing und Mesh Shading. Der verbesserte Neural Engine beschleunigt KI-Funktionen wie die Einrichtung von Personas oder die Generierung räumlicher Szenen um 50 % und macht KI-Aufgaben in Drittanbieter-Apps bis zu doppelt so schnell.
Eine weitere bemerkenswerte Verbesserung ist die Akkulaufzeit, die nun bis zu 2,5 Stunden bei allgemeiner Nutzung oder 3 Stunden bei Videowiedergabe beträgt – eine Verlängerung um 30 Minuten gegenüber dem Originalmodell. Dies deutet auf eine effizientere Konfiguration des M5-Chips hin.
Neues Dual Knit Band für mehr Komfort
Auch im Bereich des Tragekomforts gibt es Neuerungen: Während die ursprüngliche Vision Pro mit zwei Bändern geliefert wurde, kommt die M5 Vision Pro nun mit einem einzigen Dual Knit Band. Dieses Band kombiniert die Vorteile der früheren Bänder, indem es obere und untere Gurtabschnitte als ein einziges 3D-gestricktes Stück bietet, das separat mit einem einzigen Drehrad eingestellt werden kann. Erhältlich in den Größen Small, Medium und Large, wie die vorherigen Bänder.
Ein interessantes Detail sind die in den hinteren Teil des Bandes eingebetteten Wolfram-Einsätze. Wolfram ist mehr als doppelt so dicht wie Edelstahl und sorgt für einen besseren Gewichtsausgleich des Headsets. Tatsächlich ist das Dual Knit Band mit 150 Gramm schwerer als das Solo Knit Band, was auf eine bewusste Designentscheidung zur Gewichtsverteilung hinweist. Das Dual Knit Band ist auch als Zubehör für 99 US-Dollar für die ursprüngliche Apple Vision Pro erhältlich, wobei es derzeit mit Lieferverzögerungen zu rechnen ist.
Die M5 Apple Vision Pro ist in zahlreichen Ländern, darunter Deutschland, verfügbar, weitere sollen folgen. Der Preis bleibt identisch mit dem Vorgängermodell: 3500 US-Dollar für 256 GB, 3700 US-Dollar für 512 GB oder 3900 US-Dollar für 1 TB Speicherkapazität. Das Originalmodell wurde eingestellt.
Ein wichtiger Punkt für bestehende Nutzer: Apple hat bestätigt, dass das M2 Vision Pro-Modell nicht für ein Trade-in in Frage kommt. Upgrade-Willige müssen also den vollen Preis zahlen und ihr altes Headset gegebenenfalls privat verkaufen.
Samsung Galaxy XR: Ein neuer Player mit Android XR
Nur wenige Stunden nach der Einführung der M5 Vision Pro hat Samsung seine Galaxy XR auf den Markt gebracht. Dieses Headset ist das erste Gerät, das auf Googles neuer Android XR-Plattform läuft. Mit einem Preis von rund 1800 US-Dollar ist es deutlich günstiger als Apples Angebot. Die Controller sind separat für 250 US-Dollar erhältlich. Erste Informationen deuten darauf hin, dass VR-Gaming für die Samsung Galaxy XR kein primärer Fokus ist, obwohl bereits Spiele wie „Real VR Fishing“ und das Puzzlespiel „Enigmo“ für die Plattform bestätigt wurden.
Fazit
Der gleichzeitige Start beider Headsets markiert einen dynamischen Moment im XR-Markt. Apple konzentriert sich weiterhin auf Premium-Leistung und ein integriertes Ökosystem, während Samsung mit einem neuen Betriebssystem und einem zugänglicheren Preispunkt einen breiteren Markt ansprechen könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese beiden Ansätze im Wettbewerb behaupten werden.